Pacific Rim: Gipsy Danger

Lesedauer: 4 Minuten

[Einleitung]
Ich hatte zum ersten Mal so richtig bewusst mit Mechs, Robotern und all dem Zeug in meiner frühen Jugend zu tun. Ich spielte das Pen & Paper (und Karte und Miniatur-Mechs) Strategie Table-Top Spiel „BattleTech“. Später auch bekannt unter „Mechwarrior“. Ich las die Sci-Fi Romane dazu, verschlang das Ruleset für das dazugehörige Rollenspiel, und und und. Alles ohne das Internet, im übrigen. Es gab ein Leben davor. „Pacific Rim“ ist ein fantastischer Spaß von High Technisch-Kampfrobotern, gigantischen Höllenwesen und einer ganz normalen Science-Fiction Zukunft in einem visuell groß angelegten Titel. Sideshow, ein Vertrieb hochwertiger Dekorations-Objekte, veröffentlicht auch einen dieser sagenhaften Roboter, hier ist es Gipsy Danger. Eine hochwertige aus Resin gefertigte Statue mit einem Licht-Element.

Hintergrund
Große Roboter, von tapferen Männern gesteuert, in grandioser Teamarbeit auf dem Schlachtfeld, das kennt man doch schon von BattleTech. Dort steigen Söldner und andere Truppen – die sogenannten Mechwarrior – in haushohe Roboter ein, die mehr großen Waffen gleichen als zum Bewegen schwerer Lasten dienen. In der Welt von „Pacific Rim“ kämpfen diese Roboter oder Mechs gegen Wesen aus einer anderen Welt. Böse Absichten treiben diese Kreaturen an, ihnen gegenüber stehen ein paar tapfere Menschen, die sich mit ihren Jaeger Mechs nicht kampflos ergeben werden. Die ist sozusagen das Ausgangs-Setting, welches auch dieser Figur dient, wenngleich auch indirekt.

Einer der nuklearbetriebenen Jaeger ist Gipsy Danger. Mit der Größe von rund 80 Metern zählt Gipsy nicht zu den größten Jaeger-Klassen. Tatsächlich ist Gipsy Danger ein bereits angestaubtes Modell der Reihe Jaeger-3. Macht ja nichts, die grundsätzliche Logik des Roboters ist im Prinzip identisch mit den Nachfolge-Versionen. „Gipsy Danger“ wird zum Guten eingesetzt und sieht mit der ordentlich gestalteten Bemalung auch richtig gut aus. Wie eben ein humanoider, wehrhafter Roboter aussehen könnte. Nicht aus der Brille einen Menschen mit Wissen darüber, wie es nicht gehen könnte, sondern eher aus der Sicht eines Fantasten. Doch diese Sicht ist hier auch angebracht.

[Gedanken & Kommentar]
Fotografien sind aufgenommen mit einem iPhone 12 Pro Max innerhalb eines mit LED gefluteten Lichtzeltes mit hellgrauem Hintergrund.

Noch bevor ich richtig anfangen konnte, war ich bereits mächtig irritiert. Zwar kenne ich die Filme und habe bereits einen Jaeger als kleine Action-Figur hier herumstehen, allerdings war mir die Schreibweise von Gipsy Danger nicht derart geläufig, wie vielleicht notwendig. Ich stutzte jedenfalls angesichts der Schreibweise auf dem beiliegenden Schild, welches den Namen der Statue sowie die Nummer und die Limitierung preisgibt. Hier ist das eben *Gipsey Danger, 1198 of 1500*. Soweit so gut, nur warum ist ansonsten – auch auf den Sideshow Websites – stets die Schreibweise Gipsy Danger die gewählte? Es bleibt mir ein Rätsel, warum bei einer solch preisintensiven Figur ein solcher Fehler unterlaufen ist, wenn es einer ist.

Oder habe ich es mit eine Fälschung zu tun? Nun ist schon ein Absatz futsch. Doch gegen eine Fälschung der Figur spricht die Figur selbst, keine Frage. Meine hatte kleinere Makel in Form abgebrochener Resin-Teile (wie der Schulter-Panzer rechts) aufzuweisen, die ich reparieren konnte, ohne das dieses Spuren hinterließ. Gipsy sieht nach wie vor fantastisch aus und ohne es zu wissen, wären die Klebespuren komplett unsichtbar. Wie dem auch sei, es handelt sich um einen sehr gewichtigen, massiven Kampfroboter. Und seine Basis, die ist alleine schon riesig, bietet einen festen Standpunkt und zeigt, wie gut beides miteinander kombiniert ausschauen kann.

Diese Statue ist massiv und sie ist ziemlich groß. Sie ist aus hochwertigen Materialien gefertigt und handbemalt. Detailliert und mit einem authentischen Touch versehen wirkt sie als gesamthaftes Dekorationsstück sehr fein. Klar, man sollte schon dem Thema irgendwie Freundschaft geschlossen haben. Oder anders, wer Robotern oder Mechs überhaupt nichts abgewinnen kann, der ist hier wohl auch eher fehl am Platze. Die eingenommene Figur ist eine hochdynamische Sache, die Pose gleicht einer Momentaufnahme und die Wirkung auf den Betrachter ist derart, als würde die Welt für einen Moment still stehen und innehalten. Doch das tut sie nicht…

Gipsy befindet hat als Statue eine Besonderheit aufzuweisen. In der Brustmitte kann der kreisrunde Reaktorkern entnommen werden. Daran befestigt ist eine Knopfzellen-Batterie und ein Schalter. Es sieht gut aus, wenn der Kern des Reaktors ein wenig dunkle orange leuchtet. Ohnehin ist handwerklich betrachtet rein gar nichts an der Figur auszusetzen. Feines Material wurde gekonnt verarbeitet und schlussendlich ebenfalls mit Talent koloriert. Bei einer Höhe mit der Basis von rund 49cm und einem stattlichen Gewicht von mehreren Kilogramm erkämpft sich diese mächtige Figur ihren Platz.

[Fazit]
„Pacific Rim“ ist eine erfolgreiche Film- und Fortsetzungs-Kombination. Kurzum, zwei erfolgreiche Filme. Jedoch dazu keine Kritik meinerseits, sondern eher der klare Bezug zwischen dieser Figur und eben dem Roboter-Charakter im Film. Die handwerkliche Arbeit ist sehr hochwertig, der gesamte Mech wirkt sehr solide, dennoch dynamisch und irgendwie elegant und gar anmutig schaute ich mir die Figur genauer an.

Gipsy hat die Lampe an!
Sie ist mit beinahe 50cm sehr groß und trotz der opulent ausfallenden Basis hat die Figur selbst ebenfalls eine beachtlich Größe. Gipsy Danger hat dieses tolle Licht-Element und wirkt einfach gut gemacht. Dieses gute Stück ist in einer Auflage von 1.500 Stücken erhältlich gewesen, gestartet im Oktober 2014 zu einem Preis von rund 400,- US-Dollar. Sie ist toll. Keine Frage.

Andre Schnack, 21.02.2022

Figur/Inhalt:★★★★★☆ 
Qualität★★★★★☆ 
Preis★★★★☆☆ 
Sammlerwert★★★★★☆ 

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