Indiana Jones und der Tempel des Todes

Fantasy/Romance/Action/Adventure/Comedy
Fantasy/Romance/Action/Adventure/Comedy

[Einführung]
1984 folgte nach „Jäger des verlorenen Schatzes“ der zweite Teil mit dem Titel „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ (Originaltitel: Indiana Jones And The Temple Of Doom). Der Name des Doktors der Archäologie, Indiana Jones, war somit etabliert. Niemand anderen konnte man sich vorstellen als Harrison Ford in dieser Rolle. Und das zu Recht. Im zweiten Film von Regisseur Steven Spielberg wirkten an der Entstehung des Drehbuchs George Lucas, Willard Huyck und Gloria Katz mit. In weiteren Figuren sind die Darsteller Kate Capshaw, Jonathan Ke Quan, Amrish Puri und Roshan Seth zu sehen. Wir sahen uns diese Disc der Paramount DVD Movie Collection aller bisherigen Indy-Titel an und berichten.

[Inhalt]
„Der Tempel des Todes“
Knapp seinem Widersacher in einem Shanghaier Nachtclub entkommen, findet sich Indy nach einer „Bootlandung“ in der Wildnis Indiens wieder. Dort deckt er ein grausiges Verbrechen auf: Kinder aus einem abgelegenen Dort werden versklavt, um in einer festungsähnlichen Mine zu schuften. Indy muss die Kinder retten und dagegen ankämpfen, nicht selbst vom bösen Thuggee-Kult versklavt zu werden. Bei diesem riskanten Rettungsversuch stehen Indy die halbe Portion Shorty Round (Ke Huy Quan) und eher unfreiwillig die Nachtclub-Sängerin Willie Scott (Kate Capshaw) zu Seite.

[Kommentar]
„Der Tempel des Todes“ bietet eine ganz andere Geschichte als der erste Teil, dennoch mit einigen sinnvollen und guten Schnittpunkten, Analogien und identischen Charakteren. Es wurde auch ein ähnlicher Charme, mindestens vergleichbare Action und auch eine gewisse Spur humor dem Ganzen beigemengt. Soweit wurde Harrison Ford gut ausgestattet und die weiteren Figuren stehen der Story ganz gut. Kate Capshaw bietet etwas ‚Frauenfaktor‘ und sorgt für Romanze. Überwiegend lebt die nicht sonderlich tiefsinnige Geschichte von ihrem Fantasy-Flair und dem Hauch Mystik, nicht von Ernsthaftigkeit oder Anspruch. Erfolgerprobtes Kreativ-Duo Lucas und Spielberg gelang ein würdiger Nachfolger, der nur knapp das Niveau des Vorgängers verfehlt. Die Handwerkskunst spiegelt sich in der Maske, den Kostümen und den Sets wider. Alles kann durchweg positiv bewertet werden, wie auch die wieder sehr gelungene musikalische Untermalung. Eine spannende Atmosphäre über das Schicksal eines indischen Dorfs und seiner Kinder.

[Technik]
Mit etwas mehr Frische und Vitalität startet Indy in die zweite Runde und sucht dabei das farbenprächtige Indien auf. Anlass zur hochwertigen Darstellung gibt es mehr als genug. Der anamorphe Breitbildtransfer im Format 2.40:1 leistet dabei gute Arbeit. Bereits wie der erste Teil, zeigt sich auch der zweite Streich in einem komplett restaurierten Gewand. Die Darstellung erfolgt nahezu frei von Rauschen und keinerlei Verunreinigungen oder Drop-Outs belästigen das Gesichtsfeld des Betrachters. Ein satter Kontrast sorgt in Kombination mit der gelungenen Kantenschärfe für plastische Bilder und angenehme Harmonie. Dunkle wie helle Bildpartien hinterlassen einen wohligen Eindruck. Negativ beeinträchtigt wird die Abbildung von raschen Aufnahmen durch die Kompression nicht.

Sound gibt es in Deutsch, Tschechisch und Ungarisch in Dolby Surround und in englischer Sprache in Dolby Digital 5.1. Letzteres Format mach den anderen Spuren in den Bereichen Dynamik, Räumlichkeit und Effekt-Angebot etwas vor. Der deutschsprachige Ton weist jedoch gute Werte in allen Segmenten eines 2.0-Soundtracks auf und kann durch einen gesunden Bass, zahlreiche Effekte auf den hinteren Lautsprechern und eine ausgewogene und gut abgemischte Front überzeugen.

[Fazit]
Auch im „Tempel des Todes“ fühlt sich der Dr. Jones Jr. sichtlich und hörbar wohl. Diese DVD ist nicht einzeln zu erwerben, dafür bietet Paramount das 4 DVD Set zu einem fairen Preis von rund 50,- Euro an. Es handelt sich bei dem hier verwendeten Datenträger um eine einseitige Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) mit einer Laufzeit von rund 114 Minuten. Insgesamt weist die gesamte Box eine Spieldauer von 359 Minuten auf. Extras oder Bonusmaterialien befinden sich nicht auf den einzelnen Scheiben, dafür aber auf der zusätzlichen vierten DVD [gesonderter Review]. Die Altersfreigabe erfolgte ab 16 Jahren, das Set kann seit dem 04. November erworben werden und sollte praktisch in keiner gut sortierten DVD-Sammlung fehlten. Empfehlenswert, wenn auch inhaltlich nicht die Klasse des ersten Films.

André Schnack, 10.11.2003

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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