Manta Manta

Comedy
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[Einleitung]
1991 war gewissermaßen das Jahr des … Manta. Nein, damit ist nicht eine der unzähligen, bedrohten Tierarten gemeint, sondern das Fahrzeug, manche sagen Kult-Mobil, des Automobil-Herstellers Opel. Regisseur Peter Timm veröffentlichte 1991 den Film „Manta – Der Film“. Und Regisseur Wolfgang Büld schuf eben „Manta Manta“ (o.a. Manta, Manta), eine Komödie nach dem Drehbuch von Stefan Cantz und dem verstorbenen Bernd Eichinger als Presenter. Vor der Kamera die damals entsprechend noch etwas frischeren Til Schweiger, Tina Ruland, Stefan Gebelhoff, Lena Sabine Berg und weitere. Ich konnte mir diese High Definition Neuverwertung von „Manta Manta“ aus dem Hause Constantin Film genauer anschauen und berichte.

Inhalt
Bertie (Til Schweiger) und seine Clique fiebern einem turbulenten Wochenende entgegen. Sie haben nur eines im Sinn: ihre Mantas, die sie mit viel Schweiß und Fleiß zu eindrucksvollen Kraftpaketen aufgepäppelt haben. Endlich Zeit, die Cowboystiefel auf Hochglanz zu polieren, die Blondine auf den Beifahrersitz zu verfrachten und die schmucken Boliden nach allen Regeln der Kunst auszufahren. Wären da nur nicht die Yuppies von der Benz-Fraktion, die die Mantas zu einem Rennen aufstacheln.

Bertie willigt ein und riskiert dabei sogar die Beziehung zu seiner Freundin Uschi (Tina Ruland). Und tatsächlich: Von da an bricht das Unheil knüppeldick über Bertie herein. Erst gibt sein geliebter Manta den Geist auf, dann lässt Uschi sich mit einem Ferrari-Typen ein und schließlich gesteht ihm sein bester Freund auch noch, dass er heimlich sein Abi nachgemacht hat. Aber als es schließlich zum alles entscheidenden Rennen um Ruhm und Ehre kommt, hält die Clique zusammen…
(Quelle: Constantin Film)

[Kommentar]
Nun mag man das Modell Manta aus dem deutschen General Motors-Ableger hierzulande schätzen oder eben nicht. Fest steht, dass dem Manta (s)einen Platz in den Annalen deutscher Autobauer-Geschichte gehört. Und zwar genau gleich den neben dem VW Scirocco sozusagen. Keine Frage, hier geht es jedoch nur beiläufig um den Manta, schließlich ist das hier nicht „Knight Rider“. Sondern viel lustiger und auch alberner und doch näher an der Realität, wie wir sie kennen. Das Parkett gehört hier den drolligen Figuren vor der Kamera, die mitunter recht dümmlich vorgehen und da wird auch schon einmal in die neuen Lederstiefel geschifft, damit sie richtig passen.

Will sagen: der Humor wurde hier eindeutig etwas tiefer gelegt, als es gut wäre für manch einen. „Manta Manta“ ist zudem ein recht deutscher Film, da er viele hierzulande auf manche Menschen eigentümliche aufgreift und thematisiert, die gegebenenfalls im Ausland für Unverständnis oder gar Kopfschütteln sorgen könnten. Hier ist das jedoch anders und ich erfreute mich durchaus an den komischen Situationen und dem dargebotenen Humor und den Figuren, die oftmals zwischen dämlich und bauernschlau agieren. „Manta Manta“ ist somit witzig, leicht und gut verdaulich – nur hier und dort zuckt der Motor, der Kern des Films, ein wenig.

[Technik]
„Manta Manta“ ist ein Produkt der deutschen Filmküche und zeigt uns Til Schweiger sowie einige andere deutsche Schaustellende, die mit diesem Film einen gelungenen Erfolg zeigen konnten. Wir sehen was aus Til Schweiger geworden ist und können heute auch sagen, dass mit „Manta Manta“ einiges begann. Auch technisch betrachtet steht der Transfer im Bildformat 1.85:1 seinen Boliden, äh, Mann. Kontrast, Farbgebung, Kanten Schärfe: all das entspricht dem damals anzusetzenden Anforderungen und mündet insgesamt in einem guten Bild. Der Transfair ist gut ausgeleuchtet und verfügt zudem über ausreichend Detailzeichnung. Kompressionsartefakte oder andere Störungen bleiben aus.

Neben einem 16:9-Format im visuellen Bereich gibt es auch sehr modern abgemischten Ton im Programm. Die Akustik erfolgt in einem deutschsprachigen Surround Sound aus dem Hause DTS in HD mit 5.1-Kanälen. Wenngleich der Sound überwiegend einen recht frischen Eindruck hinterlässt, so lassen doch auch die PS unter der Mehrkanalton-Haube etwas zu wünschen übrig. Hier und dort gibt es etwas Wumms und auch den notwendigen Druck im Tieftonbereich. Darüber hinaus sind weder der Dialog noch die musikalischen Eskapaden besonders erwähnenswert und doch fehlerfrei. Ebenfalls: Deutsch DD 2.0 und Untertitel für Hörgeschädigte.

[Fazit]
Wenn das einzige Bonusmaterial ein Wendecover ist, dann hat jemand beim Produkt-Design nicht richtig aufgepasst, oder man schert sich nicht so viel um die Belange der Fans, oder aber es gibt schlichtweg keine Materialien. Letztgenannter Punkt ist für mich nicht so gut vorstellbar, jedoch nicht ausgeschlossen. So viel der Worte für die Extras. Davon ab ist „Manta, Manta“ eben das, was man kennt und nicht scheuen sollten, insofern man Spaß mit den rund 91 Minuten Laufzeit haben möchte. Trotz Fäkalhumor und -sprache gibt es eine FSK Freigabe von ab 6 Jahren. Der Titel geht für unter 12,- Euro über die Theke, und zwar seit dem 3. Dezember 2020.

Andre Schnack, 29.12.2020

Film/Inhalt:★★★☆☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★☆☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★☆☆☆ 

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