Siew Lup – Mörderische Lust

Drama/Horror/Romance
Drama/Horror/Romance

[Einleitung]
Für Freunde des härteren Tobak’s soll „Siew Lup – Mörderische Lust“ aus Singapur sein. Ein Genre Mix aus Erotik, Drama und Horror. Regisseur Sam Loh dirigierte hier in seinem Werk von 2016 die folgenden Darstellerinnen Darsteller umher: Rebecca Chen, Melody Low, Sunny Pang sowie Alan Tan oder Louis Wu. Hierzulande sind nicht nur die Mimen vor der Kamera, sondern auch der Film weitgehend unbekannt, im Land seiner Herkunft hingegen empörte er die Menschen, erhitzte die Gemüte mit der Abbildung von Sex-Szenen sorgte so für viel Aufmerksamkeit. Diese High Definition Blu-ray Version kommt von der AL!VE AG in den Handel.

Inhalt
Wenn Mia einen Raum betritt, dann zieht sie sofort die Blicke aller Männer auf sich. Seit einigen Monaten arbeitet die äußerst attraktive Ex-Prostituierte als Bedienung im Restaurant ihres Mannes Quan, der sie aus dem Rotlicht-Milieu herausholte. Doch die Beziehung verläuft unglücklich. Immer wieder verprügelt der äußerst jähzornige Quan seine Frau.

Mia sucht deswegen Zuflucht in den Armen des charmanten Bestattungsunternehmers Wu. Die heiße und hemmungslose Affäre bleibt Mias Ehemann nicht verborgen. Allerdings will Mia sich Quans brutale Übergriffe nicht mehr länger gefallen lassen und sie schlägt zurück. Es kommt zu einer blutigen Eskalation entfesselter Gewalt.
(Quelle: AL!VE AG)


[Kommentar]
So steht es in den Materialien rund um den Film geschrieben: „Der Erotik-Thriller aus Singapur überschreitet Grenzen mit einem skandalösen Mix aus Erotik, Gewalt – und Kannibalismus!“ – das ist schon eine erst einmal schräg anmutende Vorstellung, vor alldem der Kannibalismus dabei macht es für mich nicht … besser. Wie dem auch sei, auch mit Zombie-Filmen kann ich um, warum also nicht hiermit, immerhin kenne ich auch „Ich spuck’ auf den Grab“ von 1978, der in den USA ebenfalls für Aufruhr sorgte, nur ist dies eben bereits ein paar Jahrzehnte her.

„Siew Lup“ konnte meine Erwartungen leider nicht erfüllen, mir fehlt es ein wenig an der Authentizität der gespielten Figuren, und da konnten dann auch nicht die freizügigen Situationen drüber hinweghelfen. Wer eine Art „Basic Instinct“ auf asiatisch erwartet, der wird sich rasch mit dem ausreichend temporeich erzählten Inhalt anfreunden können, sollte die Latte jedoch zu hoch hängen, droht vielleicht auch eine gewisse Enttäuschung. Alles in allem konnte man den Titel so ganz gut anschauen, wenn man kein Problem mit Blut hat.

[Technik]
Wir erleben eine High Definition Darbietung mittels eines 2.35:1-Seitenverhältnisses, die von Beginn an eine ganz gute Figur macht. Vor allem ist der Umstand der gefühlt permanent bestehenden künstlichen Ausleuchtung ein widriger. Dennoch findet das visuelle Geschehen seine Balance und hält auch, was der HD Transfer einer Blu-ray Disc liefern sollte. Der Kontrast ist trotz der Ausleuchtung gelungen, die Farben ausreichend gesund. Konturen erscheinen angenehm sauber und es verschwimmt nichts oder rauscht in bestimmten Bildbereichen. Auch arbeitet die Kompression weitgehend unbemerkt.

Tontechnisch kommt es bei Filmen mit hoher Spannung natürlich auch auf einen tollen, intensiven Ton an, der dann das gezeigte Geschehen noch ins förmlich unermessliche steigern kann – vorausgesetzt der entsprechenden Abspielgerätschaften sowie eben einer möglichst überzeugenden Abmischung des Mehrkanaltons. „Siew Lup“ ist mitnichten der akustische Genuss, der in höchsten Tönen tönt, sondern solide Kost, rundum ordentlich in Form dieses DTS 5.1-Tons sortiert an die Ohren gebracht. Wir finden auch noch Mandarin in DTS-HD 2.0 sowie deutsche Untertitel vor.

[Fazit]
Ein Wendecover ist schön und gut, jedoch mittlerweile kein echtes Extra mehr, so zumindest meiner Auffassung nach. Eine Trailershow hingegen leider ist auch nicht viel mehr. Und somit seien dann auch die Bonusmaterialien dieser Blu-ray Disc erschöpfend aufgezählt. Diese ‚uncut‘ und sicherlich nicht für zart Besaitete ausgelegte Horror-Thematik verläuft rund 82 Minuten und ist mit einem roten FSK Logo mit der 18 ausgestattet. „Siew Lup“ ist seit dem 17. Juni im Handel und kostet da rund 15,- Euro und richtet sich an eine spezielle Kaufgemeinde. Ein interessanter Mix, in der Tat.

Andre Schnack, 05.07.2022

Film/Inhalt:★★★☆☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★☆☆☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★☆☆☆ 

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