Pig

Drama/Thriller
Drama/Thriller

[Einleitung]
Michael Sarnoski führte Regie bei „Pig“, einem US-amerikanischen Drama-Thriller von 2021 nach einem Drehbuch von Vanessa Block und eben auch Michael Sarnoski. Vor der Kamera sehen wir in den führenden Figuren Nicolas Cage und Alex Wolff, in weiteren Nebenrollen Adam Arkin, Julia Bray, Beth Harper, Elijah Ungvary, Cassandra Violet und Brian Sutherland sowie ein Trüffelschwein, welches im Film auf den Namen Apple hört. Der Film mit dem schon etwas anderen Cover erscheint aus dem Angebot von LEONINE und ich konnte mir die Standard Definition DVD genauer anschauen und berichte.

Inhalt
Rob lebt zurückgezogen in der einsamen Wildnis von Oregon – allein, bis auf seinen einzigen Freund. Ein Freund, der zufällig ein treues Trüffel jagendes Schwein ist. Die teuren Trüffel, die er sammelt, tauscht Rob mit einem jungen Geschäftsmann gegen die mageren Vorräte, die ihn ernähren. Doch Robs friedliche Einsamkeit findet ein plötzliches Ende, als er während einer gewalttätigen Auseinandersetzung rivalisierender Jäger verletzt und sein Schwein gestohlen wird.

Um sein Schwein wiederzufinden ist Rob gezwungen, sich in die halsabschneiderische Restaurantszene von Portland zu begeben. Dort wird seine geheime Vergangenheit als kulinarische Legende aufgedeckt, sowie der tragische Verlust, der ihn ins Exil getrieben hat. Als sich die Rettungsmission auf einen dunklen und mysteriösen Pfad begibt, muss Rob beweisen, wie weit er zu gehen bereit ist, um das Letzte zu retten, was er liebt.
(Quelle: LEONINE)

[Kommentar]
„Pig“ ist ein großartiger Film. Definitiv nicht so, wie (das Gros) der Zuschauer es erwarten wird. Definitiv schauspielerisch intensiv und fordernd, so dass wir Nicolas Cage in einer Form erleben, die er lange Jahre nicht hat abrufen können. Zuletzt gefiel er mir sehr gut in „Face/Off – Im Körper des Feindes“, doch war dies 1997 und danach leistete er noch einen fabelhaften Auftritt in „Adaption – Der Orchideen-Dieb“ (2002). Nun ist er zurück, in „Pig“ in einer Rolle, die tiefer blicken lässt als anfänglich vermutet.

Ich habe mich dazu entschlossen zum Inhalt und Verlauf sehr wenig zu verraten, denn es geht hier praktisch nicht anders. Auch wenn es nicht so ausschaut, so hängt alles miteinander zusammen und wirkt erst etwas vernebelt, da die Zusammenhänge nicht sofort klar, die Motivationen nicht absehbar sind. Blicken wir nach der Ansicht auf den Film zurück, so gibt es andere Gefühle als vor und während der Ansicht.

„Pig“ ist in vielerlei Hinsicht sehr eigen und konzentriert sich im Prinzip auf ganz einfache und jedem bekannte Gefühle und Werte und Probleme von Menschen. Dies wiederum gespiegelt auf praktisch einen Hauptcharakter und eine maßgebende Nebenrolle. Beide Darsteller leisten fantastische Arbeit und Mr. Cage überzeugt auf ganzer Linie. Jede Bewegung, jede Gestik und Mimik – alles passt und wirkt authentisch. Gerahmt in einem Film, der gut fotografiert und mit einem ordentlichen Soundtrack ausgestattet ist. Großes Kino, das erst nicht danach auszusehen mag…!

[Technik]
„Pig“ ist oft und überwiegend schmuddelig, schmutzig und doch sehr sicher in der Ausführung der Masken der Darsteller:innen. „Pig“ hat einen ausgewogenen Kontrast aufzuweisen und bietet zudem einen naturalistischen Charme. Der Schnitt ist weitgehend konventionell, die Bildruhe gegeben und auch die Kantenschärfe zieht ordentliche Konturen nach sich. Bei der Detailzeichnung gibt es ebenfalls keine großen Hürden zu nehmen, insofern man das bei einem 16:9-Transfer in SD (anamorph codiert) feststellen kann. Formatiert im Ratio 2.40:1 und sehenswert, da ohne nennenswerte Störungen oder Kompressionsartefakte.

Dieser Film sorgt mittels der typischen Dolby Digital 5.1-Vertonung auf DVDs für die rechte Stimmung, wahlweise in den Sprachen Deutsch und Englisch. Ebenfalls stehen deutschsprachige Untertitel zur Wahl. Bei „Pig“ ist jedes Grunzen sehr klar, die Sprache deutlich und die musikalische Begleitung schürt die Stimmung, unterstützt die Situation und forciert die Aussage, die sich schlussendlich zwar offenbart, vielleicht jedoch anders, als man denkt. „Pig“ ist kein technisch großartig aufwendig angelegter Film. Doch das, was wir hören klingt adäquat und solide.

[Fazit]
Immer wieder gibt es sie, diese Film-Juwelen, die gar nicht erst groß auffallen und dann den Weg zu einem finden, wie ein Schwein den Trüffel. „Pig“ gehört dazu, zweifelsohne, denn dieser Film berührt, fässt einen an und lässt einen auf gar keinen Fall kalt. Selbst jene nicht, die sich weder für Schweine noch andere Haustiere interessieren. Die Altersfreigabe von „Pig“ liegt bei ab 16 Jahren. Die Laufzeit kommt auf rund 88 Minuten und erhältlich ist der Titel als DVD sowie Blu-ray Disc seit dem 19. November 2021. Wer Nicolas Cage at his best sehen möchte, der greift zu diesem Film!

Andre Schnack, 24.11.2021

Film/Inhalt:★★★★★☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★★☆☆ 
Extras/Ausstattung:★☆☆☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★★☆☆ 

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