Unsere Erde aus dem All

Dokumentation
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[Einleitung]
„Unsere Erde aus dem All“ (Originaltitel: Earth from Space) ist ein weiterer Titel aus dem Vertrieb von polyband und erscheint unter dem Label BBC earth auf DVD sowie Blu-ray Disc. Ich konnte mir die Standard Definition DVD Fassung der vier Sendungen umfassenden Dokumentation genauer anschauen. Ich war gespannt auf das, was es dort wohl zu sehen gibt. Die Macher hinter der Dokumentation sind Doug Mackay-Hope sowie Nick Smith-Baker. „Unsere Erde aus dem All“ entstand 2019 mit US-amerikanischen und britischen finanziellen Mitteln und nun steige ich auf, gen Himmel, in den Weltraum und werfe ein paar Blicke auf unseren blauen Planeten. Ich widme mich dem Inhalt, der Technik und Ausstattung.

Inhalt
Der Blick auf unseren Heimatplaneten, wie wir ihn noch nie betrachtet haben. Satelliten in der Erdumlaufbahn eröffnen uns völlig neue Perspektiven auf unseren Planeten. Der Blick aus dem Weltraum hilft uns, Naturereignisse besser zu verstehen, entlegene Orte zu erforschen und Umwelt- und Artenschutz gezielt voranzutreiben. Er verdeutlicht die umfangreichen Auswirkungen der rasant wachsenden Weltbevölkerung und die Folgen des menschengemachten Klimawandels. Und er zeigt, welch ein Wunderwerk aus Farben, Formen und Mustern unser Heimatplanet ist. Die Episoden:

1. Beeindruckende Blickwinkel
2. Merkwürdige Muster
3. Fantastische Farben
4. Verstörende Veränderungen
(Quelle: polyband)

[Kommentar]
Was uns als Menschheit im Wege steht sind mit Sicherheit mehrere als die gleich genannten Faktoren, dennoch möchte ich sie anführen, da sie mir bei der Ansicht des vorliegenden Titels förmlich ins Auge stachen. Der erste Faktor ist unser nach wie vor ungebremstes Bevölkerungswachstum. Ohne ein globales Management dieses – unseres – Wachstums werden wir einfach immer mehr. Schlecht für unseren Lebensraum, also schlecht für uns. Der zweite Faktor ist die Zeit. Klar, jeder denkt in politischen Wahlzyklen, verdrängt förmlich globale Zusammenhänge und negiert einfach Entwicklungen, die erst über ‚längeren‘ Zeitraum ins Auge stechen. Mittlerweile sticht es sehr, doch wir machen weiter.

Vielleicht ja in dieser globalen Krise, die uns das Corona Virus’ nun bescherte, eine Hoffnung und eine Möglichkeit sich Problemen zu widmen. Vor allem einem Problem sollten wir ungeachtet politischer Interessen viel mehr Aufmerksamkeit schenken. Und das ist der Klimawandel. „Unsere Erde aus dem All“ nimmt Abstand von unserer Perspektive, fährt weit heraus ins All und wirft einen Blick über Jahre auf den Planeten, den wir unsere Heimat nennen. Anders als im wundervollen Titel „Home“ von 2009 von Yann Arthus-Bertrand, nimmt diese Dokumentation in vier Teilen mehr Abstand zu dem, was es zu sehen gibt. Und doch werden die Zusammenhänge rasch klar.

Mir gefiel die technische Darbietung, die uns tolle Aufnahmen beschert und zeigt, was wir selbst mit den eigenen Augen vielleicht (oder sogar sehr wahrscheinlich) nicht sehen werden. Dabei ist der Aufbau und Ablauf konzeptionell gut ausgestaltet. Aus den beeindruckenden Blickwinkeln heraus sehen wir merkwürdige Muster und fantastische Farben und nehmen verstörende Veränderungen wahr. Toll fotografiert, gefilmt und umgesetzt. Angenehm zu konsumieren und dennoch derart, als das die Sendungen zum Nachdenken anregen.

[Technik]
Kommen wir zu den technischen Gegebenheiten des Titels, der sich auf einer DVD abgefasst befindet und in vier Sendungen gegliedert ist. Der anamorphe Breitbild-Transfer verläuft im Format 1.78:1 und eröffnet uns ganz wunderbare Ansichten aus sehr großer Entfernung, jedoch auch Höhen, die für uns durchaus als Mensch gewöhnlich erscheinen. Alles in allem sind die Bilder wirklich gut gelungen, sind die Augen heutzutage doch schon beinahe an HD gewöhnt. Die Farben, Formen, Konturen und auch der Detailgrad gefallen. Die Kantenschärfe macht uns glücklicherweise keinen Strich durch die Rechnung. Den oftmals langsamen Kameraschwenks und ruhigeren Blickfängen sei Dank.

Akustisch betrachtet erleben wir das, was unseren Planeten aus der erhobenen Perspektive auszeichnet: viel Stille. Spaß beiseite, denn Dokumentationen ist es eigen, dass sie eine andere Akustik an den Tag legen, als es der Kino- oder Spielfilm eben vermag. Wir stellen den Fokus auf das gesprochene Wort und die Informations- und Wissensvermittlung fest. Auch gibt es eine qualitativ hochwertige und angenehme musikalische Untermalung zu verzeichnen. Effekte oder großartige Umgebungsgeräusche hingegen finden wir nicht auf der Agenda vor. Wenn auch der Mehrkanalton im Format Dolby Digital 5.1 vollzogen wird und die gebotene Qualität gut ist, so fehlt es dem Inhalt einfach an Potenzialen dies auszureizen. Untertitel gibt es nicht auf der Disc.

[Fazit]
„Unsere Erde aus dem All“ bietet eine Laufzeit von rund 200 Minuten an. Jede Sendung läuft knapp 50 Minuten und allesamt finden sie Platz auf einer DVD des Typus’ 9 (zweischichtig, einseitig). Am 27. März erschien diese Dokumentation in vier Teilen als Standard Definition-Format sowie in Form einer High Definition Blu-ray Disc. Die hier angesehene Fassung schlägt im Handel mit rund 16,- Euro zu Buche, was kein Schäppchen darstellt. Aus meiner Sicht ist die Disc ihr Geld wert, denn der Inhalt (Info-Programm gemäß §14 JuSchG) ist sehenswert und die technische Abbildung gelang gut.

Andre Schnack, 31.03.2020

Film/Inhalt:★★★★☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★☆☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★☆☆☆ 

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