
[Einleitung]
Für den Streaming-Anbieter Disney+ war 2022 der fünfte Predator-Film mit dem Titel „Prey“ ein wahrer Magnet für neue Streaming-Abos. Der Film schlug überraschend positiv ein. Nun, etwas verspätet, schaue ich mir im Frühjahr 2026 den Titel an, der offen gestanden, etwas an mir vorbeigegangen war. Regisseur Dan Trachtenberg (Predator: Badlands) arbeitete nach einem Drehbuch von Patrick Aison, Jim Thomas sowie ihm selbst. Vor der Kamera agieren unter anderen Amber Midthunder, Dakota Beavers, Dane DiLiegro und weitere. Ich war sehr gespannt, da ich ein Fan des ursprünglichen „Predator“-Films von 1987 bin.
[Kommentar]
„Prey“ schreibt Geschichte als der erste in der Sprache der Comanchen synchronisierte Film und der erste, der in einer indianischen Sprache neben der englischen Fassung Premiere hatte. Am 4. August 2022 veröffentlichte ich folgenden Text, der im Grund genommen nach wie vor Bestand hat, weswegen ich ihn hier rezitiere:
Ich war interessiert, immerhin so etwas wie ein neuer Predator-Film, dachte ich. Und ich wurde diesbezüglich auch nicht enttäuscht, wenngleich mir der klassische Predator sowie jener in der Stadt aus dem zweiten Film, wesentlich lieber sind als das Wesen, das hier auf den Plan tritt. Es wirkt aber tatsächlich ein wenig wie eine Vorstufe dessen, was wir in den Filmen der Neuzeit zu sehen bekommen. Also, um was geht es hier eigentlich genau? Darum, dass wir den Zirkel des Lebens in gewiss brachial martialischer Art und Weise dargestellt bekommen.
Motto: Fressen und gefressen werden? Oder als Parabel auf die Menschheit, die eben auch einfach so daherkommt und sich nimmt, was sie will und das tut, was sie möchte? Auf jeden Fall ein Film, der unterhalten will. Soviel ist sicher. Seit „Cowboys & Aliens“ (2011) kann man Alt mit Neu kombinieren, sozusagen. Das geschieht hier auch. Viel Action, eben im Gewand und Zeitalter des 18. Jahrhunderts des Wilden Westens, ganz ohne glorreiche Westernhelden, oder sonst etwas in dieser Richtung. Die Einheimischen, einige europäische Siedler mit Schusswaffen und eben ein Predator auf der Jagd.
Vielmehr muss zur Story auch gar nicht an Worten verloren werden. Es geht dabei auch um die Reise einer jungen amerikanischen Ureinwohnerin – einer des Stammes der Comanchen, die sich mit dem Predator auseinander setzen muss. Dabei springt sie dem vermeintlich sicheren Tod hier so manches Mal von der Schippe. Glaubhaft? Muss es auch gar nicht immer derart sein, denn das gebotene Programm hier unterhält und ist zudem etwas blutig, was dem Thema und dem bösen Wesen durchaus gerecht wird. „Prey“ hat seine Momente, gut gemachte und visuell schicke Action und ist kurzweilig genug, allerdings erreicht der Titel nicht das Niveau der ursprünglichen Filme.
[Technik]
High Definition gibt es hier natürlich nach wie vor und alles in allem konnte mir kein nennenswerter Unterschied zu dem auffallen, was ich bereits 2022 sah. So ist es auch hier eine gelungene Kombination aus realen, wirklich teils sehr schönen Landschaftsaufnahmen und den eingebetteten visuellen Effekten. Die Geschehnisse verlaufen im 2.39:1 Format und erfüllen meine Erwartungen weitgehend. Dazu gehört auch eine authentische Wiedergabe der Farben, die nicht unbedingt sehr knackig und kontrastreich hier ausfallen, jedoch einen realistischen und wirkungsvollen Eindruck hinterlassen. Das Geschehen ist scharf und zeigt keinerlei Probleme bei raschen Bewegungen.
Akustisch gibt es ebenfalls einiges im Programm. So stehen mehrere Sprachen zur Verfügung und mit Sicherheit ist das englische Original mit der Sprache der Comanche die bevorzugte Wahl, wenn es um das bestmögliche Filmerlebnis geht. Das ist zumindest meine Meinung dazu. Eine deutschsprachige Synchronfassung, professionell umgesetzt, ist ebenfalls mehrkanalig dabei. Auch Untertitel wurden dem Geschehen gegönnt und alles in allem bin ich (nach wie vor) sehr zufrieden mit den tonalen Leistungen von „Prey“.
[Fazit]
„Wenn es blutet, können wir es töten!“ (If it bleeds, we can kill it.) – dieses Zitat wird hier tatsächlich exakt wie im ersten Titel „Predator“ von 1987 genutzt. Davon ab ist festzustellen, dass sich „Prey“ an den Wurzeln des Predator-Franchise orientiert und mithin einen knapp 100 Minuten langen, kurzweiligen Sci-Fi Action-Titel abgibt, der mir gut gefiel. Die Altersfreigabe ist bei ab 16 Jahren festgemacht. Erschienen ist der Film schon vor einiger Zeit und gewann erneut meine Aufmerksamkeit, da ich jüngst „Predator: Badlands“ angeschaut hatte.
Andre Schnack, 23.03.2026
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