Wege des Lebens – The Roads Not Taken

Drama
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[Einleitung]
Mit dem Filmtitel „Wege des Lebens – The Roads Not Taken“ erscheint ein Drama von Regisseurin und Drehbuchautorin Sally Potter von 2020 als internationale Filmproduktion. Im Original simpel als „The Roads Not Taken“ tituliert sehen wir hier neben Elle Fanning auch Javier Bardem in den führenden Rollen eines Films, der sich die Reise in den Kopf eines alternden Mannes und die Beziehung zwischen Vater und Tochter zum Gegenstand nimmt. Diese Standard Definition-DVD Veröffentlichung von „Wege des Lebens“ erfolgt im Rahmen des EuroVideo Medien Angebots und ich konnte mir ein genaueres Bild von der Disc machen.

Inhalt
„Wege des Lebens – The Roads Not Taken“ folgt 24 bedeutsamen Stunden im Leben von Leo (Javier Bardem) und dessen Tochter Molly (Elle Fanning), die mit dem zunehmend kritischen mentalen Zustand ihres alleinstehenden Vaters kämpft.

Während sie sich durch einen stressigen Tag in New York City schlängeln und versuchen, den normalen Alltag zu bewältigen, verliert sich Leo immer wieder in zwei Lebensrealitäten, die er so hätte erleben können: Von der leidenschaftlichen Ehe mit seiner Jugendliebe Dolores (Salma Hayek) in Mexiko bis hin zu einem Leben in Einsamkeit auf einer abgelegenen griechischen Insel, wo das zufällige Aufeinandertreffen mit zwei jungen Touristinnen schmerzliche, unbequeme Einsichten ans Licht bringt.
(Quelle: EuroVideo Medien)

[Kommentar]
Filme, die in nur kurzen Zeitfenstern spielen, Filme, die sich mitunter in den Gedanken der Protagonisten zu verlieren drohen. Und Filme, bei denen es eigentlich darüber geht, zu durchdenken, was man aus dem bisherigen Leben gemacht hat. „Wege des Lebens“ versucht all das in einem zu sein. Und so richtig gut mag das nicht zu gelingen. Vielleicht ist es einfach zu viel Material, so dass sich der der Film etwas an sich verschluckt. Denn darstellerisch geht hier alles auf breiter Bande in Ordnung.

Der Fokus liegt hier auf dem „Was wäre wie gelaufen“-Gedanken! Neben „Still Alice“ und „The Father“ gibt es weitere Titel, die das Vergessen des Menschen in seinen späteren Jahren zum Thema machen. Hier ist es etwas ähnlich und das Thema ist ebenfalls sehr emotional und als sensibel zu bezeichnen. Dennoch gibt es hier einen Unterschied und „Wege des Lebens“ hat seine Alleinstellungsmerkmal. Allerdings konnte er mich nicht derart fassen wie es dazumal zum Beispiel „Amores Perros“ konnte, den ich vom Gefühl ebenfalls mit diesem Film in Verbindung bringe.

Handwerklich, schauspielerisch sowie thematisch ist das hier keinesfalls schlecht, allerdings fehlten mir kleinere Akzente bei der Ausführung sowie ein bisschen mehr Zusammenhalt und Biss beim Verlauf der Erzählung.

[Technik]
High Definition gibt es hier im 16:9-Format mit den Abmessungen 2.35:1 im Programm. Viele Aufnahmen finden tatsächlich in gut beleuchteten Außensets statt, andere ebenfalls ordentlich ausgeleuchtete Innenaufnahmen sorgen für den Rest. Kontrast und Farbgebung fallen ebenfalls ordentlich aus, ohne dabei herausstechende Akzente zu offenbaren. „Wege des Lebens“ geht die Wege der Standard Definition und hat eine adäquate Kantenschärfe aufzuweisen, verfügbar über eine gelungene Bildruhe und stört sich auch nicht an der technischen Kompression der Aufnahmen. Soweit alles in guter Ordnung.

Richtig tönt es hier dann, wenn Musik die Überhand gewinnt, wenn einige Dialoge nachwirken und etwas die Umgebung akustisch von sich Laut macht. Das ist dann alles wenig auffällig, noch weniger herausragend und dennoch bodenständig und auch ausreichend, was das klangliche Spektrum betrifft. Wer großartig angelegte Explosionen und Mehrkanalton-Pirouetten erwartet, der sollte sich umstellen auf feinen Dialog, musikalische Begleitung und etwas Umgebungsgeräusche. Denn das leisten die wahlweise Deutsch oder Englisch klingenden Dolby Digital 5.1-Soundtracks in guter Qualität.

[Fazit]
Das Thema der Demenz ist schwierig für Menschen, da es den Menschen, den man mitunter gut kannte, langsam verschwinden lässt. Krankheiten des menschlichen Geistes sind natürlich ein dramatischer Komplex und hier erleben wir rund 86 Minuten Laufzeit mit einer möglichen Geschichte zwischen Vater und Tochter, brillant geschauspielert, solide umgesetzt. Die DVD weist keine Altersfreigabe auf, bzw. liegt diese bei ab 0 Jahren. Gesonderte Bonusmaterialien sind leider nicht auf dem Datenträger auszumachen. Ansonsten ist die technische Leistung soweit in Ordnung. Veröffentlicht wurde der Titel am 16. September und er kostet rund 12,- Euro im Handel.

Andre Schnack, 20.09.2021

Film/Inhalt:★★★★☆☆ 
Bild:★★★★★☆ 
Ton:★★★★★☆ 
Extras/Ausstattung:★★★☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★★☆☆ 

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