Fury In The Slaughterhouse: Welcome to the other World

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[Einleitung]
Unter dem Label der SPV Recordings enstand die DVD der deutschen Music-Group „Fury In The Slaughterhouse: Welcome To The Other World – Nimby Live 2004″, der Musik Live-DVD. Nach dem erfolgreichen (Platz 19 der deutschen Charts) Studioalbum „Nimby“ (Veröffentlichung am 22. März 2004) nun der nächste Streich der deutsch Musiker. Wir fiel ein Ansichts-Exemplar in die Hände und wir hatten das Glück, der DVD einen Test zu unterziehen. Im folgenden das Ergebnis.

[Inhalt + Kommentar]
Nach einer erfolgreichen und ausgedehnten Deutschland Tour, etlichen Festival Daten und Promotion Aktivitäten haben „Fury In The Slaughterhouse“ zusätzlich noch Zeit im Studio verbracht um eine sehr schöne DVD zusammenzustellen. Frühe und aktuelle Hits live präsentiert, eine von Thorsten Wingenfelder gefilmte und geschnittene Tourdokumentation, 2 von den Bandmitgliedern selbst gemachte Videos und die Entstehungsgeschichte des aktuellen Albums „Nimby“ = annähernd drei Stunden Spaß für jeden Fury Fan!

Das Track Listing der DVD sieht wie folgt aus:
Ansage (0’30 min.)
01. Protection (4’05 min.)
02. V.I.P. (3’38 min.)
03. Radio Orchid (7’07 min.)
04. Welcome To The Other World (4’58 min.)
05. Candle In Your Window (4’06 min.)
06. Trapped Today, Trapped Tomorrow (5’42 min.)
07. Cigarette After (3’58 min.)
08. Midnight Rider (4’41 min.)
09. No Illusions (4’32 min.)
10. Every Generation Has Its Own Disease (5’42 min.)
11. In Love With A Clown (4’09 min.)
12. Easy Way (3’20 min.)
13. Guardian Angel (3’27 min.)
14. Won’t Forget These Days (3’59 min.)
15. Riding On A Dead Horse (8’58 min.)
16. Warchild (3’46 min.)
17. Kick It Out (5’35 min.)
18. When I’m Dead And Gone (7’36 min.)
19. Revelation (3’17 min.)
20. Time To Wonder (7’18 min.)
21. Seconds To Fall (4’01 min.)
Abspann (3’54 min.)
(Quelle: SPV)

Den Hauptteil der DVD macht natürlich das Konzert aus. Der Mitschnitt des Happenings besitzt die Spieldauer der im Tracklisting aufgezählten Titel und weist eine angenehme „Live-Concert“-Atmosphäre auf. Die Übergänge zwischen den einzelnen Titeln hätte jedoch etwas zusammenhängender sein können. Das Event gibt es entweder komplett hintereinander weg, oder aber können die einzelnen Titel und der Abspann angewählt werden; praktisch eine Kapitel-Übersicht. Nach den rasch getätigten Auswahlen geht es dann auch gleich los.

Eine zackige Kamerafahrten rückt stets ein oder mehrere Band-Mitglieder vor die Linse und sorgt für eine angenehme und teils sogar recht temporeiche Stimmung. Träger letzterer ist natürlich die gute und rockige Musik von „Fury In The Slaughterhouse“. Und hier werden nicht nur neue Titel, sondern auch so richtige Klassiker von „Fury“ aus der Kiste gezaubert. „Radio Orchid“ und „Won’t Forget These Days“ räumen dann letztlich jeden Zweifel von dannen und lassen den Betrachter und Zuhörer zugleich in die Musik eintauchen. Zum meist englischen akustischen Text gibt es optional deutsche Untertitel einzuschalten.

[Technik]
Das Programm besteht auf einem Bildformat im Vollbild-Verhältnis von 4:3 und füllt somit die Mattscheibe eines normalen TV-Geräts. Die Aufnahmen des Mitschnitts gelangen gut und die Ausleuchtung – der ein gesonderter Stellenwert bei einer Aufnahme eines kompletten Konzerts gebührt – kann ebenfalls nahezu durchgehend gelobt werden. Natürlich gibt es hier und dort auch einmal nicht ganz so natürlich wirkende Bildbereiche und die Kantenschärfe geht auch mal in die Knie. Übers Mittel betrachtet jedoch stört das nicht weiter. Ein zartes Rauschmuster müssen wir ebenfalls stellenweise feststellen. Die Kompression lässt nichts von sich sehen und das Geschehen verdient die Beschreibung störungsfrei und sauber.

An Tonformaten gibt es das Konzert im Dolby Digital 5.1-Gewand oder wahlweise im zweikanaligen Dolby Digital Stero-Format. Die Texte erklingen in klarer und wunderbar in der Musik eingepasster Sprachausgabe in Englisch, einige Kommentare zwischen den Liedern kommen dann von Lead-Singer Kai Wingenfelder. Mehrkanalig kommen die „Fury’s“ jedoch am besten zur Geltung und es entsteht kein künstlich übertriebener Surround-Sound, sondern eine glaubhaft authentische Musik-Offenbarung mit einem Hang zu einem abgesteckten Repertoire an Höhen und Tiefen. Das Publikum kommt temporär zur Geltung und vermittelt Live-Flair, überwiegend rocken jedoch Fury mit ihren Liedern die Töne aus den angeschlossenen Lautsprechern. Qualitätssigel: Gut.

[Fazit]
„Fury In The Slaughterhouse“ – das sind übrigens Kai Wingenfelder (vocals), Thorsten Wingenfelder (guitar, mandolin, vocals), Rainer Schumann (drums), Christian Decker (bass, backing vocals), Christof Stein (guitar, vocals) und Gero Drnek (keyboards, guitar, mandolin, accordion, backing vocals
percussion, vocals). „Welcome To The Other World – NIMBY LIVE 2004″ besitzt in Form dieser DVD-Version eine Laufzeit von rund 108 Minuten. Das Menü , dargestellt durch ein Abbild eines Notizblock mit anwählbaren Stichworten – offeriert einfache Navigation und gibt Zugriff auf folgendes Material, das inhaltlich noch einiges parat hält:

* Dokumentationen („No sleep til Stadtpark – Tourdokumentation NIMBY-Tour 2004 – Thorsten Wingenfelder“, Laufzeit: ca. 40 Min., Dolby Digital Stereo; „Entstehungsbericht „Nimby“ von Niels Folta, Laufzeit: ca. 14 Min., Dolby Digital Stereo)
* Diskographie (Alle Fury-Alben inkl. Abbildung und aller Fury-Songs zum Probehören (Soundfiles zw. 0’30 Min. und 1 Min.))
* Videos („Good Bye So Long“, ca. 4 Min., „When A Kid Gets A Kid“ ca. 5 Min., beide in Dolby Digital Stero)

Wer sich als Fan der Band bekennt, der sollte ohne Umwege über Los gehen und direkt beim Händler seines Vertrauens diese DVD ordern. Immerhin bietet die einseitige Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) eine Gesamtlaufzeit von rund 172 Minuten. Die FSK gab den Titel ohne Altersbeschränkung frei. SPV Recordings sorgte für die DVD und brachte sie in einem schicken Digi-Pak unter. Nach dem Aufklappen der schmalen Papp-Verpackung fällt gleich ein weniger informatives, jedoch optisch gelungenes Booklet entgegen. Das Veröffentlichungs-Datum der Disc was der 25. Oktober 2004. Wer noch Lust hat die Furys live zu erleben, muss sich beeilen: 17.11.04 Bad Segeberg, Antikschuppen (Zusatzkonzert).

Andre Schnack, 10.11.2004

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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