Star Trek: Captain Picard

Lesedauer: 4 Minuten

[Einleitung]
Captain Picard (so auch letztlich der Titel der Figur) erscheint aus den Hollywood Collectibles Group-Angebot, oder besser erschien. Denn dies war 2013 und es wurden 600 Stück hiervon produziert. Ich konnte mir eine aus Italien sichern, die letzte Woche ankam. Nun möchte ich über eine der wohl bekanntesten TV-Serien-Gesichter überhaupt Berichten: Patrick Stewart als Jean-Luc Picard, den kommandierenden Offizier der Enterprise-D und der Enterprise-E. Er bekleidet den Rang eines Captains. Eine für ihn typische Pose ist er in Uniform, meist souverän in der Ausstrahlung auf dem Sitz des Kapitäns auf der Brücke einer Enterprise, so wie hier…

Hintergrund
Captain Picard beschreibt eben vortrefflich, womit wir es hier zu tun bekommen. Viele Menschen werden den haarlosen Kommandanten der Enterprise-Besatzung kennen und werden ihn auch mögen.

Er ist sämtliche 178 Episoden der The Next Generation TV-Serie mit an Bord und prägt das Gesicht der Star Trek-Crew wie wohl kaum jemand anderes. Zudem ist er ein sympathischer Typ und ein standhafter Kommandant, der mit Augenmaß und nach seinen Prinzipien sowie jenen der Sternenflotte handelt. Er holt die Meinung seiner Umgebung ein, moderiert, ist Diplomat jedoch auch ernstzunehmender Widersacher.

[Gedanken & Kommentar]
Fotografien sind aufgenommen mit einem iPhone 12 Pro Max innerhalb eines mit LED gefluteten Lichtzeltes mit hellgrauem Hintergrund.

Beginnen wir mit dem, was wir sehen. Es ist nämlich gar nicht ausschließlich die eine Figur des Captain Picards, die hier Abbildung findet. Ein Diorama im üblichen Sinne ist jedoch eher auch nicht. Doch hat Picard seinen Kapitäns-Stuhl mitgebracht. Das hat den Vorteil, dass wir noch ein Stück des Raumschiffs Enterprise mit geliefert bekommen, welches zudem vorzüglich ausschaut und ferner Captain Picard das Einnehmen einer sehr typischen Pose ermöglich. Der Sitz auf dem Kapitänssitz, um der drückenden Verantwortung gelassener entgegen zu wirken. Offensichtlich denkt er nach oder ist konzentriert…

Captain Picard ist hier natürlich der Eye-Catcher und die Lösung und der Übergang zwischen der Bodenplatte und dem Stuhl sind gut gelungen. Auch gefällt die Farbgebung, denn der Boden des Sockels hat einen sehr ähnlichen Farbton wie Picards Oberteil der Uniform. Der seitliche Rand der Bodenplatte hingegen ist schwarz gefärbt. Das sieht gut aus und bildet wiederum einen Link zu den lackierten Schuhen sowie der matt schwarzen Hose mit roten Säumen am Ende der Hosenbeine. Sein Rang-Abzeichen des Kapitäns sowie die Informationen auf dem Kragen sind zu erkennen und entsprechend bemalt.

Der Kopf von Picard ist mit Sicherheit sehr rasch als selbiger zu erkennen. Natürlich sind wir bereits zuvor durch den ersten Eindruck voreingenommen. Auch als ich meiner Tochter die Figur ausgepackt ohne vorherige Namensnennung zeigt, wusste sie direkt auf Anhieb, um wen es sich handelt. Sie ist kein The Next Generation-Kind mehr. Dennoch denke ich, dass das gesamte optische Antlitz bereits vorab verrät, wer da wohl sitzt. Und dann schaut man der Figur genauer ins Gesicht und denkt, jawohl, das ist Picard. Wäre es auch so, wenn wir ausschließlich das Gesicht, dann inklusive des haarlosen Kopfes und erst später die Uniform sähen?

Die Detailzeichnung des Gesichts und gesamten Kopfes mit dem Haarsaum, den Augenbraunen, der feinen Farbunterscheidung zwischen den Gesichtspartien, sind allesamt erstklassig. Auch hinterlassen die Proportionen zu den Händen einen guten Eindruck. Der gewählte Farbteint macht unter unterschiedlichen Lichtquellen eine gute Figur. Sein Sitz ist aufrecht, seine rechte Hand scheint gleich ein Touch-Bedienfeld zu berühren, der linke Arm streift Lehne und Oberschenkel. Beide Füsse auf dem Boden vor dem Sitz – Picard ist definitiv im Dienst.

Was gefällt hier also nicht so gut? Die Aufkleber an der Figur sind keine gute Lösung. Immerhin sieht man die Armaturen-Sticker nicht, da sie in Richtung Picards Gesicht an den nach oben gezogenen Enden der Lehnen sind, um dort mit den Händen bedient werden zu können. Die Licht-Applikationen, ebenfalls eher unschöne Aufkleber, sind hingegen von vorne betrachtet immer zu sehen – hier wäre eine Bemalung viel schöne gewesen und hätte einen noch hochwertigeren Eindruck erzielen können.

[Fazit]
Wie kommt der Kapitän daher? Picard wird geliefert in einem Shipper und ist dann noch einmal schick ummantelt von einer farbigen, glänzenden Pappverpackung. Hinter diesem Karton verbirgt sich Styropor mit den ausgefrästen Löchern, in denen sich zwei Teile befinden. Einmal Picard auf seinem Stuhl (verankert), sowie die Bodenplatte. Einfaches Zusammenstecken sichert Picard einen festen Sitz nach dem Auspacken. Auf der Verpackung sowie der Unterseite der Figur steht dann auch die Anzahl der produzierten Stücke (600) und die persönliche Nummer, hier 296.

Jean-Luc Picard ist aus Resin gegossen und wirkt sehr schwer und hochwertig, sobald man ihn aus der Verpackung befreit hat. Die Farbwahl ist hervorragend, die Bemalung sehr professionell, wie bereits erwähnt sind die Aufkleber sind die beste Lösung. Die Figur mit ihrem Sitz misst ca. 15,5cm an der breitesten Stelle, sie ist in etwa 21cm tief sowie 25cm hoch inklusive der Bodenplatte, so wie die Statue auf den Bilden abgebildet ist. Bewegliche Teile oder andere nennenswerten Aspekte gibt es nicht. Allerdings auch keine Authentifizierungskarte oder ein Zertifikat oder ähnliches. Mich stört das nicht. Auf der anderen Seite sollte das drin sein für ein Sammler-Objekt, dass es a) nur 600 Mal gibt und b) für das auch locker 350,- Euro investiert werden müssen. Davon ab, super Figur, die sich auch auf dem Schreibtisch prächtig macht. „Engage!“

Andre Schnack, 29.11.2021

Figur/Inhalt:★★★★★☆ 
Qualität★★★★★☆ 
Preis★★★☆☆☆ 
Sammlerwert★★★★☆☆ 

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