The Dry

Crime/Drama/Mystery
Crime/Drama/Mystery

[Einleitung]
Robert Connolly arbeitet mit seinem australisch-amerikanischen Film einen Roman auf, und das nicht nur hinter der Kamera als Regisseur, sondern auch als Drehbuchautor. Gemeinsam mit Harry Cripps fertigte das Skript auf der Basis der gleichnamigen Buchvorlage von Jane Harper. Vor der Kamera sehen wir Eric Bana, Julia Blake, John Polson, Keir O’Donnell, Genevieve O’Reilly und weitere. „The Dry“ lief 2020 als Kinofilm und erscheint nun als Heimkino-Variante auf unterschiedlichen Medien aus dem Hause LEONINE. Ich war gespannt auf den Film, denn das Buch, hierzulande erschienen unter „Hitze“, las ich bislang nicht.

Inhalt
Federal Agent Aaron Falk kehrt nach über zwanzig Jahren in seine Heimatstadt zurück, um der Beerdigung seines Jugendfreundes Luke beizuwohnen, der angeblich seine Frau und sein Kind getötet hat, bevor er sich selbst das Leben nahm – ein Opfer des Wahnsinns, der diese Gemeinde nach mehr als einem Jahrzehnt der Dürre heimgesucht hat.

Als Falk widerwillig zustimmt, zu bleiben und das Verbrechen zu untersuchen, reißt er eine alte Wunde auf – den Tod der 17-jährigen Ellie Deacon. Falk beginnt zu vermuten, dass diese beiden Verbrechen, die durch Jahrzehnte getrennt, miteinander verbunden sind. Während er darum kämpft, nicht nur Lukes Unschuld, sondern auch seine eigene zu beweisen, sieht sich Falk mit den Vorurteilen gegen ihn und der aufgestauten Wut einer verängstigten Gemeinde konfrontiert.
(Quelle: LEONINE)

[Kommentar]
Einer dieser Filme, deren Figuren von der Vergangenheit gejagt werden bis die Erinnerungen ganz nah sind und die Situation im jetzt zu eskalieren droht. Einer dieser Filme, bei denen der Zuschauer absolut keinen Schritt weiter ist als es die Hauptfigur innerhalb der Handlung gelang. Das ist wirklich gut gemacht hier und erzählerisch sehr gut gelungen. Zudem bekommen wir lebhafte, glaubwürdige und authentisch gespielte Dialoge zu Ohren und schauspielerische Leistungen vor die Augen, die sich sehen lassen können. Die Zeiten eines verkorksten und umständlichen „Hulk“ von Ang Lee sind längst vorbei, Eric Bana steht hier nicht nur im Mittelpunkt, sondern füllt auch die Figur aus.

Erzählerisch ist „The Dry“ richtig gut gelungen und lässt sich anschauen, wie sich ein spannendes Buch liest, sozusagen. Und außerdem ist die Geschichte mit ihrer subtilen Umwelt-Botschaft ausgesprochen gut aufgebaut ohne dabei konstruiert zu wirken, viele Randthemen der ländlichen Gegend mit ihren Einwohnern werden so dargestellt, wie man sich das auch wirklich gut vorstellen kann. Gedreht wurde in Australien, Victoria, und es gibt neben vielen sehr trockenen Bildern auch durchaus wunderschöne Aufnahmen hier zu sehen. Darstellerisch, technisch-handwerklich und erzählerisch alles prima.

[Technik]
„The Dry“ machte mir ein gutes Bild in Standard Definition-Technologie. Gerahmt im Format 2.40:1 und anamorph codiert erfreute ich mich an den gebotenen Bildern, wenngleich sie in Sachen Kantenschärfe sowie Detailgrad das Zepter an die HD-Version abgeben. Dennoch wird ein sehr gelungener Standard gewahrt, der sich von den vielen staubigen Aufnahmen bis hin zu nahen Portrait-Einstellungen alles gefallen lässt und auch gut ableistet. Rauschen oder Verunreinigungen fielen mir dabei nicht ins Auge. Die Ausleuchtung ist gut, die Sättigung gelungen und der Grundton sowie die Bildruhe ordentlich.

Tontechnisch ist es nicht der Dialog und es sind auch nicht die Umgebungsgeräusche, die hier das Gros der Stimmung ausmachen, es ist die Filmmusik, die dafür verantwortlich ist. „The Dry“ arbeitet die Vergangenheit der beteiligten Figuren auf, verwendet bestimmte musikalische Einlagen für die Rückblenden, andere für spannenden, gar actionreicheren Momente. All das in Form des gebotenen Dolby Digital 5.1-Tons macht etwas her, und zwar in den Sprachen Deutsch oder Englisch. Untertitel gibt es in deutscher Sprache für Hörgeschädigte.

[Fazit]
Mit „The Dry“ gelang ein tolles Drama, fein gespielt, glaubhaft inszeniert und sehr spannend erzählt. Auf einer Laufzeit von rund 112 Minuten leistet sich die Technik keine nennenswerten Aussetzer und die inhaltlichen Aspekte sind bereits ausreichend positiv hier abgehandelt worden. Was bleibt ist das Bonusmaterial. Ja, es gibt welches, allerdings nur eingeschränkten Umfangs: Interviews und ein B-Roll gibt es als Extras, immerhin. „The Dry“ überraschte mich positiv. LEONINE veröffentlichte den Titel am 10. September 2021 unter einer Altersfreigabe von ab 16 Jahren gemäß FSK. Rund 12,- Euro kostet diese DVD-Fassung.

Andre Schnack, 30.09.2021

Film/Inhalt:★★★★☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★★☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★★☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★★☆☆ 

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