On The Beat

Music/Drama
Music/Drama

[Einleitung]
Am 29. Juni erscheint hierzulande unter dem Titel „On The Beat“ ein Tanz-Film, bzw. Drama auf High Definition Blu-ray Disc, welches im Original den Titel „Sur Le Rythme“ trägt. Unter der Regie von Charles-Olivier Michaud entstand der Film 2011 als kanadische Filmproduktion mit Mylène St-Sauveur, Nico Archambault und France Castel in den führenden Rollen. Das Drehbuch zu „On The Beat“ schrieb Caroline Héroux. Wir konnten uns die Heimkino Fassung in HD auf Blu-ray Disc aus dem Angebot von capelight pictures genauer anschauen und berichten.

[Inhalt]
Delphines größte Leidenschaft ist das Tanzen. Ihre Eltern unterstützen ihre Ambitionen Tänzerin zu werden jedoch nicht und bestehen darauf, dass sie einen Abschluss in Medizin macht. Nur ihre Großmutter gibt ihr Halt und ermutigt Delphine, ihren Traum zu leben. Während einer Probe trifft sie den charmanten und talentierten Tänzer Marc und die beiden entschließen sich als Paar an
einem wichtigen Vortanzen teilzunehmen. Als Delphines Großmutter plötzlich stirbt und ihr Verhältnis zu ihren Eltern immer kritischer wird, ist es Marc, der sie auffängt und die beiden kommen sich nicht nur beim Tanzen näher…
(Quelle: capelight pictures)

[Kommentar]
Es ist oftmals so, dass ein gesetzter Fokus dafür sorgt, dass die Themen drumherum nicht mehr gebührend beachtet werden. In den sogenannten Tanzfilmen kann das dann dazu führen, dass schöne Tänze die Mattscheibe schmücken, jedoch andere Inhalte zu kurz kommen. Läuft auch „On The Beat“ in genau diese Falle? Es gibt Beispiele, bei denen dies gut funktioniert hat. Hier sei „Save The Last Dance“ genannt. Dort kommt eher das Tanzen zu kurz und die Romanze steht im Vordergrund. „On The Beat“ meint es ernst mit dem Tanzen. Die Choreografie, die eingesetzten Tänzer an sich und der Bezug zur recht dünnen Geschichte sorgen für Gefallen beim Publikum.

Die vorgenannte Fragen können wir also zu einem großen Teil mit „nein“ beantworten. Allerdings zeigt der Titel auch Schwächen. Den Tanzakten mit ihrer Choreografie und Musik stehen Mangel in der Erzählweise gegenüber. Auch sind die Tänzer gut und ihr Einsatz auch richtig, allerdings sind sie eben keine allzu guten Darsteller. Das schlägt sich dann in Zügen auch auf die Erzählung nieder und sorgt für Schwächen in der Glaubwürdigkeit. Wem es jedoch vielmehr auf die Tanzszenen und eine etwas klischeebehaftete Romanze ankommt, der wird diese Makel gut verschmerzen können.

[Technik]
Wir erhalten einen 2.35:1-Transfer angeboten, und zwar in vollumfänglichen 1080p-Bildern, 24 Stück davon pro Sekunde. Hier geht es oft recht zackig vor der Kamera daher. So kommt es mitunter darauf an, flüssig und saubere Übergänge zwischen rasanten Schnitten oder aber schnelle, dynamische Bewegungsabläufen abzubilden. Und das versteht diese High Definition Darbietung ganz gut. Egal, ob es eher Slow-Motion artige Szenen oder ganz schnell hintereinander wechselnde Schnitte sind, die Qualität bewegt sich stets in einem guten Bereich. Nur selten ruckelt mal etwas oder die Kantenschärfe wird den hohen Anforderungen nicht ganz genüge. Ansonsten ist hier viele sehr stimmig und trägt zu einer guten Note bei.

capelight pictures eröffnet uns einen Tanzfilm mit einem fetzigen und gut abgemischten Mehrkanaltonformat, der seines Namens würdig zu sein scheint. Da spielen die reinen Nennwerte allerdings eher eine untergeordnete Rolle. Theoretisch gibt es hier einmal den deutschen Ton in DTS-HD Master Audio 5.1 und den französischen Originalton in DTS 5.1. Optional sind deutsche Untertitel hinzu zu schalten. Immer wenn die Tanz-Sequenzen einsetzen, dann bricht auch der Ton aus sich heraus. Die Lautstärke steigt erheblich, der Bass ist mit seinen Tiefen oft und gut wahrzunehmen. Dennoch sind die Töne und Hintergrundgeräusche klar und die Sprache deutlich.

[Fazit]
Wer Titel wie „Save The Last Dance“ oder vielleicht auch die „Step Up“-Filme schätzt, der wird auch gut mit „On The Beat“ klarkommen und Gefallen an dem Titel finden. Großer und zu beachtender Unterschied zu Filmen wie „Fame“ liegt darin, dass hier auf rund 93 Minuten auch eine Story gesponnen wird und kein Bühnenstück adaptiert oder auf die Leinwand gebracht wurde. „On The Beat“ weist ein angenehm gestaltetes Menü auf, die Navigation ist denkbar simpel und ermöglicht den Zugriff auf die folgenden Extras:

– Making Of
– Musikvideo: One more chance
– Kinotrailer
– Teaser

Nicht berauschend, dennoch besser als so manch eine andere Erscheinung, die auch heute noch gar kein zusätzliches Material aufweist. Die Altersfreigabe liegt bei ab 6 Jahren laut FSK. Diese High Definition Blu-ray Disc bietet 25 Gigabyte Datenkapazität (BD 25). Erscheinungstermin ist der 29. Juni 2012 und die Disc wird mit rund 13,- Euro zu Buche schlagen. Die Rental-Version ist seit dem 20. Juni erhältlich im Verleih. Wer‘s Tanzen mag, der sollte einen Blick riskieren.

Andre Schnack, 02.07.2012

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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