Spider in the Web

Thriller
Thriller

[Einleitung]
Regisseur Eran Riklis drehte 2019 die israelisch, belgischer, UK-Koproduktion „Spider in the Web“ vor einem Spionage-Thriller Hintergrund. Gidon Maron und Emmanuel Naccache schrieben das Drehbuch zum Thriller und in für die führenden Rollen konnte man die folgenden Namen gewinnen: Sir Ben Kingsley, Monica Bellucci sowie Itay Tiran. Diese Standard Definition DVD-Version des Titels erscheint aus dem Angebot von Concorde Home Entertainment und ich konnte mir ein genaueres Bild machen. Gepriesen wird die DVD vom Veröffentlicher so: „Verschachtelter Spionage-Thriller mit Starbesetzung“ – ich checkte das.

Inhalt
Einst gehörte der alternde Geheimagent Adereth zu den Besten seines Fachs. Mittlerweile zählen ihn seine Vorgesetzten beim Mossad jedoch zum alten Eisen und verdächtigen ihn, beim Verfassen seiner Berichte nicht immer bei der Wahrheit zu bleiben. Für seine letzte Mission wird ihm daher auch der junge Daniel als Überwacher zur Seite gestellt. Gemeinsam sollen sie geheime Informationen über den Verkauf chemischer Waffen an Syrien beschaffen. Als jedoch die mysteriöse Angela auftaucht, verschieben sich die Grenzen zwischen Gut und Böse und es ist unklar, auf welcher Seite eigentlich Adereth und Daniel stehen.
(Quelle: Concorde Home Entertainment)

[Kommentar]
„Spider in the Web“ habe ich vom Konzept her verstanden. Die Umsetzung jedoch gelang meines Erachtens nicht derart, wie es – ohne anmassend klingen zu wollen – vielleicht beabsichtigt war. Woran hapert es aus meiner Sicht? Für mich am Ende zu wenig Aussage, Botschaft, zu viel undurchsichtige Themen und selbst der Unterhaltungsgrad lässt dann noch zu wünschen übrig, da hin und wieder der inhaltlich Zusammenhang zu spät klar wird – nicht das beste Attest. Liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in einer verschachtelten Story begründet, doch einen konfusen Eindruck sollte vermieden werden.

Handwerklich betrachtet ist das alles im oberen Bereich des Durchschnitts anzusiedeln, wenn es um die qualitative Beurteilung geht. „Spider in the Web“ haut niemanden vom Hocker, wenn es um die Sets, die technischen Erzeugnisse oder insgesamt den Dreh geht. Alles solide, alles ordentlich. Für mich ein interessanter, Spionage-Thriller, angesiedelt im Sumpf des geopolitischen Geschehens weit ab von dem, was die Allgemeinheit über die Medien dargestellt bekommt. Allem Anschein nach auch mit israelische Wurzeln, was die hebräischen Schriftzeichen erklärt. Schauspielerisch haben wir schon großartigere Leistungen von Sir Ben Kingsley gesehen, er spielt gut.

[Technik]
Auch eher dem Zwecke dienlich erweist sich das Bild. Die visuelle Darbietung im Standard Definition-Verfahren ist in Ordnung, keinesfalls aber auf der Höhe der Zeit. Dazu fehlt es in praktisch in allen Bereichen am letzten Schliff. Vor allem aber wirkte das Geschehen von Beginn an etwas unübersichtlich auf mich. Es fehlt ein wenig die Schärfe, hier und dort auch die Ausleuchtung und im Gesamtkontext die notwendige Tiefe im Bild. Die Farbgebung ist zwar ganz gut, auch stimmt die Bildruhe soweit, allerdings hilft dies dann nicht mehr, um das Ruder des 2.39:1-Transfer herumzureissen. Kompressionsartefakte fielen mir nicht im störenden Umfang auf.

Concorde Home Entertainment bringt uns „Spider in the Web“ mit deutschsprachigen DTS 5.1-Ton und DD 2.0-Sound. Ebenfalls gibt es dann noch in Englisch und Deutsch jeweils Dolby Digital 5.1-Surround Sound. Der – letztgenannte – Ton wurde getestet und für gut befunden. Er eröffnet zwar keinen Regen an Effekten oder eine brachiale Ausgeburt der Surround-Hölle, mitnichten. Vielmehr sind hier die ruhigeren Klänge Herr der Lage. Entsprechend weniger weit gibt sich zwar auch der Surround-Ton, so richtig stören wollte mich das jedoch zu keinem Zeitpunkt. Rauschen oder Verunreinigungen treten nicht auf den Plan. Untertitel gibt es in Deutsch für Hörgeschädigte.

[Fazit]
Ich mag Filme mit dem sehr vielseitigen Sir Ben Kingsley, von „Gandhi“ bis hin zu „Sexy Beast“. „Spider in the Web“ hingegen ist ein eher ruhigerer Thriller, auf einer Laufzeit von rund 110 Minuten, abgelegt auf einer einseitigen Standard Definition-DVD mit einer Altersfreigabe von ab 12 Jahren. Sir Ben Kingsley macht gute Arbeit, dennoch haben wir es mit einem Spionage-Thriller zu tun, der etwas anders ausgestaltet wurde als die eher typischen, sehr westlich orientierten Titel. Auf der Disc befinden sich noch weitere knappe 16 Minuten Extras, die sich wiederum aus einer Hinter den Kulissen-Featurette und einem deutschen und englischen Trailer zusammensetzen. Veröffentlicht am 5. Dezember 2019.

Andre Schnack, 16.12.2019

Film/Inhalt:★★★☆☆☆ 
Bild:★★★☆☆☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★☆☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★☆☆☆ 

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