Boss Level

Action/Mystery/Science-Fiction
Action/Mystery/Science-Fiction

[Einleitung]
„Boss Level“ ist eine US-amerikanische Filmproduktion, die 2021 veröffentlicht wurde. Regie und Drehbuch kommen von Joe Carnahan, der bereits mit „Das A-Team – Der Film“ 2010 recht erfolgreich war. Am Skript arbeiteten neben Carnahan auch Chris Borey und Eddie Borey mit. Vor der Kamera sehen wir in diesem Stück Frank Grillo, Michelle Yeoh, Annabelle Wallis sowie Mel Gibson und Naomi Watts. „Boss Level“ ist ein Action-Film, der mir mittels Standard Definition-DVD zur Ansicht von LEONINE zur Verfügung gestellt wurde. Freudig stieg ich ein in die Zeitschleife und berichte aus der ersten Hand im folgenden.

Inhalt
Das ehemalige Delta Force Mitglied, Roy Pulver, hat ein großes Problem – er hängt in einer Zeitschleife fest: Jeden Tag wird er auf eine andere Art und Weise von Attentätern ermordet. Manchmal wird er erschossen, in die Luft gesprengt, geköpft oder erstochen und dann beginnt derselbe Tag wieder von vorne. Als Roy Hinweise auf ein geheimes Regierungsprojekt entdeckt, das seinen Tod aufklären könnte, beginnt ein Rennen gegen die Zeit, bei dem er nicht nur den Kopf des Geheimprogramms, den mächtigen Colonel Ventor, finden und den Killern auf seinen Fersen entkommen, sondern auch seine Familie retten muss, damit es ein Morgen für ihn geben kann…
(Quelle: LEONINE)

[Kommentar]
„Und täglich grüßt das Murmeltier“ meets „Rambo“. Einer der Gedanken, die ich bei der Ansicht des Trailers im Kopf hatte. Und dann kam der gesamte Film und es wurde sogar noch besser. Hin und wieder frage ich mich, was wohl Roger Ebert zu und über diesen einen oder anderen Film gesagt und geschrieben hätte. Leider verstarb der Film-Kritiker, der für seine Arbeiten mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet wurde, 2013 – seine Website ist nach wie vor aktiv und veröffentlicht interessante Reviews anderer Autoren. Zurück zu „Boss Level“, denn darum geht es ja hier schließlich.

Trotz des anfänglichen Gedankens, dass wir hier vielleicht nichts Neues vor die Augen bekommen, wirkte der Film erstaunlich frisch auf mich. Gleich mehrere Besonderheiten zeichnen dieses oftmals als B-Movie inszenierte Stück (positiv) aus. Da wäre der Fakt, dass Frank Grillo (als Roy Pulver) den Film praktisch alleine trägt. In praktisch jeder Szene taucht er auf und besitzt die höchste Bildschirmpräsenz. Lange Zeit danach reihen sich seine Ex-Frau Jemma (gespielt von Naomi Watts) und Fiesling Colonel Ventor (Mel Gibson) ein. Gute Arbeit leisten sie in ihren recht einfach gehaltenen Figuren allesamt.

Doch was ist hier los? Unsere Hauptfigur ist gefangen in einer Art Zeitschleife. Dieser Loop, wie ihn Roy selbst bezeichnet, endet stets mit seinem Tod. Zwar hat er sich vom Ableben am frühen Morgen bis zur Mittagszeit mittlerweile durchgekämpft, doch endet sein Leben stets in diesem einen miesen Diner auf eine blutige Art und Weise. Egal was er auch tut. Dieses Gefühl, also Eintönigkeit und den Umstand jeden Tag zu betrachten, als wäre es exakt wie am Vortag, könnte als eine Art Analogie gemeint sein, schließlich ist sich Roy seines Loop’s bewusst. Oder?

„Boss Level“ ist prächtige Action, solide bis gut inszeniert aus technischer Sicht und darstellerisch genau mit der richtigen Mixtur aus Humor und gewisser Ernsthaftigkeit ausgestattet. Erzählerisch ebenfalls sehr kurzweilig und mitunter auch überraschend und alles in allem sehr unterhaltsam. Mir gefiel die Idee und bei der Umsetzung ließ man sich keinesfalls lumpen und inszenierte den Film eben genau so, wie ein klassisches Computerspiel mit all den damit verbundenen Gefühlen sich eben „spielt“ und anschauen lässt. Lustig.

[Technik]
„Boss Level“ ist eine jener Filme, bei denen man entsprechend eher zur High Definition-Version greifen sollte, da eine Menge technische Finessen auf dem Bildschirm ablaufen. Hin und wieder kann es sein, dass weniger Qualität in mehr Homogenität auf dem Bildschirm mündet. Wenngleich dies keine positive Äußerung ist, schließlich vermengen sich mindere Bildqualität besser mit weniger gut gemachten visuellen Effekten. Hier fallen hin und wieder CGIs als solche auf, allerdings zu keinem Zeitpunkt im stöhnenden Maße. Zu sehr lenkst der gelungene Inhalt davon ab. Kontrast, Kantenschärfe und Detailzeichnung sind einer Standard Definition DVD würdig. Die Kompression verläuft sauber und unauffällig.

Neben dem 2.40:1-Transfer mit anamorpher Abtretung erleben wir einen Mehrkanalton im Dolby Digital 5.1-Gewand, wahlweise zu vernehmen in den Sprachen Deutsch und Englisch. „Boss Level“ weist einen ausreichend fein ausdifferenzierten Ton auf. Die digitalen Telespiel-Geräusche, die Musik, Sprache und nicht zuletzt die oftmals dynamischen Surround-Effekte erwecken das Spiel, nein, den Film und seine absurde, lustige Geschichte zum Leben. Richtig ausbrechen kann der Ton nicht, doch vielleicht sind wir auch mittlerweile ein wenig HD-verwöhnt. Untertitel: Deutsch.

[Fazit]
„Boss Level“ ist eine Standard Definition-Technologie Veröffentlichung. Was für ein Wort. Auf rund 96 Minuten entführt uns der Action-Titel in eine lustige Ansicht auf die Welt, in eine Endlosschleife, wie wir sie mitunter in abgewandelter Form aus „Und täglich grüsst das Murmeltier“ bereits kennen. Nur hier eben in einer Art Action-Movie Manier mit Tempo, skurrilen Ideen und Figuren, die zwar einfach und doch sehr plastisch sind. Als einziges Extra ist ein Making Of zu bemerken. Die Altersfreigabe liegt bei ab 16 Jahren und wir können den Streifen seit dem 23. April im Handel erstehen. Der Preis liegt bei rund 13,- Euro.

Andre Schnack, 28.04.2021

Film/Inhalt:★★★★☆☆ 
Bild:★★★★★☆ 
Ton:★★★★☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★☆☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★☆☆☆ 

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