Dynastien: Die Murdochs

Dokumentation/Serie
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[Einleitung]
„Dynastien: Die Murdochs“ ist eine weitere Reihe der Netflix „Dynastien“-Hausmarke, welche im Doku-Style bekannte Familien und Clans aus der Öffentlichkeit und der Business-Welt oder Politik über Jahrzehnte inhaltlich verfolgte und als eine Art Zusammenfassung darstellt. Hier geht es nun um niemanden weniger als den Kopf hinter News Corp., Rupert Murdoch. Er zählt zu einem der einflussreichsten Menschen mit seinem weltumspannenden Medien-Imperium. Ich schaute mir die vierteilige Doku-Serie genauer an.

Inhalt
01 Das Königsgambit: Rupert Murdochs Medienimperium machte ihn zu einem der reichsten Männer der Welt. Eines Tages werden seine Kinder alles erben – so sie den Machtkampf um die Nachfolge gewinnen. (47 Min.)

02 Ignorier den Jungen: Mit dem Start von Fox News 1996 flammt die Nachfolgefrage neu auf. Als sich ein möglicher Thronfolger abzeichnet, lässt Rupert ihn gegen einen externen Rivalen antreten. (49 Min.)

03 Konsequenzen: Ruperts radikale Änderungen am Treuhandfonds sorgen für Schlagzeilen. Ein Hacker-Skandal zieht das Unternehmen in den Abgrund, alte Vorfälle bedrohen das Imperium. (50 Min.)

05 Das Endspiel: Das Murdoch-Imperium ist konkurrenzlos. Während James und Lachlan um die Macht ringen, trifft Rupert kompromisslose Entscheidungen, um sein Lebenswerk zu sichern. (55 Min.)
(Quelle: Netflix)

[Kommentar]
Die HBO Serie „Succession“ wird hier sogar recht früh genannt. Und sie ist wohl tatsächlich hilfreich beim Versuch die Murdochs, insbesondere Rupert Murdoch, zu verstehen. „Reichtum, Einfluss, Macht… und Papas Liebe. Diese Dokuserie blickt hinter die Kulissen des gnadenlosen Machtkampfs um das Murdoch-Imperium, welcher die Familie entzweite.“ – trifft es da tatsächlich sehr gut, ohne dabei auf Details einzugehen, die im weiteren Verlauf der vierteiligen Doku-Serie ans Licht kommen.

Was ich sehr interessant dabei finde: die Verbindungen von einflussreichen Medien mit politischen Akteuren in der Regierung. Natürlich ist es irgendwie klar, doch hier gibt es eben handfeste Beispiele zu sehen und die Auswirkungen aus heutiger Sicht sind spürbar und nachweisbar. Hinzu kommt dann auch ein gewisser Respekt vor dem Lebenswerk dieses Rupert Murdoch, der bis heute den Stift nicht niedergelegt hat. Vielleicht sind ihm die drei Stufen: Aufstieg, Genuss & Reichtum und dann der Verfall, durchaus bewusst.

Wie dem auch sei, die vier Episoden schildern aus unterschiedlichen Perspektiven und mit offensichtlich viel Insider-Wissen, was hinter den Kulissen in den vergangenen Jahrzehnten so geschah oder zumindest ungefähr. Und schlussendlich eben auch das Ergebnis, dass wir heute alle kennen. Gut gemacht und regte mich definitiv zum Nachdenken an, darüber, ob es so sein sollte, wie es mit den Medien und dem Einfluss einzelner Menschen heute ist.

[Technik]
Wenn eine Dokumentation Filmschnipsel und Materialien aus mehreren Jahrzehnten aufbietet, so kommt es natürlich auch bei der qualitativen Wiedergabe zu Unterschieden. Und natürlich auch zu Situationen, in denen die Mitschnitte keine gute Figur machen. Aktuellere Aufnahmen sind davon ausgeschlossen. Zusammengeschnitten und gestutzt auf einen 16:9-Transfer mit entsprechender Abtretung, gewinnt die vierteilige Doku durch ihren authentischen Charme. Kontrast, Kantenschärfe, Detailgrad – das ist entsprechend variabel, insgesamt jedoch gut anzusehen.

Neben dem 16:9-Format fürs Bild gibt es auch noch einen entsprechenden Ton, der jedoch in Sachen Surround-Sound natürlich kein Vergleich zum Kino-Segment darstellt. Hier kommt es auf die Vermittlung von Wissen und Informationen an, dazu dann noch etwas musikalische Begleitung im Untergrund – und das war es dann auch schon mit der akustischen Finesse eines „Dynastien: Die Murdochs“. Es stehen gesprochene sowie Sprachen per Untertitel in einer Handvoll Fassungen zur Verfügung. Nennenswerte Aussetzer oder Mängel gibt es nicht.

[Fazit]
„Business above all!“ – das könnte ein Motto von Rupert Murdoch sein. Keines, das er sich ausgesucht hat, sondern eines, welches sein Leben spiegelt. „Headless Body in Topless Bar!“ – einer der legendären Überschriften einer bekannten, aufstrebenden Zeitung in den USA der 80er Jahre, nachdem Murdoch seine Ideen spürbar umsetzen konnte. Wer das interessant findet, der sollte sich die neueste Reihe von Netflix’ Produktion „Dynastien: Die Murdochs“ einmal genauer anschauen. Unterhaltsam gemacht, nicht sonderlich parteiisch und ausreichend unvoreingenommen.

Andre Schnack, 18.03.2026

Film/Inhalt:★★★★☆☆ 
Bild:★★★☆☆☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★★☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★☆☆☆ 

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