Das Licht, aus dem die Träume sind

Drama
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[Einleitung]
Mit „Das Licht, aus dem die Träume sind“ erschien 2021 eine Ko-Produktion mit Mitteln aus den Ländern Indian, den USA sowie Frankreich. Im Originaltitel lautet es hingegen „Last Film Show“. Regisseur Pan Nalin (7 Göttinnen) arbeitete auch das Drehbuch zu seinem allem Anschein nach persönlichen Film. Dieser wurde von Indien auch als Beitrag für die Oscar-Verleihung 2023 eingereicht. Vor der Kamera sehen wir die hierzulande weitgehend eher unbekannten Namen: Bhavin Rabari, Richa Meena, Bhavesh Shrimali, Dipen Raval und weitere. Diese DVD-Version von „Das Licht, aus dem die Träume sind“ erscheint aus dem Studio good!movies sowie Neue Visionen Medien im Vertrieb von EuroVideo Medien.

Inhalt
Der große Saal, die rauschenden Farben, das Rattern des Filmprojektors – die erste Kinoerfahrung ist eine ganz besondere. Auch die Welt von Samay, der mit seiner Familie in einem kleinen Dorf in Indien lebt, wird auf den Kopf gestellt, als er von seinem Vater zum ersten Mal in das örtliche Kino mitgenommen wird. Danach ist er sich sicher: Er möchte Filme machen! Ein glücklicher Zufall lässt ihn auf den Filmvorführer Fazal treffen, der von den Kochkünsten von Samays Mutter begeistert ist und ihn im Austausch gegen den Inhalt seiner Lunchbox kostenlos Filme schauen lässt.

Kurzerhand beginnt Samay, die Schule zu schwänzen und seine Tage lieber im Projektionsraum des Kinos zu verbringen. Hier taucht er Tag für Tag in fantastische Welten ein. Doch die Idylle droht ein jähes Ende zu finden: Die Ära des Zelluloids neigt sich ihrem Ende zu und dem örtlichen Kino droht die Schließung. Samays Vater ist außerdem nicht begeistert von den Plänen seines Sohnes, Licht einzufangen und Bilder in Bewegung zu setzen. Um seinen Traum zu verwirklichen, muss Samay die Rettung des Kinos selbst in die Hand nehmen – denn seine Geschichte besteht darauf, erzählt zu werden.
(Quelle: EuroVideo Medien)

[Kommentar]
Ein Film über die Faszination der bewegten Bilder, des Kinos, der großen Leinwand. Was für das Theater die Bühne darstellt, ist doch das Kino für den Film. Kino und Film verkörpern das Erzählen von Geschichten, und das überwindet sogar kulturelle Barrieren. Feinfühlig, vermutlich auch persönlich und mit tollen Bildern, auch im übertragenen Sinne, stellt dieses Stück gleichermaßen einen unterhaltsamen Film, sowie eine Hommage an das Kino als unterhaltende Kunstform und Teil unserer Pop-Kultur. Mit vielen Facetten und einem durchdachten Drehbuch sowie den talentierten Menschen vor der Kamera gelingt Pan Nalin ein anspruchsvolles Werk, das Aufmerksamkeit und Beachtung verdient.

[Technik]
Der anamorph codierte und auf die DVD gebannte Bild-Transfer erfreut sich seiner Wiedergabe im Format 2.35:1. Seine Werte sind allesamt solide, mindestens ausreichend bis gut. „Das Licht, aus dem die Träume sind“ versteht es mit Licht und Schatten umzugehen, so das auch eine schwierige Ausleuchtung gut dasteht. Anzahl der Bilddetails sowie die Konturenzeichnung an und für sich gesehen hätten etwas höher in der Güte ausfallen können, allerdings sind eben die Potenziale einer DVD auch aus heutiger Sicht beschränkt. Kontrast und Farbe hat das Bild die gesamte Laufzeit hinweg. Artefakte oder Störungen sind nicht auffällig oder beeinträchtigen den Sehgenuss.

Erwartungsgemäß kommt diese DVD mit einem Mehrkanalton-Format mittels Dolby Digital 5.1-Sound, wahlweise mittels deutschsprachiger Synchronfassung oder aber der Originalsprache, die da wäre Gujarati (eine eigene Sprache in Distrikt Gujarat innerhalb Indiens). Untertitel hingegen sind ausschließlich in deutschen Lettern auf der DVD abgefasst. „Das Licht, aus dem die Träume sind“ bietet keinen bahnbrechenden Mehrkanalton mit weitem und breitem Spektrum und Surround-Eskapaden, sondern eher ein bodenständiges Programm, das auf die nötigen Dinge acht gibt und zudem mit einer sauberen Verständlichkeit punktet.

[Fazit]
„Das Licht, aus dem die Träume sind“ ist einer dieser kleineren Film-Juwelen. Warum klein? Weil das Marketing einer solchen Produktion aus dem Ausland natürlich nicht derart hier ankommt, wie es gegebenenfalls gedacht war. Wenn überhaupt etwas ankommt. Der Titel mit seiner Laufzeit von rund 107 Minuten erhielt die Altersfreigabe von ab 12 Jahren. Erscheinungstermin war der 3. November 2022 zu einem Preis von rund 13,- Euro für diese DVD-Fassung. Jene enthält als mir bisher einzig bekanntes Extra einen Trailer.

Andre Schnack, 15.11.2022

Film/Inhalt:★★★★☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★☆☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★★☆☆ 

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