Desperado

Action/Romance/Thriller/Western
Action/Romance/Thriller/Western

[Einleitung]
Als Robert Rodriguez’s „El Mariachi“ hollywoodreif war, drehte er 1995 sein Action-Feuerwerk „Desperado“ mit Antonio Banderas (Mask of Zorro) und Salma Hayek (The Faculty) in den Hauptrollen. In den Nebenrollen sehen wir viele bekannte Gesichter, auch Quentin Tarantino und Steve Buscemi sind wieder einmal mit von der Partie.

[Inhalt]
Er ist ein leidenschaftlicher Gitarrenspieler, er ist ein Mariachi (Banderas)! Irgendwann einmal gelangten er und seine Freundin zwischen die zwei Fronten rivalisierender Banden. Die Männer eines gewissen Butcho beendeten sein friedliches und normales Leben schlagartig. Diese Handlanger des Drogenkönigs töteten seine Liebe und schossen seine Hand kaputt, soviel zum Gitarrenspielen. Aber hatte er doch auch andere Pläne für seine Zukunft – er will Rache, er will sie schnell, erbarmungslos und tödlich. Mit der Hilfe seines einzige Freundes (Buscemi) macht er sich auf die Suche nach Butcho. In einem kleinen, verschlafenen, mexikanischen Dorf scheinen einige Schergen Butcho’s ihr Unwesen zu treiben. Der Gitarrenspieler sucht sie auf, er öffnet seinen Gitarrenkoffer und spielt ihnen das Lied vom Tod, denn im Koffer sind Waffen und für ein Musikinstrument ist schon lange kein Platz mehr vorhanden.

Jedem der sich ihn in den Weg stellt hat ein Problem, ein großes Problem mit langen Haaren, dunkler Haut und einer riesigen Wut im Bauch. Er rechnet ab – mit jedem. Seine Waffen sind Verlängerungen seiner Hände und die Verkörperung seines Willens. Meist enden solche Treffen tödlich… . Als dann auch noch sein einziger Freund ermordet wird und sich die Tatsache offenbart, daß Butcho ganz in der Nähe sein muß, nähert sich der entscheidende Kampf. Doch leider wurde er bei der letzten Schießerei, die einmal wieder mit einem Blutbad endete, schwer verwundet. Er traf dabei auf Carolina (Hayek), der Besitzerin des örtlichen Buchladens. Sie hilft ihm medizinisch wieder auf die Beine. Schon bald verbindet die beiden mehr als nur der Gedanke Butcho das Handwerk zu legen – sie verlieben sich in einander. … kommt dahinter, daß sich alles im verstaubten Kaff um eines dreht, um Rauschgift. Die Spur zu seinem Erzfeind wird deutlicher, doch dann, als er auf ihn trifft kommt erst die ganze Wahrheit ans Licht….

[Kommentar]
Im groben ist der Film nur ein Hollywood-Remake von „El Mariachi“, doch besonders die Wahl der Darsteller vergibt diesem Streifen Kultstatus. Kaum jemand besseres als Antonia Banderas hätte die Rolle des Mexikaners verkörpern können. An seiner Seite die bildschöne Salma Hayek – das ist genau das Paar des Films. Zwar ist die Handlung fernab jeglicher Realität, so macht es trotzdem einen ungemeinen Spaß den bösen, rachsüchtigen Gitarrenspieler zuzusehen. Natürlich muß der Zuschauer schon einen gewissen schwarzen, oder besser tiefschwarzen Humor mitbringen. Aber alles was der Held des Films macht und vor allem wie er es macht hat einfach Stil und Klasse. Ohne Frage, der Desperado ist einfach cool. Robert Rodriguez leistete gute Arbeit als Regisseur. Seine Slow-Motion Schießereien und Nahaufnahmen begeistern jeden Actionfan. Zu der kurzweiligen Handlung gesellt sich ein gewisses Westernambiente mit etwas Komik – einfach köstlich anzusehen.

[Technik]
Viel ist bei der Technik nicht zu berichten, als Fazit kann vorweg genommen werden: Bild und Ton stimmen einfach! Der Rachefeldzug des erbarmungslosen Südländers wird in gestochen scharfen Bildern präsentiert. Das ganze Geschehen nimmt in anamophischen 1.85:1 seinen Lauf. Der 103 minütige Film befindet sich auf einer einseitigen Single-Layer-Disc und weist ansonsten keine Fehler oder Mängel im Bilde auf.

Richtig gut gelang der Soundtrack: zum einen die tolle westernähnlichen Gitarrenstücke und zum anderen die hektischen, wilden Schießereien. Nicht selten werden die Surroundlautsprecher Quelle schöner, räumlicher Effekte. Die Stimmen erklingen dabei klar aus dem Centerspeaker. Neben der englischen Dolby Digital 5.1-Version befinden sich noch englische, französische und spanische Dolby Digital 2.0-Spuren auf der Scheibe, wahlweise mit spanischen oder koreanischen Untertiteln.

[Fazit]
Alles andere als delikat ist die Ausstattung der DVD. Nicht einmal ein nettes Menü mit Standbildern befindet sich auf der Scheibe, häßliche Balken mit einfacher Schrift verschönern das Navigieren nicht gerade. „Desperado“ ist eine DVD erster Stunde, und das merkt man! Kann sie auf dem technischen Sektor noch überzeugen, so bricht das gute Bild der Disc bei der schlechten Menügestaltung und dem mangelnden Umfang mit Getöse zusammen – schade. Als DVD Umsetzung versagte man hier zwar, doch ansonsten sei der Film definitiv empfohlen, der schießwütige Mexikaner gehört in jede gut sortierte Filmsammlung. Mittlerweile ist „Desperado“ zusammen mit „El Mariachi“ als Double-Feature erhältlich. Dort befindet sich dann auch einiges an Bonusmaterial auf der Scheibe, hier hingegen ist komplett Essig mit Zusatzstoff. Und in Anbetracht eines recht hohen Preises von knappen 65,- DM (30$ Listenpreis) ist die Kaufentscheidung nicht schnell gefällt.

Andre Schnack, 23.02.2001

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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