Wintersonnenwende – Die Jagd nach den sechs Zeichen des Lichts

Adventure/Drama/Fantasy/Thriller
Adventure/Drama/Fantasy/Thriller

[Einleitung]
Mit dem Titel „Wintersonnenwende“ (Originaltitel: The Seeker: The Dark Is Rising) erschien 2007 ein Fantasy-Werk und eine Jugendbuchverfilmung à la „Die Chroniken von Narnia“ von Regisseur David L. Cunningham. Das Skript schrieb John Hodge nach dem Roman von Susan Cooper. Die US-amerikanische Filmproduktion kommt mit folgenden Darstellern daher: Alexander Ludwig, Christopher Eccleston, Ian McShane, James Cosmo, Jim Piddock und Amelia Warner. Um nur einige zu nennen. Die hierzulande erscheinende DVD kommt aus dem DVD-Programm von Fox Home Entertainment und wir hatten das Glück prüfen zu können, ob Film und DVD-Technik gefallen.

[Inhalt]
An seinem 14. Geburtstag erfährt Will Stanton (Alexander Ludwig), dass er einer der „Uralten“ ist, der letzte in einer Ahnenreihe furchtloser Krieger, die sich dem unerbittlichen Kampf gegen finstere Mächte verschrieben haben. Er hat keine Zeit zu verlieren: Die Kräfte der Finsternis setzen alles daran, die Mächte des Lichts für immer auszulöschen. Auf einer wilden Jagd durch die Zeit kann Will die nötigen sechs Zeichen sammeln, um sich dem Bösen in einer letzten Konfrontation zu stellen. Das Schicksal der Erde liegt in den Händen dieses Jungen…
(Quelle: Fox Home Entertainment)

[Kommentar]
Etwas Zeitgeist wird hier schon widergespiegelt. So haben die jüngeren Figuren beispielsweise am Anfang des Films entweder einen iPod in den Ohren oder aber sprechen gerade am Handy, spielen Konsole oder Essen – jedoch irgendwo und nicht an einem Tisch. Das kennen wir. „Wintersonnenwende“ beginnt nach den ersten 10 Minuten langsam mit der Einführung in die fantasievolle Geschichte. Was ebenfalls gleich auffällt: der Titel besitzt einige eingeflochtene, visuelle Effekte und eine recht dynamische Kameraführung. Im weiteren Verlauf addieren sich zu den Stärken des Films auch eine gute Maske, gelungene Kostüme und sehr ansehnliche Sets. Musik, Ausleuchtung und Ablauf gehen ebenfalls in Ordnung und sorgen für Stimmung.

Soweit zum handwerklichen Teil, der erwartungsgemäß gut ausfällt. Inhaltlich richtet sich der Film an ein Publikum ab 12 Jahren und kann eine Story aufweisen, wie sie zwar der Käuferschicht entsprechen mag, Erwachsene jedoch nur bedingt befriedigt. Man darf keine allzu hohen Ansprüche stellen. Es konfrontiert uns ein thematischer Komplex aus einer Gefühlswelt eines pubertierenden Jungen, der lernen muss erwachsen zu handeln, um seiner Last auf den Schultern und der damit verbundenen Aufgabe gerecht zu werden. Viele Nebenaspekte spielen dabei eine Rolle und ergeben ein atmosphärisches und würziges Gesamtbild ab, mit dem jedermann zufrieden sein kann.

[Technik]
„Wintersonnenwende“ erscheint in einem 16:9-Breitbildformat mit einem Seitenverhältnis 2.35:1 in anamorpher Abtastung auf dieser Disc. Der Film weist von Beginn an eine zurückhaltende Ausleuchtung auf. Immer wieder gibt es Bildflächen, die vor ihrer tiefen Sättigung her keine Details erlauben, insbesondere gilt dies für Schattenbereiche. Ganz im Gegenzug dazu stehen die Aufnahmen im hellen, weißen Schnee. Sie wirken als guter Kontrast, zeigen, dass der Transfer vielseitige Darstellungen beherrscht und überwiegend den Anforderungen des Betrachters gerecht wird. Rasche Bewegungen tun dem Spaß keinen Abbruch, ebenso gibt es praktisch kein Rauschen oder gar Kompressionsartefakte.

Die „Wintersonnenwende“ findet mehrkanalig statt. Und zwar im obligatorischen Dolby Digital-Gewand in 5.1-Kanälen, wahlweise in den Sprachfassungen Deutsch, Englisch oder Spanisch. Untertitel können dem Ton in den folgenden Sprachen wahlweise hinzugeschaltet werden: Englisch, Deutsch, Spanisch, Türkisch. Es gibt immer wieder Momente, in denen die Akustik ihre Stärken ausspielen kann, zeigen kann, dass ein Schneesturm auch tonal entzückt und sich räumlich im Heimkino entfaltet. Dann sind da wieder ruhige Momente, geprägt von Sprachausgabe und der musikalischen Begleitung. Alles kommt von dort, von wo es kommen soll, mündet in klarer Verständlichkeit und einer guten Stimmung.

[Fazit]
Mit „Wintersonnenwende“ erscheint von Fox Home eine DVD, die jedermann mögen wird, der auch Titel wie „Die Chroniken von Narnia“ zu schätzen wusste oder sich über den „Der goldene Kompass“ freuten. Die darstellerischen Leistungen sind allesamt in Ordnung, niemand sticht so richtig positiv hervor, doch sind allesamt bei der Sache und machen einen guten Job auf einer Laufzeit von rund 94 Minuten. Die Zielgruppe ist jugendlich, bestenfalls ab 12 Jahren (FSK Einstufung) und stört sich nicht an starren Menüs. Wir haben es beim Bonusmaterial mit folgenden Features zu tun:

* Making Of „Wintersonnenwende“ (42 Min.)
* Die visuellen Effekte (16 Min.)

Nur zwei Dinge auf der Disc vorzufinden? Macht nichts, denn inhaltlich gefallen beide wirklich gut. Neben üblichen PR-Getue kommen zahlreiche Einblicke in die Entstehung des Films zum Tragen und unterhalten auf eine interessante Art und Weise. Erscheinungstermin der DVD ist der 14. März, die einseitige Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) wird mit rund 15,- Euro zu Buche schlagen, was fair erscheint. Wenn jüngere Familienmitglieder bereits erwähnte Filme mochten, so werden sie auch die „Wintersonnenwende“ gut finden. Auch, wenn man noch zuvor noch nichts von Susan Cooper gehört oder gelesen haben sollte. Fox bringt mit der Disc eine technisch gelungene Scheibe auf den Markt.

Andre Schnack, 10.03.2008

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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