In My Skin

Drama
Drama

[Einleitung]
„In My Skin“ lautet im Original „Farming“ und erschien 2018 als britische Filmproduktion. Besonders an dem Film ist unter anderem, dass es sich um die persönlichen Erlebnisse des Drehbuchautors sowie Regisseurs Adewale Akinnuoye-Agbaje handelt. Für den Job vor der Kamera konnten die folgenden Namen verpflichtet werden: Kate Beckinsale, John Dagleish sowie Damson Idris und weitere. Wer sich nun an Titel wie „American History X“ erinnert fühlt, der sollte vielleicht nicht nur weiterlesen, sondern auch diesen Film genauer in Betracht ziehen. Aber dazu im folgenden Review mehr. Ich konnte die Blu-ray Fassung von Koch Films genauer anschauen.

Inhalt
Trotz seiner dunklen Hautfarbe wird der Teenager Enitan mitten in der sozialen und rassistischen Gewalt der 80er-Jahre zum gefürchteten Anführer einer zu allem bereiten Skinhead-Gang. Dabei wurde er von seinen nigerianischen Eltern bei einer britischen Arbeiterfamilie untergebracht, in der Hoffnung, ihm dadurch eine bessere Zukunft als in seiner Heimat bieten zu können. Gefangen in einer sich unaufhörlich drehenden Gewaltspirale, steht bald nur noch sein Gewissen zwischen ihm und dem unvermeidlichen Absturz. Aber sein Ausstieg aus der Hooligan-Szene gestaltet sich als alles andere als einfach…
(Quelle: Koch Films)

[Kommentar]
Ein Film, der natürlich durch seinen Bezug zu einem wahren Leben an Interesse gewinnt. Gleichermaßen baut er damit auch eine gewisse Erwartungshaltung auf, die es schlussendlich auch besser zu erfüllen gilt, ansonsten könnte man als Zuschauer im Publikum enttäusch werden. Für mich ist „In My Skin“ ein Film, den ich mir genau einmal anschauen kann. Das reicht dann auch, denn der Inhalt ist einfach zu unerfreulich, wenn man es mal sehr diplomatisch ausdrücken will.

Im Kern ist „In My Skin“ eine Geschichte darüber, etwas hinter sich zu lassen, dass praktisch allgegenwärtig und das gesamte bisherige Leben mit bestimmt, wenn nicht gar maßgeblich das eigene Handeln bestimmt hat. Dieses Loslassen, den Abstand gewinnen, den Kampf gegen die, die nicht gehen lassen wollen – darum geht es in diesem Film, der gelungene darstellerische Leistungen vor der Kamera aufbringt, jedoch auch handwerklich noch Spielraum lässt. Wer keine sonderlich hohen Ansprüche stellt und offen ans Thema herangeht, der kann sich das Drama mit wahren Hintergründen gut anschauen.

[Technik]
„In My Skin“ liegt hier im High Definition-Format in 1080p vor. Das genaue Format liegt bei 2.35:1 und erfüllt auf dem ersten Blick alle Anforderungen, die ich an die visuelle Darbietung hatte. Ja, hier und dort fehlt schlussendlich der letzte Schliff, den wir mittlerweile von Budget-reicheren Produktionen gewohnt sind, was den Standard natürlich über die Zeit nach oben hievte. Mithin kann man das alles aus heutiger Sicht wohl noch hochwertiger gestalten, dennoch stellt mich „In My Skin“ zufriedne mit dem, was hier gegeben wird. Die Kompression arbeitet weitgehend unbemerkt, nur die schattigen Momente fordern etwas.

DTS HD-Master Audio 5.1-Ton ist hier auf der Disc abgelegt, und zwar wahlweise in den Landesfassungen Deutsch und Englisch. Dazu gesellen sich deutsche Untertitel, die optional hinzugeschaltet werden können. Alles in allem ist der Ton weniger weit als erhofft, näher als gewünscht und irgendwie nicht ganz auf der Höhe der Zeit. „In My Skin“ hatte natürlich auch nicht jene Mittel, die andere Filme haben. Dennoch ist die Sprachausgabe durchweg deutlich, in beiden Sprachen. Neben den Dialogen haben wir auch anderen Ton zu vermelden, allerdings eben nicht sonderlich räumlich in der Aussteuerung.

[Fazit]
Kommen wir zum Abschluss dieses Reviews über die High Definition Blu-ray Disc mit dem Titel „In My Skin“ aka „Farming“ von 2018 mit einer Laufzeit von rund 107 Minuten, freigegeben ab 16 Jahren gemäß FSK. Die Veröffentlichung erfolgt am 30. Januar 2020 und beim Kauf im Online-Handel werden wohl rund um die 16,- Euro fällig. Was Kritiker als „Eine faszinierende Story“ lobten, entpuppt sich als gelungenes Drama mit Schwächen auf einer Blu-ray in einer ordentlichen Wiedergabequalität mit Verbesserungspotenzial. Kate Beckinsale macht hier einen guten Job, auch andere. Trailer stellen das einzige Extra dar.

Andre Schnack, 20.01.2020

Film/Inhalt:★★★☆☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★☆☆☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★☆☆☆ 

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