The Vigil – Die Totenwache

Horror/Mystery/Thriller
Horror/Mystery/Thriller

[Einleitung]
Aus dem eher dunkler angehauchten Segment erscheint „The Vigil – Die Totenwache“ von Regisseur und Drehbuchautor Keith Thomas. Entstanden 2019 als eine US-amerikanisch finanzierte Produktion handelt der Film über religiöse, fundamentalistische Extreme, die ihr Unheil treiben. Wir erleben vor der Kamera in den führenden Figuren Dave Davis, Lynn Cohen, Malky Goldman und weitere. Diese High Definition Version des Film erscheint im Handel durch EuroVideo Medien und ich konnte die Gelegenheit bekommen genauer hinzuschauen.

Inhalt
Der junge Yakov (Dave Davis) möchte die strenge chassidische Gemeinde in Brooklyn am liebsten verlassen, weil er seinen Glauben verloren hat. Da er dringend Geld braucht, stimmt er widerwillig dem Angebot des Rabbiners zu, die nächtliche Totenwache für ein verstorbenes Gemeindemitglied zu übernehmen. Kurz nach seiner Ankunft in dem baufälligen Haus wird Yakov klar, dass hier etwas sehr, sehr falsch läuft.

Schon bald findet er sich in einem unheimlichen Albtraum wieder, der von dem furchteinflößenden Totengeist Mazik beherrscht wird. In dieser Nacht des surrealen Schreckens muss sich Yakov nicht nur bösen Geistern, sondern auch den Dämonen seiner Vergangenheit stellen.
(Quelle: EuroVideo Medien GmbH)

[Kommentar]
Man mag ja davon halten, was man eben davon halten möchte. Ich will keinesfalls den Standpunkt einnehmen, dass die so gern genutzte Geschmacksache vielleicht gar keine ist, sondern eben auch eine Art Geschmack, und zwar kein sonderlich guter. Das leitet sich dann schon einmal davon ab. Bei „The Vigil“ ist es schwierig mit einer messerscharfen Bewertung, die entweder schöngeredet oder gar vernichtend tönt. Wichtig ist schlussendlich, ob der Film denn überhaupt unterhalten konnte, hat und so weiter…

„The Vigil – Die Totenwache“ zeigt uns einen gruseligen und spannenden Film mit einem ausreichend ansprechenden Design und einer gelungenen Wirkung sowie den darstellerischen Leistungen, die hiermit verwoben sind. „The Vigil“ bietet jedoch auch einige Potenziale, die hier nicht ordentlich oder gar nicht genutzt worden sind. Damit jedoch leider nicht genug, denn hier und dort hat auch die angebotene Handwerkskunst ihre Macken und vermag nur gerade so mit dem Gerüst weitere Schäden am Inhalt abzufangen, welches durch ein paar solide Beigaben möglich waren.

[Technik]
Mit „The Vigil – Die Totenwache“ freunden wir uns mit einem eher dunkel gehaltenen, oftmals schlecht ausgeleuchteten Transfer ab, der sich vor allem in den eher bösartig anmutenden Rotfarbtönen zum Ausdruck bringt und dabei nichts Gutes im Schilde führt. Farben sind somit entsprechend der Beleuchtung nicht immer so, wie gewünscht in ihrer Wirkung. Alles in allem handelt es sich dennoch um einen soliden und ordentlichen High Definition-Transfer im Format 2.39:1 in vollen 1080p-Bildern. Kompressionsartefakte stören zu keiner Zeit merklich.

Bietet der Ton denn ein Gespann, dass uns das Fürchten lehrt? Nicht ganz, denn dazu gehört es heute schon einiges, bis der durchs Internet abzustumpfen drohende Menschen auch emotional angefasst wird. „The Vigil“ macht tonal betrachtet seine Sache eigentlich ziemlich gut und vermag durch den mehrkanaligen DTS-HD Master Audio 5.1-Sound eine spannende Atmosphäre aufzubauen. Musikalisch gibt es ebenfalls eine gute Beteiligung daran, dass dem Betrachter unwohl wird. Wirkungsvoll und technisch ordentlich.

[Fazit]
Die Altersfreigabe liegt bei ab 16 Jahren und wahrscheinlich hat man auch nicht sonderlich viel Lust auf den Film, wenn man unterhalb dieser Altersgrenze gedeiht und sich ohnehin mit dem Cover nur wenig anfangen lässt. Wie dem auch sei, der Titel schafft es auf rund 86 Minuten Spieldauer. Veröffentlicht wird der Titel aus dem EuroVideo Medien Programm am 11. Februar 2021 und er kostet aktuell beim Online-Kauf rund 15,- Euro. Extras oder weitere Ausstattungsmerkmale gibt es leider nicht aufzuzeigen.

Andre Schnack, 03.02.2021

Film/Inhalt:★★★☆☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★★☆☆ 
Extras/Ausstattung:★☆☆☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★☆☆☆ 

Hat der Review gefallen?

(Sehr schlecht, Schlecht, Mittel, Gut, Sehr gut)

Durchschnittsbewertung: 5 / 5. Anzahl Wertungen: 3

Keine Bewertung bislang, sei der erste!