Spencer (2021)

Biography/Drama
Biography/Drama

[Einleitung]
Mit „Spencer“ ist wieder einmal der Name Programm, die Hauptfigur titelgebend und bürgerlich royal, oder so ähnlich. Auf jeden Fall ist sie in die Geschichte eingegangen, wenngleich bereits verstorben, Lady Diana Windsor (geborene Spencer). In den führenden Rollen sehen wir neben Kristen Stewart als Lady Di unter anderen Jack Farthing als Charles, Jack Nielen als William und Freddie Spry als Harry. Der Film soll einen speziellen Ausschnitt des Lebens der wohl meist fotografierten Frau auf der Welt darstellen. Ich konnte mir die High Definition Blu-ray Disc Version des Films „Spencer“ von Regisseur Pablo Larraín nach einem Drehbuch von Steven Knight ansehen.

Inhalt
In der Ehe zwischen dem Prinzen und der Prinzessin von Wales herrscht seit Langem Eiszeit. Trotz der wilden Gerüchte über Affären und eine Scheidung wird für die Weihnachtsfeierlichkeiten auf dem königlichen Landsitz Sandringham ein Frieden verhängt. Es wird gegessen und getrunken, geschossen und gejagt. Diana kennt das Spiel. Dieses Jahr wird es eine ganz andere Wendung nehmen.
(Quelle: LEONINE)

[Kommentar]

Wenn ich den Namen Kristen Stewart lese, dann denke ich unweigerlich an schmalzigen Vampir-Romance Trash, aufpoliert bis die Jugend vor Liebhab-Smileys den Verstand verliert. Und nun spielt sie also Lady Di? Warum nicht. Doch eines gefiel mir hier von Beginn an ganz und gar nicht und leider wurde es mit zunehmender Laufzeit auch nicht besser: das ständig melancholisch, depressiv und extrem frustrierte Gesicht Lady Di’s, oder ihres Abbildes hier in persona Kristen Stewart. Und dabei – so meine Auffassung – soll sie maßgeblich den Film tragen, sie ist die zu erzählende Geschichte.

Wenn jemand aber praktisch durchweg mies dreinschaut, hat man sogar als wenig emphatischer Mensch irgendwann die Name gestrichen voll und die Sympathie mit dem – Entschuldigung – mit dem Sympathieträger sinkt. In Sachen der Umsetzung von der weltweiten Grundidee und dem tragischen Ende der historischen Vorlage dieses Films gibt es keine Mängel festzustellen, alles wirkte auf mich so, als könnte es aus der Zeit genommen sein – handwerklich stimmt hier praktisch alles, auch musikalisch spiegelt sich das wider, was wir Kristen Stewart im Gesicht ablesen, und irgendwann muss dann auch mal gut sein, denn so entsteht der totale Opfer-Eindruck, der mitnichten der Realität entspräche.

[Technik]
Wir erleben hier natürlich eine High Definition-1080p Darbietung, was nicht weiter überrascht, da eingangs bereits erwähnt. Die Darbietung wurde gekonnt mit der Kamera eingefangen und hin und wieder nutzte man einige Archivmaterialien, was der Produktion gut steht und in der Qualität keine Einbussen bedeutet, da solche Aufnahmen nun einmal vom Kontrast und der Auflösung her bereits hinterher hängen. Wie dem auch sei, der Mix macht’s und wir erleben ein glaubhaftes visuelles Angebot, zugeschnitten in 1.66:1

Deutsch und Englisch erleben wir tonal mittels DTS HD Master Audio mit optional hinzu zuschaltenden Untertiteln in Deutsch (nicht aber Englisch). „Spencer“ gibt sich hier eher zurückhaltend, da auch ständig eine grauenhaft dramatisch überzeichnete Grundstimmung vorherrscht, steht die Fähigkeit Ton in der Weite auszuspielen und auch auf Akzente zu setzen hier eine eher nur untergeordnete Rolle und das Angebot stimmt auf die Nachfrage, so dass schlussendlich alle zufrieden nach Hause gehen können, wenn sie da nicht schon sind. Akustisch bleibt da wenig hängen, muss ja auch nicht.

[Fazit]
Unter dem Dach von LEONINE erscheint „Spencer“ mit einer Laufzeit von rund 116 Minuten auf verschiedenen Darreichungen und optischen Datenträgern, ich sah mir hier eine HD Variante an, und zwar die ab 12 Jahren auf einer Blu-ray Disc des Typs BD-50 veröffentlicht worden ist. Dies war am 24. Juni 2022 und es sollte mit einem Kaufpreis von rund 18,- Euro gerechnet werden. Betrachten wir den Umstand, dass LEONINE dem Inhalt leider keinerlei Bonusmaterialien spendierte, so bleibt der Eindruck eines eher durchschnittlichen Produkts haften, was ein wenig schade erscheint – geht es doch um Lady Di. Doch vielleicht kann gerade auch deswegen mehr schief gehen.

Andre Schnack, 28.06.2022

Film/Inhalt:★★★☆☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★☆☆☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★☆☆☆ 

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