Memory – Sein letzter Auftrag

Action/Crime/Thriller
Action/Crime/Thriller

[Einleitung]
„Memory – Sein letzter Auftrag“ ist ein Action-Thriller von 2022 von Regisseur Martin Campbell. In führender Feder nahmen drei Autoren diese Position ein, Dario Scardapane, Jef Geeraerts sowie Carl Joos. Und vor der Kamera sind es neben Liam Neeson und Guy Pearce vor allem auch Taj Atwal, Ray Stevenson und auch Monica Bellucci, die frohlocken. Die hier angeschaute DVD-Version von „Memory“ erscheint im Vertrieb und Angebot von Splendid Film und ich konnte mir ein genaueres Bild über Inhalt, Technik und Ausstattung bilden.

Inhalt
Profikiller Alex Lewis (Liam Neeson) möchte sich wegen seines nachlassenden Erinnerungsvermögens nach einer langen Karriere voller Gewalt zur Ruhe setzen. Als er seinen letzten Auftrag annimmt, findet er sich unvermittelt in einem Undercover-Einsatz des FBI wieder, angeführt von Agent Serra (Guy Pearce). Alex beschließt, Serras Team durch versteckte Hinweise zu helfen. Auch wenn er sich zunehmend schwer an Details erinnern kann, setzt er seine lebenslang trainierten Fähigkeiten ein, um zumindest einmal in seinem Leben das Richtige zu tun. Dies ruft natürlich mächtige Gegner auf den Plan, die Alex vernichten wollen, doch dieser weiß sich zu wehren…
(Quelle: Splendid Film)

[Kommentar]
Versucht vieles zu sein, schafft es jedoch leider nicht eines davon so richtig zu werden und verbleibt als (leider weiteres) Liam Neeson-Vehikel, dass sich dieses Mal nur noch ernster nimmt und eigentlich gar nicht viel zu erzählen hat. Hier gibt es sogar einen Bad-Guy, mit dem sich das Publikum trotz schlechter Eigenschaften identifizieren soll. Geht auch nur bedingt gut, denn alles will nicht so recht vermengt miteinander aufgehen. So blieb ein schwacher Action-Thriller mit einer Figur, dessen Motive mir nicht stets klar waren und der viele Fragezeichen zurück ließ auf mich.

Alles wie es eben sein soll. Oder so. „Memory“ ist kein gut gelungener Film, was eben schade ist. Doch dann kommt hinzu, das er auch nicht sonderlich gut erzählt ist und Liam Neeson in dieser Art an Filmen nicht mehr das ist, was er einmal war. „Memory“ zeigt uns jedoch einen schwächelnden Hauptdarsteller an der Seite eines ganz guten Guy Pearce in einem Film, der eben zu farblos daherkommt und zu sehr auf bewährtes setzt, um dann in einer Art Showdown zu münden, die wir in zum Beispiel Clint Eastwood’s „Gran Torino“ um Meilen besser gesehen haben. Etwas schade.

[Technik]
Oftmals ist die Farbgebung und der Grundton aller Bilder hier in „Memory“ nicht sonderlich fröhlich farblich abgefasst. Natürlich mag das am Inhalt liegen, jedoch oft auch an den Zeiten und Gegebenheiten, zu denen die Erzählung vonstatten geht. „Memory“ ist visuell nicht sonderlich aufwendig geraten, arbeitet sich solide und rundum ordentlich an sich selbst ab und versteht es dabei im Handumdrehen die Gunst der Zuschauer für sich zu gewinnen. Soweit, so gut und die Standard Definition Aufnahmen in 2.39:1 sind rundum derart, als das es zu keinen störenden Beschwerden kommt.

Tontechnisch gelingt der DVD kein sonderlich großer Wurf, die Sprache erfolgt wahlweise in den Sprachen ‏‎Deutsch oder aber mittels englischen Originalton, beides eben im DVD-typischen Format Dolby Digital 5.1. Wahlweise gibt es noch Deutschsprache Untertitel im Programm., das war es dann jedoch auch schon. Es sollte ja auch eher auf den Inhalt, als den sprachlichen Umfang ankommen, genau. Und tatsächlich ist das Geschehen auch akustisch ordentlich ins Licht gerückt worden. Mit einer ausreichend weiten Räumlichkeit, sauberen Umgebungsgeräuschen und einer adäquaten Sprachausgabe gibt es wenig zu meckern.

[Fazit]
Verletzliche Rolle? Für mich: Fehlanzeige. Wenn, dann würde ich auf den 115 Minuten Laufzeit gewissermaßen verletzt, dann sind wir doch besseres von Liam Neeson gewohnt. „Blacklight“ war schon nicht so toll, aber mit „Memory“ sollte er vielleicht tatsächlich das einleiten, was hierzulande als Zusatztitel „sein letzter Auftrag“ bekannt war. Nur eben nicht nur im Film, wie schade. Neben Trailer gibt es noch ein paar Interview-Ausschnitte. Das war dann die Ausstattung des ab 16 Jahren freigegebenen Titels, der am 30. September in den Handel kommt.

Andre Schnack, 22.09.2022

Film/Inhalt:★★★☆☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★★☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★☆☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★☆☆☆ 

Hat der Review gefallen?

(Sehr schlecht, Schlecht, Mittel, Gut, Sehr gut)

Durchschnittsbewertung: 5 / 5. Anzahl Wertungen: 1

Keine Bewertung bislang, sei der erste!