Tesla

Biography/Drama
Biography/Drama

[Einleitung]
Mit dem Namen Tesla verbinden viele Menschen heute nicht unbedingt den Herrn aus dem 19. Jahrhundert, der einen großen Beitrag in Sachen Elektrizität leistete, sondern eine Auto-Marke. Elon Musk sei Dank. Denn Tesla ist so oder so ein Synonym für Elektrizität und wohl aus heutiger Sicht mehr denn je, für Innovation. Also der Stoff, aus dem Hollywood-Träume gemacht sein können. Regisseur Michael Almereyda versuchte sich 2020 an einem biografischen Drama mit dem gleichen Titel: „Tesla“. In der Hauptfigur sehen wir Ethan Hawke, Eve Hewson, Eli A. Smith und weitere. Das Drehbuch kommt ebenfalls von Michael Almereyda und diese SD DVD Veröffentlichung von LEONINE.

Inhalt
Der junge Ingenieur Nikola Tesla (Ethan Hawke) ist ein vielversprechender Angestellter in Thomas Edisons (Kyle MacLachlan) Electric Light Company. Doch schon bald zeichnet sich ein Bruch zwischen den beiden sehr gegensätzlichen Männern ab, der sie zu lebenslangen Rivalen machen wird. Der brillante aber sozial unbeholfene Immigrant Tesla wendet sich an den Industriemagnaten George Westinghouse (Jim Gaffigan), der fortan Teslas Arbeit an seinem bahnbrechenden Stromsystem finanziert.

Gleichzeitig arbeitet der geniale Erfinder bereits ungeduldig an einem neuen ambitionierten, vom Bankier J.P. Morgan (Donnie Keshawarz) finanzierten, Projekt. Dabei begegnet Tesla Morgans Tochter Anne (Eve Hewson) und steht vor der Entscheidung, sich weiter seiner Arbeit oder der Liebe hinzugeben…
(Quelle: LEONINE)

[Kommentar]
„Tesla“ – das ist so oder so ein Thema, das man keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen sollte. Immerhin ist es die Geschichte eines wahrhaftigen Menschen, der mit seiner Arbeit tatsächlich einen Fussstapfen in der Geschichte der Elektrizität hinterlassen hat. Ein Erbe, dass heute einen Namenspatron wie die Automobil-Firma Tesla, durchaus verdient hat, wenn man es im Sinne einer Ehrung, einer Hommage sehen möchte.

Doch wie es nun einmal oft der Fall ist, so liegen überall ringsherum Fallstricke im Thema verwoben. Es muss, oder sollte eben alles möglichst gut passen. So empfand ich die Wahl des Hauptdarstellers ausgesprochen passend und irgendwie stimmte meines Erachtens auch die Chemie zu seinem sozialen Umfeld, mit Kyle McLachlan tritt ebenfalls ein meines Erachtens überzeugender Thomas Edison aufs Parkett. Doch die Spannungen, die spätere Rivalität und das Verhältnis zwischen der Hauptfigur, ihren erfinderischen Ambitionen und dem Privatleben mit der lieben Liebe, gelang nur bedingt überzeugend.

Wenngleich der Zeitgeist und Charme der damaligen Zeit ausreichend gut eingefangen wurde, so fehlte es mir an Charisma und Überzeugung der Figuren in ihren Handlungen. Weitere handwerkliche Elemente sind solide gelungen, so die Sets, Masken und Kostüme sowie der Fokus auf Elektrizität – was damals vor allem Licht bedeutete.

Every human being is an engine geared to the wheel work of the universe. – Nikola Tesla

[Technik]
Im Seitenverhältnis 1.85:1 erstrahlen die Bilder auf dem Wiedergabegerät. Gewissermaßen fördert die technische Realisierung des Films auch den Inhalt. Bei der DVD-Technik hingegen kommt das nur bedingt zur Geltung, wenngleich der Einfluss doch in Akzenten deutlich ist. Alles wirkt von der Farbgebung her ausreichend warm und freundlich, oftmals jedoch auch schon arg schattig und damit hin und wieder etwas ungemütlich, was wohl eher beherzte Absicht zu sein scheint, um den Effekt zu verstärken. Kompressionsartefakte oder andere Verunreinigungen oder Störungen fallen nicht ins Auge.

Der Ton spielt hier eine nicht derart gewichtige Rolle, wie ich es erst erwartet habe. Tesla ist ein eher auf den Dialog fokussiert der Film, der sich die üblichen, handwerklichen Kniffe bedienen, um damit ein entsprechendes Ergebnis zu erzielen. Dieses fiel hier durchschnittlich aus. Der Mehrkanalton erfolgt mittels Dolby Digital 5.1 Tonspuren, wahlweise in Englisch oder aber Deutsch. Ebenfalls sind deutschsprachige Untertitel für Hörgeschädigte mit an Bord. So richtig zündet der Ton hier nicht, bleibt eher hinter den Möglichkeiten sowie den Erwartungen etwas zurück. Solide, unspektakulär und etwas blasse im Klang.

[Fazit]
Der Veröffentlichungstermin ist ein schönes Datum, es handelt sich dabei um den 24. Dezember 2020 – Heiligabend. „Tesla“ ist heutzutage mit Sicherheit getrieben durch die Aufmerksamkeit des nach ihm benannten Automobil-Bauers noch mehr Leuten ein Begriff als vor der Zeit der ersten E-PKW des Pioniers aus dem US-Staat Kalifornien. Der vorliegende Film zeigt uns einen routiniert guten Ethan Hawke, eine Laufzeit von rund 99 Minuten und eine DVD, die als Extras Interviews mit Cast & Crew bietet. Mehr aber auch nicht in diesem Bereich. Schlussendlich eine rundum ordentlich jedoch etwas zu dünn ausgestattete Disc. Diese Filmfassung (DVD) schlägt mit rund 12,- Euro zu Buche. 12 ist auch die Zahl, die für die FSK Einstufung gilt.

Andre Schnack, 24.12.2020

Film/Inhalt:★★★☆☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★★☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★☆☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★☆☆☆ 

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