Secrets of Her Majesty’s Service

Dokumentation
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[Einleitung]
Ebenfalls unter dem Label PBC erscheint im Angebot von Netflix, weltweit ein führender Streaming-Dienst für Serien und Filme, die Dokumentation „Secrets of Her Majesty’s Service“. Der Titel macht schon einmal Lust auf mehr, immerhin fühlt man sich direkt auch an James Bond, 007, erinnert. Und geht es hier auch ums Retten der Welt? Um den MI6 und politische Spiele sowie ständigen Bedrohungen, auch aus Fernost und natürlich den Russen? Ich schaute mir diese Sendung genauer an.

[Inhalt]
Die Geschichte der wahren James Bonds der britischen Regierung ist genau so faszinierend wie die Ikone von Ian Fleming.
(Quelle: Netflix)

[Kommentar]
Hin und wieder kam mir das ganze hier vor wie der aktuellste und wirklich gut gemachte Promo-Trailer des MI6 zur Anwerbung neuer Rekruten, die vielleicht irgendwann einmal, wie 3.200 weitere MA, auch Agenten leiten und geheime Operationen planen und durchführen. Immer wieder wird diese Art von extrem hochwertiger und informativer Dauerwerbesendung jedoch unterbrochen von Interview-Ausschnitten mit Insidern oder anderen Wissenden und Experten, wie man sie in diesem Bereich der Filmkunst gerne auch nennt.

Doch es liegt hier ganz einfach an der Konzeption, so dass der Eindruck wie oben beschrieben entstehen kann. Es handelt sich um zu viel Inhalt auf zu wenig Zeit – ganz einfach. So entsteht Druck, ja gar richtige Hast. Aufnahmen von der Jahrhundertwende des Films, nachgestellte Szenen und Interview-Situationen formen das visuelle Antlitz der Sendung. Alles in allem gut, jedoch recht zügig erzählt und somit zu kompakt, wie ich empfand.

[Technik]
Nun könnte ich schon sehr viele Stereotypien herausziehen und nennen, welche diesen durchwachsenen und einfach durchschnittlichen Technik-Stil umschreiben. Zwar gibt es breitwandige Aufnahmen zu Gesicht, allerdings sind diese eben einfach nur qualitativ durchschnittlich und offerieren keinen Augenschmaus. Immer wieder macht die Mixtur verschiedener Quellen durch die hohe Harmonie positiv auf sich aufmerksam. Kompressionsartefakte oder Störungen treten nicht auf den Plan.

„Secrets of Her Majesty’s Service“ ist eben typisch eine sachlich gelagerte Sendung. Denn wie man sich denken kann, so gibt es nur recht wenig, was als Potenzial bezeichnet und vom Ton genutzt werden könnte. Am Ende langt ein Stereo-Ton komplett aus und erfüllt die Anforderungen. Neben der englischen Sprachausgabe gibt es auch ein paar Untertitel einzublenden.

[Fazit]
Die Dokumentation entstand auf Basis vieler Quellen und Informationen, die zumindest für Leute wie unsereins kaum überprüfbar sein werden. Eigentlich kann man in einer solchen Sendung einfach alles erzählen und mit ein paar passenden Bildern begleiten und zeigen. Doch gehen wir davon aus, dass einiges an Wahrheit mit dabei ist, auf der rund 54minutenlangen Spieldauer, so kann man sich die Dokumentation gut gefallen lassen. Ausstattung gibt es praktisch nicht.

Andre Schnack, 22.06.2017

Film/Inhalt:★★★★☆☆ 
Bild:★★★★★☆ 
Ton:★★★★★☆ 
Extras/Ausstattung:★★★☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★★☆☆