African Kung-Fu Nazis

Action/Comedy/Horror
Action/Comedy/Horror

[Einleitung]
„African Kung-Fu Nazis“ ist ein sonderbar anmutender, lautender Titel. Natürlich mag das interessant wirken, oder gar etwas abstossend, so dass es ein potentielles Publikum auch verschrecken anstatt aktiveren könnte. „African Kung-Fu Nazis“ erscheint aus dem Programm von Busch Media Group im Vertrieb von AL!VE AG. Regisseur Sebastian Stein fertigte diesen Film 2019 an und konnte dafür die folgenden Namen für die Arbeiten vor der Kamera verpflichten: Sebastian Stein, Yoshito Akimoto, Elisha Okeyere, Marsuel Hoppe, Chinedu Nkechi. Ich sah mir diese DVD genauer an und berichte.

Inhalt
Er ist wieder da! Wie jeder weiß, hat sich Adolf Hitler (Sebastian Stein) nach Kriegsende per U-Boot an die Küste Ghanas in Westafrika retten können. Mit seinen ergebenen Handlangern, dem japanischen Oberbefehlshaber Hideki Tojo (Yoshito Akimoto) und „Horse-Man“ Göring (Marsuel Hoppe) im Schlepptau, will er nun die Welt von Afrika aus erobern. Dabei kann er nicht nur auf seine gehirngewaschene Gefolgschaft der „Ghan-Arier“ zurückgreifen, sondern auch auf seine übermenschlichen Karate-Kräfte!

Im Wege steht ihm die ehrenwerte Kung-Fu-Schule des Schlangen-Schlauchs, wo der junge Kung-Fu Kämpfer Horst (Elisha Okyere) trainiert. Als Hitlers Schergen die Schule überfallen, berauben sie Horst nicht nur seines Meisters (Andrews Ntul Mensah), sondern auch seiner Freundin Eva (Nkechi Chinedu). Horst schwört Rache. Als Hitler ein Kampfsportturnier veranstaltet, scheint diese Gelegenheit gekommen zu sein. Doch noch reichen Horsts Fähigkeiten nicht aus, um an Hitlers tödlichem Wettkampf teilzunehmen…
(Quelle: Busch Media Group)

[Kommentar]
„Eine wahnwitzige Hommage an das (klamaukige) frühe Kung-Fu-Kino der 70er-Jahre („Sie nannten ihn Knochenbrecher“) und der wohl erste deutsch synchronisierte Film aus Kumawood, Ghana: Hitler will mit seinen Ghan-Ariern von Afrika aus die Welt erobern – nur der Kung-Fu Kämpfer Horst kann ihn stoppen!“ – so steht es in den Presse-Materialien. Darin enthalten sind natürlich positiv aufgeladene Worte mit einer ebenfalls erfolgreichen Historie. Doch hilft das auch bei dieser eigensinnigen Mixtur aus unterschiedlichen Genre-Elementen und der Kombination aus Dingen, die wir sonst nur in Titeln wie den „Iron Sky“-Filmen sehen.

Nazis, afrikanische Ureinwohner mit sonderbaren politischen Neigungen oder auch Situationen, die sich kaum ein Volltrunkener ausdenken kann. All das finden wir vereint hier in diesem Film, irgendwie miteinander verbunden und verwoben, mal gut, mal weniger gut. „African Kung-Fu Nazis“ ist handwerklich nicht schlecht gemacht und vermag inhaltlich dann doch nur ein eher eingeschränktes Publikum erfolgreich anzusprechen. Ich gehörte zu denen, die nur bedingt gut angesprochen werden konnten und sich auch von den gebotenen Elementen nicht so überzeugen ließen.

[Technik]
Wir haben es hier mit einer Produktion in Standard Definition zu tun. „African Kung-Fu Nazis“ versucht sich mit einem anamorphen Breitbild-Transfer im Format 1.78:1 und entspricht weitgehend den Erwartungen vom ersten Moment an. Der 16:9-Transfer besticht weder durch sonderlich hochwertige Farbmischungen oder aber eine ausgesprochen hohe Kantenschärfe, dafür jedoch mit der Fähigkeit ein ausreichend ruhiges Bild wiederzugeben und dies auch unter nicht immer besonders guten Ausleuchtung. Rauschen oder starke Verunreinigungen sind glücklicherweise nicht Gegenstand des Transfers.

Wir haben es mit einem Dolby Digital 5.1-Ton zu tun, wahlweise in deutscher oder aber in englischer Sprache. Wobei der englische Ton ausschließlich in 2.0 Kanälen abgefasst auf der Disc ist. „African Kung-Fu Nazis“ zündet kein Feuerwerk an Surround-Effekten, sondern bietet einen eher durchschnittlichen Raumklang mit einer sauberen Sprachausgabe und etwas musikalischer Begleitung, die sich nicht sonderlich in den Fokus rückt. Alles in allem ist das Aufgebot technisch in Ordnung, allerdings auch nichts besonderes.

[Fazit]
Mit einer Bewertung von 3,1 Sternen von 10 möglichen Himmelskörpern am Firmament wäre es inhaltlich praktisch Zeit für eine „Giftige Gurke“. Keine Frage: wer keine Experimente mag, Independent Kino als Müll abstraft und schlussendlich auch den Terminus B-Movie nicht kennt, der sollte tatsächlich wohl die Finger von diesem Silberling lassen. Allen anderen und auch jenen ohne Horror-Genre Ambitionen sei das frische Stück zur einmaligen Ansicht angeraten, jedoch nicht empfohlen. Erschienen am 13. November 2020 und zu einem Preis von rund 13,- Euro im Handel zu erwerben. FSK ab 18. Wer Extras sucht, der greift bitte zum Mediabook des Titels inkl. Film- und einer weiteren Bonus-BD.

Andre Schnack, 05.01.2020

Film/Inhalt:★★★☆☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★★☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★☆☆☆ 

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