Die Silicon Valley-Revolution – Wie ein paar Freaks die Welt veränderten

Dokumentation/Serie
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[Einleitung]
Seit spätestens Steve Jobs wird der Innovationsreichtum und Erfindergeist der Region, die man seit Jahrzehnten das Silicon Valley nennt, gepriesen und in Verbindung mit Hippies gebracht. Was nicht schwierig war, immerhin war es genau jene Zeit. Wie dem auch sei, auf diesen und noch viele weitere interessante Aspekte geht diese Netflix Originals Doku-Reihe in zwei Teilen ein. Jan Tenhaven führte Regie und die Sendung richtet sich klar an das interessierte New-Adopter Klientel, jene unter uns, die den Umgang mit innovativen, neuer Technik lieben. Ich konnte mir die Doku mit dem Titel „Die Silicon Valley-Revolution – Wie ein paar Freaks die Welt veränderten“ genauer anschauen und berichte aus erster Hand über diese Netflix Eigenproduktion.

Inhalt
Von den Hippies zum ersten PC – Die PC-Pioniere wollen einfach nur die Welt verändern, indem sie die Menschen mit Computern versorgen.

Von der ersten Computermesse zum WWW – Apple bringt den ersten Macintosh auf den Markt, Bill Gates gründet sein Imperium. Fortan vernetzen das World Wide Web Milliarden von Menschen. Google war geboren.
(Quelle: Netflix)

[Kommentar]
Kulturhistorische Dokumentation über das, was schlussendlich dazu führte, was wir seit ein paar Jahrzehnten im Silicon Valley erleben. Geschickt inszeniert und erzählt aus einem frischen Blickwinkel, wie ich denke. Man könnte es auch anders umschreiben, doch den gleichen Inhalt treffen: man erklärt hier von einigen Figuren der damaligen Zeit mit Einfluss die Motive und Hintergründe deutlicher und verknüpft diese mit den Handlungen. Und diese standen wirtschaftlich betrachtet eben hier in einer kreativen günstigen Situation. Im Ergebnis wurden viele tolle Ideen verfolgt und einige Grundsteine von Unternehmen gelegt, die heute weltumspannende Märkte bedienen.

[Technik]
Viele Aufnahmen aus den unterschiedlichsten Archiven sind hier kombiniert mit vielen aktuellen, unter anderen aus Interviews. Die entsprechenden Experten kommentieren (in englisch) die alten Aufnahmen und kommen dann selbst noch einmal vor die Kamera, schlussendlich stellen sie sich kurz mit Foto und ihrem Job vor. Alles andere ist bedingt durch Alter und die damalige Aufnahme-Technik und dennoch von einer gelungenen Güte, im Mittel. Mir gefiel das alles sehr, da es irgendwie aussähe, als wäre es sehr lange her, was es noch gar nicht ist. Technisch kann das 16:9-Gesamt-Bild praktisch entzücken. Die Kompression verläuft ohne Auffälligkeiten.

Die teils schrägen Figuren, die hier in den Interview-Ausschnitten vor der Kamera sprechen, dann die oftmals sehr passende musikalische Begleitung – all das spricht für „Die Silicon Valley-Revolution“. Was mich (negativ) überraschte, ist der Umstand, das wir ausschließlich den deutschen Overlay mit dem Ton darunter zu hören bekommen. Gut, wir haben auch noch die Wahl zwischen mehr als einer Handvoll Untertitel, dennoch sonderbar. (Hardrock bei der Mond-Landung? Warum nicht.) Qualitativ soweit alles in Ordnung, jedoch in keiner Weise eines Vergleichs mit aktuellen Soundtracks würdig.

[Fazit]
Mir gefielen die beiden rund Folgen, die 2017 entstanden und nun unter einer Altersfreigabe von ab 6 Jahren hier auf Netflix gestreamt werden können. Mit vielen informativen, interessanten Fakten umsorgen uns beide Sendungen zu rund 52 Minuten Spieldauer und wirken auf das Streaming-Publikum ein. Bonusmaterialien oder Extras im üblichen Sinne gibt es nicht. Die beiden Folgen können bereits online angeschaut werden. Mich störte der Faktor mit der gesprochene Sprache nicht und mir gefiel der Inhalt, wenngleich ich den Fokus auf bestimmte Aspekte teilweise als zu gezwungen empfand. Wer einfach nur nett und angenehm unterhaltsam werden will, bitte sehr.

Andre Schnack, 26.09.2022

Film/Inhalt:★★★☆☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★☆☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★☆☆☆ 

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