Valentine – The Dark Avenger

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[Einleitung]
Unter dem Regie-Duo von Ubay Fox und Agus Pestol entstand „Valentine – The Dark Avenger“ nach einem Drehbuch von Beby Hasibuan 2017 als indonesische Filmproduktion. Der Titel lässt viel Interpretationsspielraum, keine Frage, doch irgendwie scheint es um ein wenig Superhelden-Thematik zu gehen, vielleicht auch mit dem wieder en vogue geratenen Selbstjustiz-Element. Wir schauten uns den Action-Film genauer an, und zwar in Form einer High Definition Blu-ray Version aus dem Angebot der Busch Media Group. In den führenden Figuren sehen wir Matthew Settle, Arie Dagienkz sowie Ahmad Affandy, allesamt hierzulande weitgehend unbekannt.

Inhalt
Die tropische Metropole Batavia City ächzt unter Korruption und Verbrechen. Die Polizei ist heillos überfordert. Mit dem Auftauchen des maskierten Superschurken Shadow droht das Pulverfass zu explodieren. Inmitten dieses Chaos sucht der erfolglose Filmregisseur Bono händeringend nach einer Heldin für ein neues Projekt. Als er zufällig Zeuge wird, wie die hübsche Kellnerin Maya ein paar aufdringliche Kerle schlagkräftig in die Schranken weist, wird Bono klar, dass er fündig geworden ist: Er verwandelt Maya in die maskierte Rächerin Valentine. Mit der Kamera dokumentiert er stets, wenn sie überall in der Stadt die Gangster zur Strecke bringt – halsbrecherische Verfolgungsjagden und atemberaubende Kampfszenen inklusive!

So wird Valentine zur lebendig gewordenen Filmheldin und gleichzeitig zum Idol für die Menschen von Batavia City. Sie ahnt nicht, dass ihr Pfad der Gerechtigkeit unweigerlich auf einen brutalen Showdown mit Shadow hinausläuft.
(Quelle: Busch Media Group)

[Kommentar]
Ein großer Unterschied zu Superhelden-Filmen aus den DC und Marvel Universen ist der Fakt, dass es sich bei der Figur Valentine eigentlich „lediglich“ um eine schmucke, athletische Frau handelt, die der Martial Arts-Kunst tödlich frönt und sich eben verkleidet. Valentine ist damit wohl dann auch schon die komplexeste Figur neben ihrem Gegenspieler, der sich peu-a-peu als solcher entpuppt. Denn weitere Handlanger oder Gehilfen übernehmen keine derart relevante Figuren, als das ihnen dann auch besonders viele Dialog-Zeilen gewidmet worden sind.

Wenn das Erzählen der Geschichte in Sachen Spannung und vor allem jedoch Charme leider nicht so erfreulich und positiv ausfällt, so haben wir es doch mit wirklich gut eingefangenen Martial-Arts Auseinandersetzungen zu tun, die allesamt gute Choreografien aufweisen und zügig geschnitten sind. All das zeichnet dann auch die Produktion „Valentine“ aus. Nur schade, dass unsere kostümierte Heldin nicht derart zu überzeugen versteht, wie wir uns das erhofft hatten. Wer Batgirl mag, der wird auch diese Dame in sein Herz schließen. Im Vergleich zu den Hollywood-Produktionen hingegen hinkt das indonesische Werk hinterher.

[Technik]
„Valentine – The Dark Avenger“ hat ein modernes technisches Gewand im Angebot. Es handelt sich um einen High Definition Breitbild-Transfer im Format 2.35:1, 1080p Auflösung. Entgegen den zumeist aus westlichen Landen stammenden Produktionen gibt es hier mehr echte Gewänder und Kostüme und dafür etwas weniger CGIs. Doch das muss ja keinesfalls etwas schlechtes bedeuten. Technisch zumindest besteht der Titel so manch eine Herausforderung und kann auch mit dem gewählten Farbset begeistern. Denn für einen eher real ausgerichteten Superhelden-Titel gibt es recht poppige Farben vor die Augen. Kontrast und Sättigung sind in Ordnung, so auch die Kompression.

Tontechnisch gibt es keine Überraschungen, jedoch auch nicht sonderlich viel, das eben _für_ die Leistungen der Disc spricht. Denn schnell wird klar, dass die soliden Darbietungen in wahlweise Deutsch, Englisch/Indonesisch sowie Englisch in DTS-HD 5.1 auch nicht mehr als das sind: solide. Es knallt, rappelt ordentlich im Karton und auch gibt es ein breites Spektrum an tontechnischen Potenzialen im Line-Up. Doch leider kommt der Ton nicht über eine unspektakuläre Wiedergabedynamik und fehlende Tiefe hinweg und macht die aufgerissenen Löcher nicht wieder wett. Trotz ordentlicher Sprache und angenehmer Musik. Untertitel: Deutsch.

[Fazit]
„Valentine“ wäre ohne den Zusatz ‚The Dark Avenger‘ zwar kein besserer Film, doch irgendwie ehrlicher, mehr er selbst. Und tatsächlich stecken einige tolle Situationen und Momente sowie Idee in der 97minutenlangen Spieldauer. Abgelegt auf dieser einseitigen und zweischichtigen Blu-ray Disc (BD 50) fühlt sich der ab 16 Jahren freigegebene Film sichtlich wohl. In Sachen Ausstattung hingegen gibt es wieder Saures, denn es sind vorhanden: ein Trailer und eine Trailershow. Das war es dann auch schon, was unter Extras gefunden wird. Erschienen am 14. August zu einem Preis von rund 15,- Euro.

Andre Schnack, 19.08.2020

Film/Inhalt:★★★☆☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★★☆☆ 
Extras/Ausstattung:★☆☆☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★☆☆☆ 

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