Faking Bullshit – Krimineller als die Polizei erlaubt!

Comedy
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[Einleitung]
Beim Titel „Faking Bullshit“ handelt es sich um eine deutsche Komödie, die 2020 startete. Direkt fühlte ich mich erinnerte an großartige Komödien aus hiesigem Lande, wie „Bang, Boom, Bang“ oder „Die Musterknaben“ und „Was nicht passt, wird passend gemacht“. Regisseur Alexander Schubert arbeitete nach eigenem Drehbuch und konnte sich vor der Kamera auf Erkan Acar, Adrian Topol, Susanne Schnapp, Bjarne Mädel und weitere verlassen. Diese High Definition Blu-ray Disc veröffentlicht EuroVideo für den lokalen Markt und ich konnte einen Blick riskieren.

Inhalt
Eine verschlafene Kleinstadt in Nordrhein-Westfalen. Für die Polizisten Deniz (Erkan Acar), Rocky (Adrian Topol), Netti (Sanne Schnapp) und Hagen (Alexander Hörbe) das reinste Paradies, denn hier gibt es für die Exekutive nahezu nichts zu tun.

Dieser für alle zufriedenstellende Zustand wird jedoch schlagartig zum Problem, als Tina (Sina Tkotsch) auf der Wache 23 auftaucht, um zu überprüfen, ob man die Dienststelle aufgrund mangelnder Kriminalität nicht besser schließen sollte. Um ihre Arbeitsplätze zu retten, beschließen die Gesetzeshüter kurzerhand die Seiten zu wechseln. Sie beginnen Straftaten zu faken. Ganz nach dem Motto: Wer keine Arbeit hat, der macht sich welche!
(Quelle: EuroVideo Medien)

[Kommentar]
„Faking Bullshit“ ist eine Komödie aus Deutschen Landen, die durch ihre einfache Ausgestaltung, ihren leichten Zugang, die eindeutigen und unterhaltsamen Figuren und eine gewitzt gesponnene Geschichte zu überzeugen versteht. Kurzweiligkeit und Unterhaltung steht spürbar im Fokus und die konstruierte Geschichte ist humorvoll ausgestaltet und bietet so manch eine Gelegenheit zum Lachen und Freuen. Dabei nimmt sich hier nichts und niemand zu ernst und doch könnte all das mit etwas Fantasie irgendwie möglich sein…

Handwerklich leistet sich der Film keine nennenswerten Mängel. Schauspielerisch gestaltete man ein angenehmes und harmonisches Ensemble und wir haben es mit einer guten Auswahl der Lokalitäten zu tun, die man abseits des Films wohl auch nur als Nachbar in der Gegend kennen wird. Dies stellt keinerlei Wertung dar, sondern hebt die Eigenheit des Titels etwas hervor. Ohnehin erinnerte mich Film an so manch andere deutsche Komödie der letzten 20 Jahre, die sich wirklich sehen lassen konnten.

[Technik]
High Definition bei einem solchen Film macht den Humor nur noch schärfer. Scherz beiseite und Augen auf, denn auch in diesem Bereich lässt sich „Faking Bullshit – Krimineller als die Polizei erlaubt!“ nicht die Butter vom Brot nehmen. Der digitale Mehrkanalton im Format 2.35:1 macht von Beginn an eine gute Figur. Er erfüllt die Anforderungen des Publikums in den Belangen des Kontrast, der Bildschärfe sowie dem Detailreichtum. Mit all dem können wir zufrieden sein, auch tun Bewegungen dem Geschehen keinen Abbruch und es hält sich eine gewisse Bildruhe. Kompressionsartefakte fielen mir nicht ins Auge.

„Faking Bullshit“ erleben wir akustisch mittels eines deutschsprachigen DTS-HD Master Audio 5.1-Tons. Das ist dann allerdings – wenig verwunderlich – auch die einzige Tonspur im Angebot. Für einen in Deutschland produzierten Titel nicht sonderlich überraschend. Richtig viel Mehrkanal ist in dem Ton nicht drin. Hier wird sich eher auf das konzentriert, was in der Szene unmittelbar abläuft, ohne den Hintergrund ausschweifend einzubinden. Dialoge, musikalische Begleitung, alles kein Thema. Grundsätzlich erfolgt die Wiedergabe rausch- und fehlerfrei. Untertitel (für jene unter uns, die schlecht bis gar nicht hören) wären wünschenswert.

[Fazit]
„Faking Bullshit“ weist nicht nur mit und durch den Titel einen gewissen, gar einschlägigen Zeitgeist auf, wenn man all das hier vor der großen politischen Bühne betrachtet. Sondern eben auch Humor. Auf der Laufzeit von rund 103 Minuten und mit einer Altersfreigabe von ab 12 Jahren richtet sich der Titel an ein breit gefächertes Publikum. Unterhaltungswert ist vorhanden, technische Abbildung ist gelungen, bleibt nur noch die Extra-Ausstattung, die sich hier leider auf ihre Abwesenheit konzentriert, was etwas schade ist. Erhältlich ab dem 25. Februar zu einem Kurs von rund 15,- Euro.

Andre Schnack, 15.02.2021

Film/Inhalt:★★★★☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★☆☆☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★☆☆☆ 

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