A Hard Day

Action/Crime/Thriller
Action/Crime/Thriller

[Einleitung]
Mit „A Hard Day“ erschien 2014 ein koreanischer Action-Thriller, der gleich ein paar unterschiedliche Aspekte des Genres in sich vereinen soll. Regisseur Kim Seong-hun arbeitete nach einem Drehbuch, welches er gemeinsam mit Lee Hae-jun fertigte. Vor der Kamera jagen umher: Lee Seon-gyun, Jo Jin-woong, Jeong Man-sik, Sin Jeong-geun sowie Shin Dong-mi. 2014 gab es den Streifen in den Kinos zu sehen, lange Zeit bevor der Beinahe-Untergang der Kinoindustrie, in den Boden gezwungen durch die Corona Virus-Pandemie, begann. Ich konnte mir den Standard Definition-DVD Titel aus dem Angebot der Busch Media Group genauer anschauen und berichte aus der oft zitierten ersten Hand.

Inhalt
Der Polizist Geon-soo hat einen richtig schlechten Tag: Erst stirbt seine Mutter und dann steht er mit seinen Kollegen auch noch im Visier interner Ermittlungen wegen des Verdachts der Korruption. Eigentlich kann dieser Tag nicht mehr schlimmer werden. Doch auf dem Weg zur Beerdigung seiner Mutter überfährt Geon-soo versehentlich einen Mann. Er sieht keinen anderen Ausweg, als die Tat zu vertuschen, und deponiert kurzerhand die Leiche im Sarg seiner Mutter. Damit geht der Ärger aber erst richtig los: Ein mysteriöser Anrufer hat die Tat beobachtet. Ein gefährliches Katz- und Maus-Spiel beginnt.
(Quelle: Busch Media Group)

[Kommentar]
Einige fantastisch gute Filme aus dem fernen Osten gehören wahrscheinlich in jedes Ranking der besten Filme eines jeden Kinofreunds oder Cineasten. Korea war schon oft der Ursprung guter Filme aus dem Thriller- und Action- sowie Horror-Genre. Unabhängig von Anime oder Trickfilmen sind es auch Veröffentlichungen wie den nunmehr bereits 21 Jahre alten „Time and Times“ aus Hong Kong. Um nur ein Beispiel zu nennen. Mit „Contamination“ gibt es ein weiteres Beispiel, welches direkt aus Korea kommt. Einen noch: „Parasite“ vom Koreaner Bong Joon Ho.

Wer ist nun dieser Kim Seong-hun? Es ist der Mann, der hinter der Netflix Serie „Kingdom“ steckte sowie den Katastrophen-Thriller „Tunnel“ abdrehte. Und mit „A Hard Day“ legte er bereits 2014 einen waschechten Psycho-Thriller aufs Parkett, der sich im internationalen Vergleich absolut nicht zu verstecken braucht. Action kommt dabei vor allem in den Kreislauf. Mit Spannung, die Wallungen verursachen kann, einzig hier und dort wirkten einzelne Szenen ein wenig zu ausgedehnt für mich, vor allem im Anbetracht der recht einfach gestrickten Geschichte. Alle darstellerischen Leistungen sind wirklich gelungen, handwerklich passt hier sehr vieles.

Alle das mündet in einer dichten und hohen Atmosphäre und wir können praktisch mitfühlen. Mitfühlen, wie der Frust, Stress und vor allem die Unsicherheit darüber steigt, ob sich die ausweitende Situation noch kontrollieren lässt und was wohl als nächstes geschieht. Mit vielen dunklen Szenen, gelungenen Schnitten und einer wenig wohligen Grundstimmung begeisterte mich „A Hard Day“ und ich muss sagen, dass die Bildsprache oft gelungen, der tiefschwarze Humor jedoch zum Teil einfach brillant sind. Wer offen ist für Filme aus dem östlichen Teil des Globus von uns aus gesehen, hier bitte zugreifen und anschauen.

[Technik]
„A Hard Day“ spielt viel mit fahl wirkenden Farben, außerdem ist ein Anteil des Films in eher schattigen Szenerien (innen wie außen) aufgenommen, was der unheimlichen Stimmung zuträglich ist, die technische Abbildung jedoch nicht erleichtert. Kantenschärfe und Detailgrad hätten vielleicht noch eine Tour besser ausfallen können, ausreichend Tiefe und Sättigung sind gegeben. Vielleicht sind die Ursachen für das Bild und wie es bestimmte Aspekte auspielt auch technisch und durch das verwendete Equipment bedingt – dies vermag ich jedoch nicht zu beurteilen. Alles in allem kann man (auch mit der Kompression des 2.35:1-Transfers) zufrieden sein.

Koreanischen Originalton gibt es im Dolby Digital 5.1-Format, ebenso den deutschen Synchronton, wahlweise sind auch deutschsprachige Untertitel zu lesen. „A Hard Day“ hat es zwar nicht so sonderlich mit der intensiven Nutzung der hinteren Surround-Potenziale, kann dennoch mit einem durchschnittlich aktiven, dynamischen Klang aufwarten, der kaum Anlass zur Kritik gibt, da er praktisch im Mittelfeld aufgeht. Wer es ganz streng nehmen will, der hört sich den sehr intensiven koreanischen Originalton an, mit Untertiteln natürlich, ansonsten könnte ich nichts mitkriegen. Wie dem auch sei, technologisch im Mittel, inhaltlich passend soweit.

[Fazit]
Zugegriffen wird seit dem 14. Mai 2021 wahlweise Blu-ray Disc oder aber DVD. Mir lag die Standard Definition-Variante mit einer Laufzeit von rund 106 Minuten vor. Eine Altersfreigabe wird auf der Cover-Front mit FSK 16 angegeben. „A Hard Day“ bietet bis auf eine Trailershow keine Extras an. Auf den Film ausgerichtete Zusatzmaterialien werden hier vergebens gesucht. Wer darüber hinwegsehen kann, der bekommt eine technisch solide DVD geboten, die seit Mitte Mai im Handel zu rund 11,- Euro erstanden werden kann. „A Hard Day“ ist prächtiges Korea-Kino und sorgt für etwas andere, frische Thriller-Unterhaltung.

Andre Schnack, 07.06.2021

Film/Inhalt:★★★★☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★☆☆☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★☆☆☆ 

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