Suicide Squad – Hell to Pay

Animation/Action/Fantasy
Animation/Action/Fantasy

[Einleitung]
Früher nannte man es ganz einfach Zeichentrick. Damit sind Filme gemeint, die man heute unter dem Begriff Animationswerke zusammenfasst. Oftmals haben sie, wie auch hier der Fall, gedruckte Vorlagen – also echte Comics. Und wenn es um Comics geht, dann ist auch DC mit im Spiel. So auch hier. Das „Suicide Squad“ ist ein Team gefährlicher Verbrecher, welches zur Reduzierung der Haftstrafe auf ein Himmelfahrtskommando entsandt wird. Regisseur Sam Liu arbeitete nach einem Drehbuch von Alan Burnett, Hollywood DarstellerInnen übernahmen die Stimmen der animierten Hauptrollen. Diese High Definition (und UHD) Fassung von „Suicide Squad – Hell to Pay“ erscheint von Warner Home Video und ich schaute mir die AppleTV-Fassung als Download-Variante genauer an.

Inhalt
Im Belle Reve spitzen sich die Dinge zu und das kann nur bedeuten, dass Amanda Waller, die kalte und berechnende Wärterin des Gefängnisses, einen Auftrag hat, den nur die Verdammten annehmen werden. Es ist wieder einmal Zeit, die Task Force X zu entfesseln, zusammen mit erfahrenen Veteranen wie Deadshot, Captain Boomerang und Harley Quinn. Diesen schlauen Verbrechern stehen die Neuankömmlinge Copperhead, Killer Frost und der Kampfkunstmeister Bronze Tiger zur Seite!

Da sie ein mystisches Objekt finden sollen, das so mächtig ist, dass sie bereit sind, ihr eigenes Leben zu riskieren, um es zu stehlen, ist eine Mischung aus Chaos, Schießereien und Attitüden garantiert. Bereiten Sie sich also auf einen rasanten Roadtrip mit dem Suicide Squad vor!
(Quelle: Warner Home Video)

[Kommentar]
Wir haben es hier mit einem Animationsfilm zu tun, der aus dem DC Universe kommt. Hier gibt es zwar keinen Batman zu sehen, jedoch spielt ein Teil der Geschichte in Gotham City. Der Ursprung der Task Force X ist jedoch das Gefängnis Belle Reve und die Helden sind jene wider Willen, mehr oder weniger. Wer nun aber denkt, dass er es hier mit kindsgerechter Zeichentrickkunst zu tun bekommt, der liegt mächtig falsch. Geschichte, Verlauf und auch die Art und Weise der Inszenierung richten sich definitiv an ein erwachsenes Publikum. Der gehobene Grad an Gewalt und die damit verbundene Darstellung erfordert dies.

Mit Fantasie und überraschend tiefen Figuren erzählt „Hell to Pay“ eine spannende und temporeiche Geschichte, die mit fantastischen Elementen aufwartet und zugleich einige sehr interessante Charaktere (mit sehr besonderen Eigenschaften) präsentiert. Der rockige Soundtrack, die actiongeladenen Momente und wirklich gelungenen Animationen sprechen für sich und hieven den Film in eine gelungene Sphäre.

[Technik]
„Suicide Squad – Hell to Pay“ ist ein moderner Animationsfilm, der sich an ein anspruchsvolles Publikum richtet. Und über weite Strecken fallen die qualitativen Aspekte des Streifens auch ziemlich gut aus. Plakative Elemente sind gefüllt mit ruhigen Farben, ausreichend sauber in der Darstellung und Wiedergabe. Der Kontrast ist hoch und die Bildteile gut gesättigt; wenn es mal zackig wird, so hält der Titel diesen Anforderungen stand. Auch die Sauberkeit ist positiv zu erwähnen und die Kompression arbeitet unauffällig. Abgemessen und aufgenommen in einem 1.78:1-Transfer gefällt „Suicide Squad – Hell to Pay“ gut und beweist mit seinen Werten eine rundum ordentliche Darbietungsleistung.

Tontechnisch ist die Qualität ebenfalls nicht von schlechten Eltern. Oftmals gibt es hier richtig etwas auf die Mütze und die Martial-Arts Einlagen sehen nicht nur gut aus, sondern hören sich auch gleichermaßen gut an. Dabei kommen die üblichen Elemente, bestehend aus Primär- sowie Sekundär-Toneffekten, der musikalischen Begleitung sowie den Sprachen, zu Geltung und erzeugen eine gelungene, ausreichend dichte und auch dynamische Atmosphäre. Sämtliche Sprache kommt entsprechend aus einem Overlay, so dass wir auch hohe Verständlichkeit attestieren. Alles weitere an Ton spielt sich unter etwas Räumlichkeit ab.

[Fazit]
Das gesamte Produktions-Design gefiel mir gut und meiner anfänglichen Skepsis trotzend bekam ich es mit einem spannenden, ausreichend mit Action bestückten Titel zu tun, der mich durch die Erzählung praktisch rasch vergessen ließ, dass ich es mit einem komplett animierten Titel zu tun hatte. Die Laufzeit von rund 86 Minuten verrann rasch und der Film weist sich mit einer Altersfreigabe von ab 16 Jahren auf. Erhältlich ist er seit April 2018, und neben ihm, also dem Hauptfilm, erleben wir auch noch die folgenden iTunes Extras:

  • „Suicide Squad: Hell to Pay“ – Audiokommentar
  • Vorschau auf DCU: The Death of Superman
  • Der Schurke aus dem Outback: Captain Boomerang
  • Volltreffer, Floyd! Der beste Schütze bei DCU
  • Stilmittel, MacGuffins und Red Herrings
  • Bildergalerie

Das Bonusmaterial ist ebenfalls gut gelungen und erfüllt weitere Zeit mit guter Unterhaltung und einigen Hintergrundinformationen rund um das DC Comics Universum mit dem Fokus auf den vorliegenden Film und den darin enthaltenen (Anti-)Helden. Für einen Preis von aktuell 3,99 Euro kann man sich in keinerlei Hinsicht über dieses Produkt beschweren. Mir hat das alles gut gefallen.

Andre Schnack, 13.05.2020

Film/Inhalt:★★★★☆☆ 
Bild:★★★★★☆ 
Ton:★★★★☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★★☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★★☆☆ 

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