Kriegsschiffe – Tod auf See

Dokumentation/Serie
Dokumentation/Serie

[Einleitung]
„Kriegsschiffe – Tod auf See“ ist eine Dokumentations-Serie, produziert für das Fernsehprogramm in Europa. Maßgeblich offenbar durch französische Gelder und in Deutschland beteiligt durch die privat öffentlichen Sendeanstalten. Neben Netflix bietet hierzulande auch das Streaming-Angebot von ZDFinfo die vierteilige Doku-Reihe, welche 2021-2022 entstand, zum Konsum an. Ich warf einen genaueren Blick auf diese Veröffentlichung, die sich zum Ziel nahm, genauer über Kriegsschiffe im Verlaufe der letzten Jahrhunderte zu werfen.

Inhalt
Die Geschichte des modernen Seekrieges – Kriegsschiffe sind seit jeher die teuersten aller Waffenarten. Sie zu bauen, verheißt Prestige und Macht, aber auch ein Risiko. Internationale Expert*innen der Marine-Welt berichten.
(Quelle: ZDF)

Ein Blick auf die Kriegsschiffe durch die Geschichte. Die Schlachtschiffe, Flugzeugträger, Kreuzer, Zerstörer, Fregatten, Korvetten, U-Boote und amphibischen Angriffsschiffe der modernen Kriegsführung.
(Quelle: IMDb)

[Kommentar]
Alle vier Episoden nehmen sich jeweils einen Schwerpunkt vor, den sie entsprechend behandeln innerhalb der Geschichte der Kriegsschiffe. Dabei wird begonnen in der Zeit, zu der die ersten alternativ betriebenen Produkte der Kriegsindustrie zu Wasser gelassen wurden – also ohne Segel. Selbstverständlich liegt bei einer solchen Doku-Serie der Fokus auf den gezeigten Archiv-Bildern in Kombination mit vielerlei Informationen über eine Stimme aus dem Off, sowie Interview-Ausschnitten von Zeitzeugen und Historikern.

Zahlreiche Aufnahmen aus Archiven schmücken hier das Wiedergabegerät. Darunter befinden sich jedoch schematische Darstellungen, Blaupausen von Schiffen und bebilderte Erklärungen von Waffensystemen. „Kriegsschiffe – Tod auf See“ widmet sich voller Motivation seinem Thema und überzeugt dabei mit kurzweiliger Wissensvermittlung sowie einer angenehm ausgestalteten visuellen Darbietung. Alles in allem eine Dokumentation, die nicht sonderlich unter der Sensationsgier leidet und dabei gute Informationen vermittelt.

[Technik]
Insbesondere solche Produktionen hängen technisch sehr von dem ab, was aus den Archiven herausgeragt und aufbereitet werden konnte und auch davon, was mittlerweile nicht mehr als ‚geheim‘ eingestuft wurde. „Kriegsschiffe – Tod auf See“ besticht mit einer Vielzahl von Aufnahmen, die vom ersten Weltkrieg bis hin zu Aufnahmen nach der Jahrtausendwende reichen. Qualitativ ist das natürlich anders zu bewerten als jede Kinoproduktion und der Faktor Zeit und Aufnahme-Equipment trägt hier eine andere Rolle. Immer wieder wird durch die Interview-Ausschnitte, die sehr frisch und jung sind jedoch klar, dass auch eine hochwertige HD-Wiedergabe möglich ist.

Tontechnisch gibt es neben komplett tonlosen Aufnahmen auch eine Vielzahl an Sequenzen, die mit einem adäquaten Sound aufwarten können. Natürlich ist vor allem die Sprachausgabe aus dem Off der tragende Effekt, nicht nur technisch qualitativ, sondern auch in Sachen der Wissensvermittlung, die begleitend zu den Aufnahmen stattfindet. Vom Hocker haut das Angebot hier niemanden, jedoch gibt es auf der anderen Seite auch keinen großen Anlass sich zu beklagen. Ton gibt es in Deutsch, Französisch sowie Englisch (Netflix) zu vernehmen; ebenfalls können zahlreiche Untertitelspuren hinzu geschaltet werden.

[Fazit]
Inhaltlich zwar identisch, auch von der Laufzeit eben, jedoch in der Titulierung der Epsioden etwas unterschiedlich zwischen Netflix und dem ZDFinfo Angebot. Das waren jedoch dann auch bereits die einzigen Unterschiede. „Kriegsschiffe – Tod auf See“ bietet viermal rund 45 Minuten Laufzeit, freigegeben ab einer Altersstufe von 12 Jahren und in High Definition zu streamen. Wer grundärztliches Interesse an solchen Themen hegt, der wird hier gut mit Informationen versorgt, die unterhaltsam und spannend genug für eine Doku-Serie aufbereitet worden sind.

Andre Schnack, 13.09.2022

Film/Inhalt:★★★★☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★☆☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★☆☆☆ 

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