Oola – Attakus Star Wars Classic Collection

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[Einleitung]
Mit „Oola – Attakus Star Wars Classic Collection“ erschien 2007 eine aus Resin gefertigte Figur des Star Wars-Universums, für Sammler und Freunde des Themenkomplexes mit Sicherheit nicht unbekannt: Oola. Der französische Hersteller dieser Art von Collectibles hat sich seit Jahrzehnten der Konzeption und Fertigung verschrieben und ist ein echter Experte auf dem Gebiet. Mit Attakus’ Oola Figur erschien Disney im Nachhinein wohl doch ein zu heisses Eisen, so dass es die Figur wie hier wohl nicht mehr geben wird. Vor allem das erotische Antlitz scheint bei der altbacken eingestellten Company ein Thema zu sein.

Hintergrund
Oola gehört zu den Charakteren im Star Wars-Universum, die wir praktisch als erweiterte Komparsen-Figur bezeichnen könnten. Denn Oola hält keine tragende Rolle inne, noch erleben und erfahren wir viel mit und über sie, bevor ihr Leben ein jähes Ende als Rancor-Mahlzeit endet. Doch immerhin gibt es nicht nur eine Begegnung mit ihr und außerdem ist sie nun auch schon etwas besonderes, rein optisch betrachtet.

[Gedanken & Kommentar]
Fotografien sind aufgenommen mit einem iPhone 12 Pro Max innerhalb eines mit LED gefluteten Lichtzeltes mit hellgrauem Hintergrund.

Ein paar Figuren stehen schon noch auf meiner Liste, die ich sehr gerne in meine Sammlung überführen würde. Darunter waren von Beginn an auch einige der Attakus Star Wars Classic Collection, wie die Gamorrean Guard-Dame und eben auch Oola – wenngleich mich ihre leicht glitzernde Stirn etwas abschreckte. Scherz beiseite, her mit der Figur. Denn endlich war es soweit und tatsächlich gab es beim Hersteller Attakus noch ein letztes Exemplar zum Verkauf. Vielleicht wurde es auf Kommission oder aber zurückgegeben, keine Ahnung. Tut auch nichts zur Sache, denn so erhielt ich eine noch original verpackte Oola Statue, gefertigt in 2007 für meine Sammlung.

Einige Besonderheiten bringt diese Figur mit sich. Nicht nur, dass sie textile Kleidung trägt und eine Art dicke Liane oder einen Tampon mit sich führt (und dieses Stück auch ordentlich angebracht werden will). Auch die Farbgebung an sich ist sehr eigensinnig und speziell, so wie das Antlitz dieser wunderschönen Außerirdischen, die manch einen nach meiner Generation vielleicht auch an die ‚blaue‘ Version aus „Das fünfte Element“ erinnerte mag. Doch es geht hier um Oola, ihres Zeichen eine schön anmutende weibliche Außerirdische mit seidenmatter, grüner Hautfarbe und ein paar optischen Raffinessen.

Oola hat es nicht so einfach, daher kennen wir sie praktisch nur in Gefangenschaft und praktisch an der Leine. Bib Fortuna hatte wohl gute Absichten mit ihr, bevor Fiesling Jabba der Hutte keine Lust mehr auf sie hatte und kurzerhand dem hauseigenen Raubtierfabelwesen Rancor eine nette Mahlzeit mit Oola servierte, wie schade. Doch bis zu diesem Zeitpunkt hatte sie eine gute Figur gemacht, hier als Statue kann sie das weiterhin. Im wesentlichen gibt es keine Unterschiede zur Filmfassung, wenn man sich die Details genauer anschaut. Festzustellen ist jedoch, dass diese Resin-Oola ein klein wenig kräftiger gebaut ist, als ihre Filmvorlage.

Das ist überhaupt nicht falsch zu verstehen, denn sie wirkt nach wie vor, nicht zuletzt durch die Pose, sehr sportlich dynamisch und hat dennoch einen sehr sexy Körperbau mit einem tollen Po und schönen Brüsten. Und hier kommt der Faktor ins Spiel, der Disney wohl zur Entscheidung brachte den Charakter Oola nicht mehr derart sexy ans Publikum zu bringen. Schade, denn die gute Frau sieht hier richtig gut aus. Die Hautfarbe ist super treffend ausgesucht worden und der Teint überzeugt von jedem Winkel aus betrachtet. Das Gesicht, toll gemalt und die Textil-Netzstückchen verleihen der Figur einen noch authentischeren Eindruck, da es sich gewissermaßen um lose Teile handelt.

Ihr aus irgendeinem Kunstleder geflochtenes Seil ist optisch, wenn erst einmal ordentlich angebracht, ein wahrer Hingucker. Viele Bilder aus dem Netz belegen dies und auch auf der Herstellerseite, wo man leider kaum etwas an Material zu und über Oola findet, sieht es gut aus. Man muss beherzt an die Sache herangehen und vor allem darauf achten, dass man Oola keinen Finger abbricht, denn das Seil ist auch nach 14 Jahren bei mir ziemlich guter Qualität gewesen und konnte das Biegen gut vertragen. Auf den Bildern sieht man das Modell, das bei mir im Regal, oder besser auf dem Boden, steht. Man kann auch das Seil gut erkennen, denke ich.

[Fazit]
Pose, Bemalung, Material und die kleinen Details. Auch bei dieser Figur aus Attakus’ 1/5 Repertoire ließ man sich nicht lumpen und erschuf eine richtig gute, hochwertige Statue. Und das nicht erst gestern, sondern sogar vorgestern, denn mit 2007 liegen immerhin auch schon gute 14 Jahre Zeit verbraucht zurück. Schaut man sie von einigen Metern Entfernung an, so ist die Kombination an den dunklen, beinahe schwarzen Elementen sowie der grünen Haut wahrlich gut gelungen.

Ihr geschminktes Gesicht und die Accessoires grenzen sich angenehm und dennoch nicht aufdringlich ab. Keinerlei Übergänge oder Klebestellen, nichts. Absolut perfekt verarbeitet, dieses Stück. Herrlich anzuschauen und aus einer Szene der Stärke gegriffen lässt diese auf 1.500 Stücke limitierte Figur das Herz des Sammlers und Fans höher schlagen und Oola in ihrem besten Licht erstrahlen. Tolle Sache! Die Macht möge mit ihr sein, sie möge in Frieden ruhen. Wer sie kaufen möchte, der kann das auf 2nd Hand Plattformen wie ebay oder ebay-Kleinanzeigen, sollte jedoch auf die Preise achten.

Andre Schnack, 10.12.2021

Figur/Inhalt:★★★★★☆ 
Qualität★★★★★☆ 
Preis★★★★☆☆ 
Sammlerwert★★★★☆☆ 

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