Mortal Engines: Krieg der Städte

Action/Adventure/Fantasy
Action/Adventure/Fantasy

[Einleitung]
2001 erschien im Angebot des Verlaghauses Scholastic die mehrfach preisgekrönte Romanserie von Philip Reeve mit dem Titel „Mortal Engines: Krieg der Städte“. Nicht lange mussten wir warten, bis schlussendlich eine Verfilmung aus der Filmküche Hollywoods das Licht der Leinwand erblickte. Regisseur Christian Rivers erschuf mit Geldern von Universal Pictures eine Adaption der mehrfach preisgekrönten Romanserie hin zum Film. In den führenden Rollen sind Hugo Weaving, Hera Hilmar, Robert Sheehan, Jihae, Ronan Raftery, Leila George, Patrick Malahide, Stephen Lang und weitere zu sehen. Dieses 2-DVD Set erscheint aus dem Angebot von Universal Pictures Germany.

Inhalt
Mit „Mortal Engines: Krieg der Städte“ präsentiert der visionäre Filmemacher Peter Jackson eine ebenso faszinierende wie erschreckende Zukunft: Hunderte von Jahren nach der Verwüstung unserer Zivilisation ist eine neue Welt entstanden. Die mysteriöse Hester Shaw führt eine Gruppe Ausgestoßener an, um London, eine gigantische Raubtierstadt auf Rädern, daran zu hindern, auf der Suche nach Ressourcen alles, was ihren Weg kreuzt, gnadenlos zu verschlingen.
(Quelle: Universal Pictures Germany)

[Kommentar]
Am 2. Januar 2019 veröffentlichte ich einen Review auf dvdcheck.de nachdem ich im Kino den Titel „Mortal Engines“ sah. Der Film ist geblieben, die technische Darreichungsform hingegen hat sich von der großen Leinwand auf die eher eingeschränkten und limitierten Mittel eines Heimkinos gewandelt. Vor guten drei Monaten wie heute denke ich wie folgt über den Film:

Der hier im Film hin und wieder zitierte Städte-Darwinismus ist Programm. Und zwar ziemlich offensichtlich. Städte auf Rädern und vorrangig Raupen durchkämmen ihre Jagdgründe, treffen sich mit gleich großen und verbünden sich, oder treiben einfach Handel. Die größeren Städte stillen ihre Ressourcen-Giet letztlich dadurch, dass sie sich kleineren Städten einverleiben. All diese Punkte erscheinen sogar irgendwie in sich logisch und doch schuf es der Film leider nicht das notwendige, spürbare Vertrauen aufzubauen.

Dabei sind die darstellerischen Leistungen allesamt ganz gut. Oftmals von typischen Klischees behaftet finden sich die Figuren in einer temporeich erzählten Geschichte wieder, die optisch betrachtet irgendwo zwischen „Mad Max“ und einer dystopisch wirkenden Welt à la Jules Verne angesiedelt ist und über einen britischen Charme verfügt, der lediglich bei der Wahl der Stadt der Handlung beginnt: London. Im großen Ganzen betrachtet gefiel mir vieles, anderes blieb blass. Hin und wieder kommen etwas überraschend wirkenden Gefühlsschwankungen daher, über was man jedoch hinweg sehen kann.

Doch der Haken an der Sache ist schlussendlich, dass die gesamte Szenerie vieles sein will und sich dabei auch an diesen Bedien,t die irgendwie so oder anders schon einmal dagewesene sind. So erinnerte mich die fliegende Stadt irgendwie an Star Wars‘ Bespin. Das Grundgefühl hingegen kommt ein wenig von „Mad Max“ und dann haben wir noch einen Hauch (nicht mehr) eines Buddy-Movies mit dabei. Elemente, die hier nicht recht im Zusammenspiel harmonieren wollten. Ob das alles nun nur eine düstere Zukunft darstellt, oder aber für etwas steht, blieb mir verschlossen.

We have to stop London before it destroys us. – Anna Fang

[Technik]
In dieser Version erleben wir die durchaus mit vielen Action-Einlagen gesegnete Geschichte in Standard Definition-Technik. Die DVD erweist sich als eine sehr hochwertige ihrer Natur. „Mortal Engines“ hat einen rasanten Schnitte, wenn es darauf ankommt. Auch kann man die Schnitte und den Tenor insgesamt als oftmals eher hastig ansehen. Die technische Grundlage ist gegeben und bietet zudem einen ordentlichen Kontrast, eine gesunde Farbgebung und ausreichend gut ausgeprägte Werte bei Kantenschärfe und Detailgrad. Die Kompression des 2.39:1-formatierten, anamorphen Breitbildtransfers ist in Ordnung.

„Mortal Engines“ bietet sich akustisch dar über einen Dolby Digital 5.1-Surround Sound im mehr oder weniger üblichen Gewand, wenn es um das Mittelfeld der Kinoveröffentlichungen geht. Dabei deckt das Angebot hier die Sprachfassungen Deutsch, Englisch und Türkisch ab. Untertitel sind in vier unterschiedlichen Sprachen hinzu zu schalten, wenn Bedarf besteht. „Mortal Engines“ hat einen über weite Strecken sehr natürlich wirkenden Ton am Leibe. Die Sprachausgabe ist dabei stets verständlich, was wichtig ist. Auch die musikalischen Elemente fallen passend aus und haben ihre Berechtigungen durch Qualität unterfüttert.

[Fazit]
„Mortal Engines“ hat mich beginnend wirklich schnell in den Bann ziehen können und trotz einiger inhaltlicher Barrieren gefiel mir der Titel über die weiten Strecken der Laufzeit von rund 124 Minuten. Doch hier und dort, da gelang es nicht so, wie es vielleicht gedacht war. Dann verlor mich die Story und irgendwie ging es wieder los. Trotz der kleineren Schwächen gefällt der Film jedem, der etwas mit Fantasy am Hut hat und auch kein Problem damit hat, dass einige Elemente wie aus anderen Filmen gegriffen wirken. Extras und Bonus-DVD:

  • Filmkommentar mit Regisseur Christian Rivers
  • Das Ende der Alten
  • Willkommen in London
  • In der Luft
  • Neuseeland filmen

  • Vom Manuskript auf die Leinwand
  • Mortal Sounds
  • Die Erschaffung von Shrike
  • Fotogalerie

Die Extras sind inklusive der enthaltenen Bonus-DVD eine schöne Beigabe und gefallen durch Inhalt und Qualität bei der Darstellung. Sie runden das Angebot dieses fantasievollen und lebhaft erzählten Films angenehm an. Dieses 2-DVD Set kommt mit einer Altersfreigabe von ab 12 Jahren daher und kann seit dem 18. April 2019 im Handel erworben werden. Preislich orientiert sich die Veröffentlichung bei rund 15,- Euro.

Andre Schnack, 30.04.2019

Film/Inhalt:★★★☆☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★★☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★★☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★☆☆☆ 

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