Wedlock (Limited Steelbook)

Action/Crime/Drama
Action/Crime/Drama

[Einleitung]
„Wedlock“ ist von 1991 mit dem vor knapp 2 Jahren verstorbenen Rutger Hauer (Blade Runner) und Mimi Rogers (Austin Powers) in den führenden Rollen. Lewis Teague führte Regie nach einem Drehbuch von Broderick Miller. Der Film über die Flucht aus einem Hochsicherheitsgefängnis mit einem ungleichen Paar ist eine Art Buddy-Movie im Science-Fiction Gewand. Ich konnte mir diese High Definition-Version des Titels genauer anschauen. Koch Films veröffentlicht den Film auf eine exklusive Art und Weise, denn „Wedlock“ ist in dieser limitierten Steelbook-Fassung ausschließlich im Koch Films Online-Shop zu erwerben. Ich konnte mir die Blu-ray Disc genauer anschauen.

Inhalt
Von seinen Partnern verraten, landet Diamantenräuber Frank Warren in einem Hightech-Gefängnis, in dem jeder Insasse über ein elektronisches Halsband mit einem anderen verbunden ist: Sobald sich die „Vermählten“ zu weit voneinander entfernen, werden sie durch einen Sprengsatz getötet. Das erschwert Franks Flucht mit der unfreiwilligen Partnerin Tracy erheblich – zumal ihnen staatliche Behörden und Franks ehemalige Komplizen dicht auf den Fersen sind.
(Quelle: Koch Films)

[Kommentar]
„Wedlock“ ist für mich ein typischer Film der späten 80er und frühen 90er Jahre, der aus heutiger Sicht vielleicht dem einen oder anderen zu behäbig wirken mag, doch für die damaligen Verhältnisse war es ein gelungener Action-Streifen. Rutger Hauer, grandioser Gegenspieler von Harrison Ford in Ripley Scott’s „Blade Runner“ von 1982, spielt hier den kriminellen Insassen eines Gefängnisses. Im wahrsten Sinne an seiner Seite: Mimi Rogers, die ich als besonders lustig in den „Austin Powers“-Filmen empfand. Dieses Gespann, sozusagen ein Buddy-Movie mit 50% Frauenquote, sorgt hier für gelungene Unterhaltung mit etwas Action, Drama und viel Leichtsinn. Leichtsinn?

Aus heutiger Sicht schneidet der Titel nur bedingt gut ab. Die am Filmanfang als „nahe Zukunft“ bezeichnete Welt, in der die Geschichte spielt, wirkt einfach so, wie eben die frühen 90er wirkten. Da ist wenig besonderes dran. Auch die Idee mit den Halsbändern ist beim ersten Gedanken noch ganz interessant, dann jedoch treten beim genaueren Hinsehen einige Ungereimtheiten auf. Action ist nur wenig vorhanden und tieferen Sinn dürfte man auch suchen, länger sogar. „Flucht von Absolom“ mit Ray Liotta oder auch „Fortress – Die Festung“ mit „Highlander“-Held Christopher Lambert fallen mir dann noch als Alternativen ein. Dennoch hat „Wedlock“ sich einen stolzen Status über die letzten 30 Jahre erarbeitet und gilt als ein kleines B-Movie Juwel.

[Technik]
High Definition und „Wedlock“ kamen bislang nicht zueinander. Und nun ändert sich dies mit Koch Films und wir können Rutger Hauer sowie Mimi Rogers in diesem kleinen Sci-Fi Klassiker in 1.85:1-Formatierung in 1080p erleben. Klar, mit den großen Hollywood-Ergebnissen, produziert mit mächtig Budget, kann dieser Film nicht mithalten und das bemerkt das Publikum im Heimkino eben auch an den technischen Leistungen. Besonderheit bei der technischen Umsetzung hier ist, das eine neue Abtastung eine 2K-Negativs vorgenommen wurde. Um es kurz zu machen, die hier vorliegende Fassung des Films ist wohl die technisch hochwertigste des Films, die man kaufen kann.

„Wedlock“ ist tontechnisch kein Meisterwerk, denn es gibt ihn ausschließlich in PCM 2.0-Sound in den beiden Sprachfassungen Deutsch sowie Englisch. Untertitel sind ausschließlich in deutschen Lettern vorhanden. Dialoge, etwas musikalische Begleitung (die nur bedingt Auswirkungen auf die Stimmung ausübt) und eine Umgebung, die nur wenige Hintergrundgeräusche für uns parat hält – das ist schlussendlich die akustische Darbietung, die zwar technisch gelang, jedoch in Sachen Raumklang und Weite nicht viel auffahren kann. „Wedlock“ blieb in der Tonlage etwas hinter meinen Erwartungen zurück.

[Fazit]
Mit „Wedlock“ ist Koch Films eine schöne Blu-ray Veröffentlichung gelungen. Das Steelbook macht einen hochwertigen Eindruck, der Film ist in einer technisch wirklich gelungenen Präsentation auf der Blu-ray Disc abgelegt und läuft seine 102 Minuten Spieldauer fehlerfrei ab. Die Altersfreigabe ist gesetzt bei ab 16 Jahren, „früher“ war der Titel als ab 18 eingestuft. Die Exklusivität dieser Veröffentlichung wird nur noch in die Höhe getrieben dadurch, dass der Titel ausschließlich ab dem 27. Januar im Koch Films Online-Shop im Internet erworben werden kann. Als Extras bietet das Steelbook neben einem exklusiven Interview mit Regisseur Lewis Teague auch Trailer und eine Bildergalerie. Der Kaufpreis liegt bei knapp 20,- Euro.

Andre Schnack, 25.01.2022

Film/Inhalt:★★★☆☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★★☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★★☆☆ 

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