Aladin – Tausendundeiner lacht!

Comedy
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[Einleitung]
Regisseur Arthur Benzaquen erschuf 2015 _seine_ Inszenierung von „Aladdin“, wiederum nach einem Drehbuch von Daive Cohen, der natürlich mit seinem Skript _seinen_ „Aladdin“ zum Leben erschaffen wollte. Ich bin gespannt auf die erste echte Aladin-Comedy, die ein wenig den Anschein macht, als würde sie mit einer Art von „Die nackte Kanone“-Humor daher kommen können, was mittlerweile eher aus der Mode gekommen ist. Wie dem auch sei, ich war sehr gespannt auf die französisch-belgische Filmproduktion, die uns hier auf DVD aus dem Angebot von SquareOne Entertainment sowie LEONINE Distribution vorliegt. Der Titel lautet hierzulande „Aladin – Tausendundeiner lacht!“, im Original ist es „Les nouvelles aventures d’Aladin“.

Inhalt
Alle, die glauben, das Märchen von Aladin zu kennen, werden hier ungläubig an ihrer Wunderlampe reiben: Dass der junge Dieb mit Hilfe eines wunscherfüllenden Geistes versuchen muss, den bösartigen Wesir von Bagdad davon abzuhalten, den Sultan zu entmachten und das Herz von Prinzessin Shallia zu erobern, mag sich noch vertraut anhören. Dass dabei jedoch motorisierte fliegende Teppiche, ein Beyoncé-Song und sogar ein Massen-Flashmob zum Einsatz kommen müssen, wird den meisten Zuschauern jedoch neu sein…
(Quelle: LEONINE)

[Kommentar]
Humorvoll ist diese französischsprachige Komödie wirklich, hin und wieder, nicht durchgehen. Französische Komödien sind durchaus sehr exportfähig, siehe „Monsieur Claude und seine Töchter“, um nur eines von vielen zu nennen. „Aladin“ ist seit der Hollywood-Inszenierung von Guy Ritchie aus 2019, besprochen 2020 (hier auf dvdcheck.de), ein Titel, der nicht leicht zu überbieten ist. So etwas strahl aus und wenn man neben einem dermaßen erfolgreichen Disney-Titel bestehen will, muss irgendetwas an dem Stück besonders gut sein.

Hier ist es eher das typische Bild, das wir von manch einer aus deutscher Sicht überhasteten ausländischen Produktion bestätigt bekommen. „Aladin“ ist zuweilen lustig, eigentlich immer feder-leicht, und selten ernst zu nehmen. In der Umschreibung sollten Worte wie Klamauk, klischeebehafteter Leichtsinn, Charme und Witz nicht fehlen. In der Ausprägung hätte ich mir jedoch mehr Witz gewünscht, über den ich auch wirklich lachen kann. Alles in allem solide produziert in Anbetracht der Ausrichtung.

[Technik]
Hier erleben wir handfeste, solide Standard Definition-Kost im anamorphen Breitbild-Gewand 2.39:1. Das 16:9-Geschehen hinterlässt von Beginn an einen ausreichend farbenfrohen, freundlichen und irgendwie auch charmanten Wiedergabe-Style. Die Farben kommen gut zur Geltung, wirken jedoch nie überzeichnet. Bewegungen sind weitgehend sanft und frei von Fehlerbildungen. Die Kompression befindet sich ebenfalls auf einem angenehmen Niveau. Durch die hohe Bildruhe kommt es zu keinen Ablenkungen vom Inhalt.

„Aladin – Tausendundeiner lacht!“ erklingt wahlweise in den Sprachen Deutsch oder aber Französisch aus den Lautsprechen, und zwar in Dolby Digital 5.1. Untertitel sind dabei für Hörgeschädigte abgefasst und könnten hinzugeschaltet werden. „Aladin“ mit einem D ist sich der Potential des Mehrkanalton-Bramboriums nur bedingt gewahr, entsprechend eingeschränkt fällt die Präsentation der Akustik hier auch aus. Aber ohnehin mangelt es dem Material eher an Action als das wir zu viel geliefert bekommen, und das wiederum spielt dann dem Ton in die Karten. Die eher ruhigen, dialogstarken Szenen sind klar und verständlich.

[Fazit]
Wer ein zweites „Mel Brook’s – Helden in Strumpfhosen“ erleben möchte (mit einem herausragenden Cary Elwes), der wird hier nicht bekommen, wonach er sucht. Wer bekömmlich leichten Humor mit großbusigen Frauen, Schurken mit Turban und viel Säbelgerassel und Angriffe aufs Zwerchfell erleben möchte, bitte sehr. Auf rund 102 Minuten findet der spaßige, leichte Unterhaltungstitel „Aladin – Tausendundeiner lacht!“ seinen Lauf; abgelegt ist er auf einer DVD mit einem Making-Of sowie dem deutschen Trailer als Extra-Beigaben. Seit dem 10. September 2021 im Handel erhältlich wendet sich der Titel zu unter 10,- Euro Kaufpreis an sein Publikum ab 12 Jahren.

Andre Schnack, 16.09.2021

Film/Inhalt:★★★☆☆☆ 
Bild:★★★☆☆☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★★☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★☆☆☆ 

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