Frieden

Drama/History/TV-Serie
Drama/History/TV-Serie

[Einleitung]
Mit der Mini-Serie „Frieden“ (Originaltitel: Labyrinth of Peace) erschufen die schweizerischen Macher rund um Regisseur Michael Schaerer eine TV-Serie mit (bislang) sechs Episoden, die unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs angesiedelt ist. Allerdings nicht aus der Deutschen Sicht oder aber aus der eben auch üblich gewählten Gewinner-Sicht, also den Westmächten. Die Schweiz ist ja irgendwie immer eine kleine Besonderheit, so auch hier? Ich konnte der aus dem polyband Programm veröffentlichten DVD genauer auf den Zahn fühlen. Was steckt hinter „Frieden“ und lohnt sich die DVD oder nicht?

Inhalt
Frühling 1945 – der Frieden in Europa stellt drei junge Menschen vor große Herausforderungen. Fabrikantentochter Klara kümmert sich im Flüchtlingsheim um jugendliche KZ-Überlebende. Ihr Ehemann Johann will den Ruin der Familienfirma abwenden. Und sein Bruder Egon jagt Nazis, die sich in der Schweiz verstecken. Die Sehnsucht nach einem Neuanfang ist riesig, aber die Vergangenheit lässt sich nicht einfach abschütteln.

Klara, die idealistische Tochter der Fabrikantenfamilie Tobler, arbeitet in einem Flüchtlingsheim. Dort trifft sie auf Kinder und Jugendliche, die das KZ überlebt haben. Diese Begegnung erschüttert ihren Glauben ans Gute im Menschen und löst einen heftigen Konflikt mit ihrer Familie und ihrem Ehemann aus. Im Spannungsfeld von Idealismus und ökonomischen Realitäten steht Klaras Mann Johann Leutenegge. Sein Schwiegervater hat ihn mit der Leitung des Familienunternehmens betraut. Jetzt steht dieses vor dem finanziellen Abgrund.
(Quelle: polyband)

[Kommentar]
Vor der Ansicht der Serie hatte ich über diese Produktion gelesen. Nach der Ansicht bin ich sicher, dass viele so denken werden wie ich. Und zwar über die Qualität des angewandten Handwerks in dieser Mini TV Serie oder auch darüber wie Schauspieler wurde und was man aus dem Budget machte. Ohne viel des Inhalts vorweg zu nehmen bekommt man als Zuschauer hie einen etwas anderen Blickwinkel auf ein allzu bekanntes Kernthema: den Faschismus der Nazis, den Holocaust und den Zweiten Weltkrieg eben.

„Michael Schaerer („Die kleine Hexe“) inszenierte die sechsteilige historische Dramaserie nach dem Drehbuch von Petra Volpe („Die göttliche Ordnung“). In den Hauptrollen spielen Max Hubacher („Der Hauptmann“), Annina Walt („Der Bestatter“), Dimitri Stapfer («Sohn meines Vaters») und Stefan Kurt („Der Verdingbub“).“ – dem wollte ich nicht viel hinzufügen, eines ist jedoch klar, nachdem man die erste von den in Summe 6 Episoden vertilgt hat: die handwerklichen Arbeiten sind gelungen, das Schauspiel ausreichend überzeugend und die Erzählung spannend und zugleich temporeich und historienkonform.

[Technik]
„Frieden“ ist mit der Standard Definition-Technologie groß geworden, schließlich ist dort das Schweizerische TV auch nicht anders als hiesige Anstalten. Entsprechend des Wiedergabegerätes, eines 16:9-TVs, gibt es hier 1.78:1-Bilder im Programm, die zwar für eine DVD-Leistungen allesamt in Ordnung sind, in Anbetracht omnipräsenter High Definition-Formatierung jedoch ein wenig verblassen. (Un)klarer Fall, denn SD hängt in Sachen Detailzeichnung und Konturen hinterher. „Frieden“ gibt es hier beim Bild trotzdem, denn die Bildruhe ist gegeben und die Kompression keinesfalls auffällig.

Gibt es einen Ton, der sich über die Maßen für die Belange des Inhalts einsetzt? Ja und nein. Denn es gibt einen Ton, klar. Ihn gibt es in Dolby Digital 5.1 in wahlweise Schweizerdeutsch oder Deutsch; Untertitel oder andere Sprachoptionen gibt es nicht auf den beiden DVDs auszumachen. Mir gefiel zwar der saubere Ton und die musikalische Begleitung, allerdings blieb stets dieses Gefühl, als würde jetzt noch etwas kommen. Doch dann kommt halt nichts. Wie dem auch sie, es ist nicht so, dass der Ton schlecht ist, er ist nur einfach.

[Fazit]
Zwei einseitige und zweischichtige DVDs (DVD 9) befinden sich in der Verpackung. Beide zusammen fassen einen Inhalt von rund 300 Minuten, oder auch fünf Stunden, gerichtet an ein ab 12 Jahre altes Publikum. Bild, Ton, das ist soweit alles in Ordnung und bedenken wir noch einmal den Ursprung des schweizerischen Fernsehens, so erscheint das alles noch einmal irgendwie hochwertiger. Spaß beiseite, „Frieden“ entwickelt sich als ordentlich gemachte TV-Unterhaltung gut vorwärts und unterhält. Veröffentlicht wurde die Doppel-DVD am 3. April, sie kostet rund 17,- Euro.

Andre Schnack, 14.06.2021

Film/Inhalt:★★★★☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★☆☆☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★☆☆☆ 

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