Titanic – Die komplette Miniserie (Fernsehjuwelen)

Action/Crime/Drama/History
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[Einleitung]
„Titanic – Die komplette Miniserie“ erschien 1996 als TV-Produktion. Mit US-amerikanischen sowie kanadischen Geldern produziert (geschätzt rund 13 Mio. US $), ist die Produktion mit Catherine Zeta-Jones, George C. Scott, Peter Gallagher, Eva Marie Saint und Tim Curry sowie weiteren in den relevanten Figuren ausgestattet. In dem Regie-Stuhl nahm Robert Lieberman Platz, der nach einem Drehbuch von Ross LaManna und Joyce Eliason arbeitete. Wir konnten uns diese 2-DVDs umfassende Mini-Serie mit rund drei Stunden Laufzeit genauer anschauen und betrachteten technische Abbildung sowie schlichtweg den Inhalt. Das Set erscheint im Vertrieb von AL!VE AG.

[Inhalt]
Die Titanic, das größte Passagierschiff seiner Zeit, bricht 1912 zu ihrer Jungfernfahrt von Southhampton nach New York auf. Passagiere aus allen Gesellschaftsschichten sind an Bord. Bruce Ismay, der ehrgeizige Direktor der Reederei, setzt die Mannschaft unter Druck. Er will unbedingt in Rekordzeit über den Atlantik – auch gegen die Bedenken von Captain Smith. So kommt es in der Nacht des 14. April zu einer verhängnisvollen Kollision mit einem Eisberg…
(Quelle: AL!VE AG)

[Kommentar]
Schnell sind die Analogien zu einem der erfolgreichsten Filme aller Zeiten gezogen: James Cameron‘s „Titanic“, nur wenige Jahre später extrem erfolgreich in die Kinos gekommen. Dieser Vergleich hinkt gewaltig, auch ist der Ansatz der gesamten Produktion ein anderer. Im Ergebnis allerdings natürlich mit einem sehr vergleichbaren Rahmen, was die Geschichte betrifft. Hier sind 3 Stunden ausreichend für die Titulierung „Serie“, ist doch Cameron‘s „Titanic“ 186 Minuten lang, mithin 3 Stunden und 6 Minuten. Bitte sehr. Ebenfalls treffen wir hier auf mehr oder weniger elegante Gestalten. Der Aufbau und Verlauf der Inszenierung fürs TV-Programm ist gelungen und erweist sich als gut. Allerdings eben insgesamt weniger spannend, technisch minder und weit ab von der Romantik, welche der große Hollywood-Kollege aufbringen konnte.

[Technik]
Der 4:3-Vollbild-Transfer kann nicht sonderlich für sich sprechen. Wie schade, ist doch das Herstellungsjahr mit 1996 noch gar nicht so lange her. Die Mini-Serie ist zwar hauptsächlich für den TV-Konsum angelegt und weist sich deshalb im Vollbild-Format aus. Allerdings sind die Leistungen des Bild-Transfers nicht die besten, was viel schwerwiegender ist. So rauscht es oftmals und hin und wieder gesellt sich eine mächtige Unschärfe hinzu. Das Ergebnis ist dann nicht mehr zeitgemäß und enttäuscht, so dass sich das Gesamtbild auf einem Niveau im Mittelfeld einsortiert. Die Kompression geriet ausreichend sauber.

Akustisch geschieht hier alles mittels zweier Dolby Digital 2.0-Tonspuren, einer deutschsprachigen sowie einer im englischen Originalton. „Titanic“ gefällt zwar musikalisch ganz gut, vermag in allen anderen Segmenten des Tons jedoch nicht sonderlich zu überzeugen. Zu flach, zu wenig ausgeprägt im Spektrum zwischen Höhen und Tiefen und zu gering in der akustischen Finesse. Hier gibt es eher einfachen Standard, der nur selten und wenn dann zu wenig hochwertig aus sich ausbricht. Kein großer Verlust, jedoch schade und einfach zu unreif für das Thema. Untertitel gibt es nicht.

[Fazit]
Das Menü, einfach. Die Navigation folglich ebenfalls. Optisch sehr zurückhaltend, wenn nicht sogar unzureichend, präsentiert sich das Menü mit starren Bildern. Darüber kann man hinweg sehen. Neben den beiden Slim Amaray Cases in der Pappummantelung gibt es noch einige Trailer als Bonusmaterial mit an Bord. Alles in allem handelt es sich um ein durchschnittliches Produkt. Die technische Darbietung hätte besser ausfällen können, inhaltlich vermag die Mini-Serie durchaus zu unterhalten, sollte den Vergleich zu James Cameron‘s „Titanic“ jedoch scheuen. Die Altersfreigabe liegt bei ab 12 Jahren, Erscheinungstermin war der 11. Mai.

Andre Schnack, 23.05.2012

Film/Inhalt
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Bild
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Ton
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Extras/Ausstattung
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Preis-Leistung
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