Der Hobbit – Smaugs Einöde (Extended Edition)

Adventure/Family
Adventure/Family

[Einleitung]
Mit dem zweiten Film zur dreiteiligen Reihe „Der Hobbit“ geht die Reise weiter. Der Anfang, zeitlich vor dem Herr der Ringe-Zyklus, ist nicht weniger spannend und zeigt uns, wie die Geschehnisse ihren Lauf in Mittelerde beginnen und welche Rolle der Halbling und Hobbit Bilbo Beutlin darin einnimmt. „Der Hobbit – Smaugs Einöde“ erscheint hier in der Extended Edition von Regisseur und Drehbuchautor Peter Jackson aus 2013. Die US-amerikanische und Neuseeländische Filmproduktion erfreute sich hoher Beliebtheit im Kino und hielt natürlich auch Einzug in die heimischen vier Wände, und zwar von Warner Home Video auf High Definition Blu-ray Disc. Ich sah mir die Abenteuer jener an, die mit tatsächlichen Namen heissen: Manu Bennett, Richard Armitage, Cate Blanchett, Luke Evans, Martin Freeman und weitere.

[Inhalt]
„Der Hobbit“ ist jene Geschichte, die eben vor „Der Herr der Ringe“ stattfindet oder aber stattfand. Wir erleben das, was Herr Bilbo Beutlin trieb, bevor er sich mit den Gefährten aufmachte, um das Schicksal Mittelerdes zu einem guten zu wenden. „Der Hobbit – Smaugs Einöde“ macht dort weiter, wo zuvor „Eine unerwartete Reise“ endete. Es geht nun darum, dass die Handlungsreisenden um Bilbo Beutlin und Zauberer Gandalph der Graue durch einen gefährlichen Wald bis hin zum Einsamen Berg gelangen – alles unter Zeitdruck und die Orks und andere Risiken im Nacken. Das Ziel muss sein, dass das Königreich der Zwerge zurückgeholt wird. Wäre da doch nur nicht der ruhende und ausgesprochen tödliche Drache Smaug inmitten der Mauern der alten Zwergenstadt. Und dann ist da noch dieser Ring, dieser eine Ring…

[Kommentar]
„Der Hobbit – Smaugs Einöde“ bietet in der Extended Edition 25 Minuten mehr Laufzeit als in der Kinoversion. Das ist weder sinnloser Inhalt, noch verschenkte Zeit. „Der Hobbit“ gewinnt auch in diesem Stück wieder an Stimmung und Intensität durch die zusätzlichen Minuten, die sich nahtlos in den Film verwoben zeigen und zu keinem Zeitpunkt als solche zu erkennen sind. Der Fokus dieses Stücks liegt eindeutig auf der beschwerlichen Reise zum Einsamen Berg, in dem Smaug ruht und sich im Gold und Glanz der vergangenen Zwergenstadt sielt. Der Trupp besteht überwiegend aus dem Zauberer, dem Hobbit und einem knappen Dutzend Zwerge. Ihnen begegnen weitere fabelhafte Wesen und ihre Gegenüber sind nach wie vor die boshaften Orks rund um Azog.

Auch in „Smaugs Einöde“ wird weiterhin deutlich, dass sich etwas Großes anzubahnen scheint und das die Gefahr wächst. Unabhängig davon gibt es den Hauptteil der Geschichte: die Zwerge versuchen ihre Heimat zurück zu gewinnen. Doch hierzu muss etwas mit Smaug geschehen. Und zu allem Überfluss ist der Ring, der eine Ring, zwar oftmals hilfreich, doch scheint der Einfluss auf seinen Träger zu wachsen. Mithin gibt es ausreichend Stoff für Spannung, dichte Atmosphäre und tolle Filmaufnahmen. Handwerklich gibt es keinen nennenswerten Unterschied zum bisherigen Filmgenuss des ersten Teils. Die vielen computergenerierten Bilder stehen dem Gesamtwerk gut und fallen nicht negativ ins Auge. Erzählerisch sowie technisch ist alles sehr gelungen.

[Technik]
„Der Hobbit“ gehört mit Sicherheit zu den besseren Film-Produktionen. Mit umfangreichem finanziellen Budget gesegnet und dadurch bedingt mit hochwertigen, qualitativen Mitteln produziert besteht natürlich eine sehr gute Basis, um auf diesem Gebiet zu punkten. Der furchteinflössende Drache Smaug, der gefährliche Wald oder aber auch viele kleine Details, alles wirkt detailliert, ruhig ausgespielt und mit einem unnachahmlichen Charme ausgestattet. Alle aktuellen Farben der jeweiligen Filmsituationen sind aufeinander abgestimmt. Die Wirkung dieser Umgebung hat positiven Einfluss auf die Atmosphäre und Spannung. Kontrast und Farben sind intensiv, die Kantenschärfe und die Konturen sind klar und sauber. Störungen oder andere Beeinträchtigungen treten nicht auf. Auch die Kompression arbeitet unauffällig und sauber.

Richtig wichtig ist hier auch die musikalische Begleitung und der Surround-Sound des Films. Immerhin handelt es sich um ein groß angelegtes Märchen, das mit teils epischen Landschaftsaufnahmen aufwartet. Dazu sollte dann natürlich auch eine gewisse musikalische Begleitung bestehen. Ein opulenter Music-Score ist da sehr hilfreich, wenn nicht sogar notwendig. Hier wird der geboten. Mit viel Stimmung kommt auch der restliche Ton daher. Und so gesellt sich zu einem 1080p-Bild im Format 2.40:1 mehrkanaliger Surround-Sound im DTS-HD Master Audio-Gewand mit 7.1-Kanälen in den Sprachen Deutsch und Englisch. Spanisch Dolby Digital 5.1 ist ebenfalls noch vorhanden, sowie zahlreiche Untertitelsprachen.

[Fazit]
Mit dem zweiten Teil der Reihe geht die Geschichte spannend weiter. Die Auseinandersetzung mit dem Drachen Smaug am Ende dieses Films ist fantastisch umgesetzt, die Figuren, der Erzählstil und die Technik – auch dieser Film gehört handwerklich betrachtet zum großen Kino. Mit einer Laufzeit von rund 186 Minuten gehört der Film zu den längeren Ausprägungen seiner Art. Die Laufzeit ist hier jede Minute ein voller Genuss. Und wir erhalten in der Extended Edition sogar 25 Minuten (!) mehr. Mehr tolle Sequenzen voller Stimmung und Spannung. „Smaugs Einöde“ bietet ebenfalls drei Blu-ray Discs, eine mit dem Hauptfilm, zwei weitere mit Extras:

  • Audiokommentar mit Regisseur, Autor und Produzent Peter Jackson und Autorin und Co-Produzentin Philippa Boyens
  • Neuseeland – Heimat von Mittelerde Teil 2
  • Dokumentations Disc „Die Anhänge, Teil 9“
  • Dokumentations Disc „Die Anhänge, Teil 10“

Recht symmetrisch sozusagen ist auch das Bonusmaterial hier aufgebaut. Eben wie im ersten Hobbit-Film und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch beim dritten Titel der Reihe. Die Altersfreigabe liegt bei ab 12 Jahren, was angesichts abgeschlagener Köpfe hin und wieder obskur erscheinen mag. Aber welche Märchen sind schon wirklich kindertauglich? Genau, keine. Eigentlich muss hier abschließend nicht viel gesagt und geschrieben werden. Ein toller Film, großartig inszeniert, spannend erzählt und mitreissend. Die hier getestete Version aus der Trilogie Extended Edition erschien Ende November 2015.

Andre Schnack, 25.05.2016

Film/Inhalt:★★★★☆☆ 
Bild:★★★★★☆ 
Ton:★★★★★☆ 
Extras/Ausstattung:★★★★★☆ 
Preis-Leistung★★★★★☆ 

Hat der Review gefallen?

(Sehr schlecht, Schlecht, Mittel, Gut, Sehr gut)

Durchschnittsbewertung: 5 / 5. Anzahl Wertungen: 1

Keine Bewertung bislang, sei der erste!

Auch interessant ...