Le Mans 66: Gegen jede Chance

Action/Biography/Drama
Action/Biography/Drama

[Einleitung]
„Le Mans 66: Gegen jede Chance“ lautet der internationale Titel des Rennfahrer-Dramas von Regisseur James Mangold, der sich ein Herz für das Rennfahrer-Dasein zu nehmen scheint. Es geht im Drehbuch von Jez und John-Henry Butterworth sowie Jason Keller um die Automobil-Experten Carroll Shelby und Ken Miles, denen 1966 mit einem Ford Rennwagen ein fantastisches Ergebnis gegen Platzhirsch Ferrari im Rennen von Le Mans gelang. Daher wohl auch der Originaltitel „Ford v Ferrari“. Vor der Kamera sehen wir Matt Damon sowie Christian Bale, an der Seite von Jon Bernthal, Josh Lucas, Catriona Balfe und Tracy Letts sowie Remo Girone. Diese High Definition Blu-ray Version des Titels erscheint aus dem Angebot von Twentieth Century Fox Home Entertainment im Handel.

Inhalt
Der Film basiert auf der wahren Geschichte des visionären amerikanischen Sportwagenherstellers Carroll Shelby (Matt Damon) und des furchtlosen, in Großbritannien geborenen Rennfahrers Ken Miles (Christian Bale). Gemeinsam kämpfen sie gegen die Intervention ihres Auftraggebers, die Gesetze der Physik und ihre eigenen inneren Dämonen, um einen revolutionären Sportwagen für die Ford Motor Company zu bauen. Damit wollen sie die dominierenden Rennwagen von Enzo Ferrari beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1966 in Frankreich besiegen.
(Quelle: Twentieth Century Fox Home Entertainment)

[Kommentar]
Le Mans ist nicht nur eine Stadt im Nordwesten Frankreichs, sondern auch jener namensgebenden Ort, an dem seit 1923 das 24 Stunden Rennen von Le Mans gefahren wird. Und das wiederum ist der Ort und die Veranstaltung, auf den alles im Inhalt des Films „Le Mans 66“ zusteuert. Beachtlich dabei ist, dass wir es eben mit keinerlei fiktiven Geschichten dabei zu tun bekommen, sondern einer Erzählung, die auf einer wahren Begebenheit beruht. Somit sind auch die handelnden Figuren aus dem wahren Leben gegriffen. Angefangen bei Henry Ford II über Carroll Shelby bis hin zu Ken Miles. Besetzt sind die Figuren mit namhaften Darstellern Hollywoods.

Matt Damon und Christian Bale sind dabei die Zugpferde und leisten beide in ihren Rollen herrliche Darbietungen. Glaubhaft, plastisch und kantig repräsentieren sie zwei Charaktere der Motorsport-Geschichte. Doch es gehört mehr dazu, als einfach ein repräsentatives Ereignis des Motorsports herzunehmen, es bedarf Seele und Panache! Beides wird hier geboten. Die Chemie zwischen den eingesetzten Mitteln stimmt, ob es nun die gewählten Sets, die tollen Rennwagen oder aber der Music-Score und die rasanten Renn-Sequenzen sind, alles wurde praktisch perfekt aufeinander abgestimmt.

Doch das ist nicht das einzige, worum es hier geht. Klar, die beiden Charaktere sind eine tragende Säule der Geschichte. So vereinen sie doch gewissermaßen das, was man von den sogenannten Buddy-Movies kennt und schätzt. Der intelligente, und visionäre Autobauer und somit eher der Theoretiker, sowie der furchtlose und etwas aufbrausende Rennfahrer, der kaum eine Herausforderung scheut, der Praktiker. Das ist toll, und doch lebt es erst dadurch noch vielmehr auf, da sie sich zusammentun und gegen die Zweifel ihrer unmittelbaren Umwelt etwas schaffen, dass praktisch als undenkbar galt. Der Weg dahin, das ist die Geschichte von „Le Man 66“.

We’re lighter, we’re faster, and if that don’t work, we’re nastier. – Carroll Shelby

[Technik]
Rasante Schnitte, schnelle Autos, die über verschiedene Pisten rasen. Wenn das mal keine Herausforderung für einen Bild-Transfer darstellt. „Le Mans 66“ hat so einiges zu bieten und fordert dem technischen Aufgebot auch einiges ab. Die unterschiedlichen Orte, an denen gefahren wird, die wunderbar anzuschauenden Fahrzeuge und auch die zeitgenössischen Umgebungen, Kostüme und Masken gefallen von Beginn an und umsorgen das Publikum mit dem notwendigen etwas und einer wirklich rundum gelungenen Wiedergabegüte. „Le Mans 66“ bietet trotz der oftmals schnellen Schnitte und der bewegten Elemente eine ordentliche Kantenschärfe und einen ausreichenden Grad an Bilddetails. Fehlerbildung oder Kompressionsartefakte fallen nicht störend auf.

Neben einem Full HD-Transfer in 1080p im Format 2.39:1 gibt es auch High Definition-Surround Sound, damit die Sport-Boliden auch so richtig gut zur Geltung kommen. Genauer betrachtet ist die Akustik abgefasst in wahlweise englischsprachigen, deutschen, französischen oder aber italienischen DTS-HD Master Audio 5.1-Sound. „Le Mans 66“ ist dynamisch und tief im Sound, klar in der Sprachausgabe und vollmundig genug, um auch die musikalischen Momente angemessen einzufangen. Es stimmt praktisch alles, auch bei der tonalen Darbietung, wie schön zu sehen und zu hören. Gute Qualität mit einem dynamisch-weiten Spektrum im Raumklang.

[Fazit]
Mir gefiel die Geschichte, die Art und Weise der Erzählung sowie auch die filmische Umsetzung des gesamten Stoffs. „Le Mans 66: Gegen jede Chance“ ist kein Sprint, sondern zählt mit einer Laufzeit von rund 152 Minuten eben eher zu den Langstreckenrennen, eben typisch Le Mans. Außerdem gibt es nicht nur den Titel mit seiner Altersfreigabe von ab 12 Jahren auf der Blu-ray Disc (BD 50) vorzufinden, sondern auch etwas Bonusmaterial. Dieses setzt sich aus den folgenden Features zusammen:

  • Die perfekte Runde
  • Die Rivalität inszenieren
  • Der echte Ken Miles
  • Der echte Caroll Shelby
  • Der echte Ford GT40

Mir gefielen die Extras und das Konzept dahinter. Denn wir bekommen hier gut aufbereitete Inhalte präsentiert, die sich mit dem Rennsport und den Menschen dahinter auseinandersetzen. „Le Mans 66: Gegen jede Chance“ konnte mich auch auf diesem Segment überzeugen und bildet somit ein rundes Produkt zu einem Preis von rund 15,- Euro aktuell im Online-Handel. Erschienen ist das gute Stück am 2. April 2020. Wer Matt Damon oder Christian Bale mag oder sich eben gerne dem Motorsport widmet, der wird sich hier sehr gut aufgehoben fühlen.

Andre Schnack, 05.05.2020

Film/Inhalt:★★★★★☆ 
Bild:★★★★★☆ 
Ton:★★★★★☆ 
Extras/Ausstattung:★★★★☆☆ 
Preis-Leistung★★★★☆☆ 

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