Leeloo (The Fifth Element)

(Es gibt weder Glanzkarton, noch Shipper)
Lesedauer: 4 Minuten

[Einleitung]
Luc Besson erreichte mich damals mit „Das fünfte Element“ (Originaltitel: The Fifth Element) total. Ein modernes, buntes, schnelles und lautes Science-Fiction Märchen mit schrägen Figuren und Publikumslieblingen in führenden Rollen. Leeloo – also eigentlich das fünfte Element, das höhere Wesen – wurde dabei von Model und Darstellerin Milla Jovovich verkörpert. Und genau das führt uns zu dieser Statue, die „Custom Made“ ist. Es soll … ratet mal, genau, fünft Stück geben. Dieses ist das erste Exemplar, gefertigt aus einem 3D-Drucker, handbemalt in zwei Teilen (Leeloo und Basis) geliefert. Ich war sehr froh, als ich über kleinanzeigen.de eine erwerben konnte.

Hintergrund
Für eine ganze Generation von Kinogängern könnte es so etwas sein, wie es für andere „Star Wars“ war. Die Rede ist von Luc Bessons visuell anspruchsvollen Sci-Fi-Actionfilm „Das fünfte Element“ aus dem Jahr 1997. Der Film war ausgesprochen erfolgreich und freut sich auch heute noch vieler Fans.

Die Geschichte handelt vom abgebrühten, fliegenden Taxifahrer Korben Dallas (Bruce Willis), dem plötzlich die mysteriöse und wortkarge Leeloo (Milla Jovovich) ins Auto stürzt. Ja, genau, im New York des 23. Jahrhundert fliegen Taxis. Zusammen müssen sie vier antike Elementar-Steine finden, um die Erde vor dem absolut Bösen zu bewahren.

Zum hochkarätigen Hauptcast gehören neben Willis und Jovovich außerdem Gary Oldman als fieser Waffenproduzent Zorg, Ian Holm als smarter Priester Cornelius und Chris Tucker als völlig überdrehter Moderator Ruby Rhod. Durch eine Menge hübsch inszenierter Action, guten Sprüchen, kurzweiliger Geschichte und der stimmigen Chemie der Beteiligten, ging die Rechnung auf.

Das besagte Fünfte Element, also die junge Frau Leeloo, ist hier die Vorlage. Und zwar jene Szene, in der sich kurz nach dem Ausbruch aus dem Labor die gigantische Stadt New York unfreiwillig aus der Höhe kennen lernt.

[Gedanken & Kommentar]
Fotografien sind aufgenommen mit einem iPhone 16 Pro Max innerhalb eines mit LED gefluteten Lichtzeltes mit hellgrauem Hintergrund.

Mir hat diese Statue von Beginn an gefallen, und doch gab es auch Skepsis gegenüber einem sehr wichtigen Teil: dem Gesicht. Denn alleine schon der erschrockene Ausdruck mit weiten Augen und geöffnetem Mund, machen es schwer eine hohe Ähnlichkeit zu erreichen. Mit Milla Jovovich kommt zudem eine Vorlage ins Bild, die unzählige Male fotografiert wurde im Laufe ihrer Karriere. Kurzum: ein Gesicht, das man kennt und erkennt. Hier eben nur bedingt der Fall, was der Gesamtleistung durch Situation und Komposition jedoch keinen großen Schaden bereitet.

Diese Szene auf der passend gestalteten Basis eignet sich hervorragend für eine recht hohen Aufstellungsort in den eigenen vier Wänden. Denn dann wirkt es noch überzeugender: Leeloos Überforderung und Panik in den Augen, als sie aus dem Labor flieht und zum ersten Mal in den tiefen Häuserschluchten New Yorks steht. Betrachten wir das gute Stück einmal genauer. Das Gewicht lässt erahnen, dass die Statue nicht komplett massiv sondern hohl ist. Verschlossene Öffnungen oder Klebestellen konnte ich am Korpus nicht ausfindig machen.

Leeloo ist hier knapp 28cm groß, und sie steht auf der Basis in ca. 6cm Höhe. Um die 34cm Gesamt-Größe sind somit notwendig, um sie aufzustellen, von dem Abstandsplatz zu den Seiten und der Decke einmal abgesehen. Mit einem Blick auf die Bemalung kommen wir sozusagen zum nächsten Abschnitt. Für eine handbemalte Figur im 1:6-Maßstab ist die Bemalung des Körpers sehr fein umgesetzt. Man erkennt subtile Schattierungen an den Knien, Oberschenkeln und der Bauchmuskulatur, die der Figur anatomische Tiefe verleihen, ohne übersättigt zu wirken.

Die weißen „Thermo-Bandagen“ weisen ein leicht glänzendes, strukturiertes Finish auf. Das hebt sie optisch hervorragend von der eher matten Haut ab und spiegelt das medizinisch-gummiartige Material aus dem Film sehr authentisch wider.



Die orangen Haare sind nicht starr, sondern leicht zerzaust und asymmetrisch modelliert, so dass eine Dynamik und der Eindruck von Wind entsteht. Zusammen mit den angewinkelten Armen, den gespreizten Fingern und der breiten Beinstellung erzeugt das Modell eine enorme Körperspannung. Leeloo steht ja auch an einer Kante und zudem auf ihren Zehen erhoben, beeindruckt von der irren Tiefe, die sich vor ihr auftut.

Die massive, dunkel bemalte Fassaden-Base bildet einen sehr passenden Kontrast zu der hellen Figur. Die grobe, verwitterte Textur der Kante verankert die abgebildete Szene des Films nahezu perfekt.

[Fazit]
Statue von der Pose, Base und Gesamtsituation gut, Bemalung top, Wirkung stimmig. Das geringe Gewicht sieht man ihr nicht an. Wer war es nun, wer steckt hinter dieser Statue? Da ich selbst nicht weiß, wer der Künstler hier ist, habe ich eine AI gefragt, was sie mit der Unterschrift auf der Unterseite der Basis anfangen kann. Sie kam mit dem Ergebnis ‚James Hopkins‘ zurück. Ob dieser nun die Statue anfertigte oder nur den Paintjob lieferte, wir wissen es nicht. Klar zu sehen ist hingegen, dass es sich hierbei um das erste Exemplar der Reihe aus 5 handelt. Leeloo ist in dieser Ausführung also sehr rar.

Andre Schnack, 29.09.2026

Figur/Inhalt:★★★★★☆ 
Qualität★★★★★☆ 
Preis★★★★★☆ 
Sammlerwert★★★★★☆ 

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