Sucker Punch – Extended Cut

Action/Adventure/Fantasy
Action/Adventure/Fantasy

[Einleitung]
Comic-Umsetzungen, Fantasy-Titel und Märchen von Rittern, Piraten oder Weltraumhelden. All das ist etwas vom Stoff, aus dem die Träume sind. Hollywood sorgt unterbrechungslos für Nachschub. Wir konnten uns nun aus dem Angebot von Warner Bros. Pictures den Film „Sucker Punch“ auf High Definition Blu-ray Disc genauer anschauen. Die amerikanische (USA/Kanada) Filmproduktion entstand unter der Regie von Zack Snyder. Gemeinsam mit Steve Shibuya fertigte er ebenfalls das Drehbuch an. In den führenden Rollen sind zu sehen: Emily Browning, Abbie Cornish, Jena Malone, Vanessa Hudgens und weitere. Wir konnten uns das Werk genauer ansehen und berichten aus der ersten Hand.

[Inhalt]
Dieser epische Action-Fantasy-Film ist die kreative Vision des Regisseurs Zack Snyder – sie lässt uns mit der lebhaften Vorstellungskraft der jungen Babydoll (Emily Browning) eine Traumwelt erleben, die ihr die Flucht aus einer grausigen Realität erlaubt: Man hat sie gegen ihren Willen eingesperrt, aber sie gibt nicht auf, kämpft um ihre Freiheit und drängt vier Gefährtinnen – die freimütige Rocket (Jena Malone), die gerissene Blondie (Vanessa Hudgens), die treu ergebene Amber (Jamie Chung) und die zurückhaltende Sweet Pea (Abbie Cornish) -, gemeinsam gegen das schreckliche Schicksal aufzubegehren, das ihre Kidnapper Blue (Oscar Isaac), Madam Gorski (Carla Gugino) und High Roller (Jon Hamm) für sie vorgesehen haben.
(Quelle: voll:kontakt)

[Kommentar]
Ich muss sagen, dass meine Erwartungen an den Titel nicht erfüllt wurden. Was mich vorerst enttäuschte. Um so mehr ich jedoch darüber nachdachte, desto mehr gewann ich die Überzeugung, dass es sich um Makel im Handwerk handelt. Denn die Story an sich bietet ausreichend Substanz, um einen ganz feinen, von Horror begleiteten Action-Thriller zu entfachen, der praktisch auf gleich drei Inhalts-Ebenen vor sich geht. Nur geling dies leider nicht, beziehungsweise nur stellen- und zeitweise. Ein wenig schade ist dies, so haben die verschiedenen Figuren ausreichend Format, um überzeugen zu können. Doch sind sie allesamt nicht sauber und fein genug herausgearbeitet. Das wiederum gefällt niemanden, auch nicht dem Publikum. Da helfen dann wirklich fabelhafte technische Effekte und stimmungsvolle Bilder auch nicht immer drüber hinweg.

[Technik]
Die Machart strahlt hier unmittelbar auf die Technik aus. Zahlreiche Slow-Motion Einlagen geben sich ein Stelldichein. Ebenfalls gehen dann wiederum einige Szenen mit totalem Tempo voran. Hiermit zeigt der Transfer seine Flexibilität und Vielseitigkeit. Zur Geltung kommen die High Definition 1080p-Bilder auf einem entsprechenden Wiedergabegerät, das Ratio bemisst sich auf ein Format von 2.40:1. Kontrast und Farbgebung sind sehr den verschiedenen Ebenen der Erzählung stilistisch angepasst. Das sieht nicht nur gut aus, sondern gelang auch technologisch gut bis sehr gut. Kompressionsartefakte oder andere Störungen und Verunreinigungen treten nicht auf, wie schön.

Ton erfolgt im Format Dolby Digital 5.1 in den Sprachen Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch; zusätzlich gib es noch DTS-HD Master Audio 5.1 in Englisch, Untertitel gibt es in mehr als 8 Untertitelspuren (darunter auch Audiodeskription in Deutsch). „Sucker Punch“ gibt immer dann Stulle, wenn es actiongeladene oder aber spannende Momente vor die Iris gibt. Das alles ist recht ordentlich und vor allem auch fehlerfrei. Alle bisherigen Angaben beziehen sich auf die Kino-Fassung. Die Extended Cut-Version hingegen hat ihre technischen Probleme. Sie hat waschechte Tonfehler aufzuweisen und wir haben sie keinem weiteren Test unterzogen. Eine Austauschaktion wurde bereits vom Hersteller angekündigt.

[Fazit]
Leider bleibt neben einem anfänglich ganz guten Eindruck auch ein leichter, fader Beigeschmack hängen. Und das ist schade, wäre auch nicht notwendig gewesen. Immerhin langweilt man sich nicht auf der Laufzeit von rund 110 Minuten, die ebenfalls enthaltene Extended Edition bringt hingegen knappe 127 Zähler aufs Kerbholz. Wie dem auch sei, eine angemessene Altersfreigabe findet sich hier bei ab 16 Jahren ein. Da es sich um ein recht facettenreiches Werk in der inhaltlichen Ausgestaltung handelt, sollte eine gewisse Reife bei der Ansicht eben auch vorhanden sein. „Sucker Punch“ ist technisch gut, inhaltlich Geschmackssache und in der Ausstattung nicht weltbewegend. Eine Featurette und Trailer sind mit von der Partie, die zusätzliche Extended Version ist hier positiv hervorzuheben. Erscheinungstermin war der 5. August.

Andre Schnack, 22.08.2011

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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